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Trainer-DNA bei Borussia Dortmund: Edin Terzic tritt in große Fußstapfen

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Erdin Terzic ist auf Lucien Favre gefolgt und übernimmt Borussia Dortmund zumindest bis zum Ende der Saison als Cheftrainer. Das Erreichen der Champions League ist dabei das Mindestziel. Um in der Riege der ganz Großen aufzusteigen, müsste der 38-Jährige aber einen Titel gewinnen. So wie es vier seiner prominenten Vorgänger vorgemacht haben.

1) Ottmar Hitzfeld

Es waren die ersten goldenen – manche würden auch sagen: die besten – Jahre von Borussia Dortmund in der Bundesliga. Zwischen 1991 und 1997 machte Ottmar Hitzfeld, der zuvor als Trainer nur in der Schweiz gearbeitet hatte, aus einem Durchschnittsverein ein Weltklasse-Club. Zwei Mal holte er die Meisterschaft, am Ende seiner Amtszeit gewann der BVB die Champions League - zum ersten und bis heute einzigen Mal.

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Hitzefeld konnte dabei auf zahlreiche Weltmeister von 1990 zurückgreifen, wie Stefan Reuter, Andreas Möller, Karl-Heinz Riedle oder Jürgen Kohler, verstand es aber auch Talente wie den jungen Lars Ricken einzubinden, der im Champions-League-Finale gegen Juventus Turin den entscheidenden Treffer markierte.

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2) Matthias Sammer

Zunächst prägte er die Neunziger-Jahre als Libero und Spielmacher der Schwarz-Gelben. Nach seinem viel zu frühen Karriereende wechselte Matthias Sammer im Jahr 2000 dann schließlich auf die Trainerbank des BVB. Mit nur 34 Jahren gewann er 2002 den Meistertitel und wurde somit zum jüngsten Meistertrainer der Bundesliga, was er bis zum heutigen Tage noch ist.

Mit zahlreichen Spielern, wie etwa Jürgen Kohler, Stefan Reuter oder Heiko Herrlich hatte Sammer noch selbst zusammen auf dem Platz gestanden. Hinzu kamen aber auch aufregende Offensiv-Akteure wie der elegante Spielmacher Tomas Rosicky oder der brasilianische Torjäger Marcio Amoroso, die das Bild der Mannschaft in diesen Tagen prägte. Sammer sollte 2018 wieder als externer Berater nach Dortmund zurückkehren.

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3) Jürgen Klopp

Keine Ära weckt wohl so warme Erinnerungen bei den Fans wie die von Jürgen Klopp. Der ehemalige Mainzer Trainer übernahm 2008 eine Mannschaft, die in der Bedeutungslosigkeit versunken war und einen Club, der zuvor nur ganz knapp an der Insolvenz vorbeigeschrammt war. Es dauerte etwa zwei Jahre, dann hatte der Fußball-Lehrer seinen "Vollgas-Fußball", der auf extremen Gegenpressing aufbaute, etabliert.

Klopp verstand es zum einen, unscheinbare Spieler wie Kevin Großkreutz oder Marcel Schmelzer zu Nationalspielern zu formen, entwickelte parallel aber auch verheißungsvolle Talente wie Robert Lewandowski, Mats Hummels oder Mario Götze, die später zu Weltklasse-Akteuren reifen sollten. Das Resultat: 2011 und 2012 gewann der BVB die Meisterschaft, 2012 sogar das Double. Es sollte bis zum heutigen Tage der letzte Meister sein, der nicht FC Bayern München heißt.

Nach einer schwachen Hinrunde 2015, wo Dortmund zeitweise auf einem Abstiegsplatz stand, einigte man sich auf das Ende der Zusammenarbeit nach der Saison. Klopp führte den BVB in den letzten Monaten trotzdem noch ins internationale Geschäft und sollte anschließend mit dem FC Liverpool Geschichte schreiben.

4) Thomas Tuchel

Auf Klopp folgte 2015 erneut ein Trainer, der seine ersten Schritte in der Bundesliga beim 1. FSV Mainz 05 gemacht hatte. Tuchel entwickelte den kloppschen Fußball weiter: zu den überfallartigen Gegenangriffen kam nun auch immer mehr eine dominante Spielweise, die auf viel Ballbesitz ausgelegt war.

Angeführt vom genialen Marco Reus und gespickt mit Künstlern wie Pierre-Emerick Aubameyang und Ousmane Dembele holte der BVB in der Tuchel-Ära den bis dato letzten großen Titel, als die Mannschaft im DFB-Pokalfinale 2017 Eintracht Frankfurt mit 2:1 besiegte. Es war für Tuchel gleichzeitig das letzte Spiel an der Seitenlinie von Borussia Dortmund.