Borussia Mönchengladbach gegen den FC Bayern München. In den 70er Jahren verhieß dieses Duell Spitzen-Fußball auf höchstem Niveau. In dieser Saison steht das Duell der beiden Traditionsclubs unter anderen Vorzeichen.

Während die "Fohlen" mit einem Sieg am Samstag das untere Tabellendrittel verlassen möchten, könnte der FCB seinerseits erstmalig in dieser Spielzeit den Sprung nach ganz oben schaffen und Tabellenführer werden. Dazu bräuchte der Rekordmeister aber Schützenhilfe von Wolfsburg, die bei 1899 Hoffenheim spielen und von Schalke 04, die im Top-Spiel am Samstag zum Tabellenführer nach Leverkusen reisen (Sa. ab 15 Uhr alle Spiele im Live-Ticker/Liga-Radio).

Sieben "Fohlen" fehlen

Angesichts des Gegners und der momentanen Lage ist Borussen-Trainer Hans Meyer vor dem Spiel gegen den Rekordmeister verhalten: "Die Bayern haben die letzten drei Auswärtsspiele alle recht souverän gewonnen. Sie sind wieder da, wo sie alle erwartet haben."

Hinzu kommt die Tatsache, dass die Borussia personell dezimiert ist. Gleich sieben Profis stehen den "Fohlen" wegen diverser Verletzungen nicht zur Verfügung. Neben den Langzeitverletzten Thomas Kleine (Knochenabsplitterung) und Jean-Sébastien Jaurès (Außenmeniskuseinriss) fallen noch Alexander Voigt, Oliver Neuville, Jan-Ingwer Callsen-Bracker, Sebastian Svärd und Sebastian Schachten aus.

Immerhin ist Meyer erleichtert, dass mit Patrick Paauwe und Steve Gohouri zwei zuletzt angeschlagene Spieler wieder einsatzbereit sind.

Der FCB in Lauerstellung

Beim Gegner aus München könnte die Ausgangsposition kaum besser sein. Nach zuletzt fünf Siegen in Folge sind die Bayern mit Leverkusen und Hoffenheim auf Tuchfühlung und sehen ihre Chance. "Wir wollten am Anfang ganz nach oben und das wollen wir natürlich immer noch", sagt Stürmer Miroslav Klose.

Dabei können die Bayern mit der Rückkehr zweier Stammkräfte planen. Philipp Lahm ist am Freitag nach überstandener Fußverletzung erstmals wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und hat ebenso einen guten Eindruck hinterlassen wie Bastian Schweinsteiger, der nach seiner Schienbeinprellung einem Einsatz am Samstag positiv gegenüber steht: "Momentan muss ich noch aufpassen, dass ich nichts am Schienbein abbekomme, aber für Samstag sollte es reichen."

Für Lukas Podolski reicht es noch nicht zu einem Einsatz. Der Stürmer hat nach wie vor Rückenprobleme und ist nicht mit an den Niederrhein gereist.


Hertha BSC Berlin - Hamburger SV

Die Berliner gehen mit breiter Brust ins Spiel gegen den HSV. Die letzten drei Heimspiele hat Hertha allesamt gewonnen, zuletzt sogar Hoffenheim durch ein 1:0 von der Tabellenspitze gestürzt.

Doch Trainer Lucien Favre findet trotzdem noch Kritikpunkte am Auftreten seiner Mannschaft. "Wir müssen viel schneller spielen, bei der Ballannahme sind wir zu langsam", erklärt der Schweitzer.

Jol hofft auf Trendwende

Der HSV reist selbstbewusst in die Hauptstadt. "Wir hatten auch in Cottbus noch nie gewonnen und dort die Serie gebrochen", verweist Verteidiger Joris Mathijsen auf die schwarze Serie gegen Berlin (17 Niederlagen in 27 Spielen). Gut für die "Rothosen", dass Mittelfeldmann Thiago Neves, der zuletzt durch einen Magen-Darm-Virus geschwächt war, wieder fit ist. Nigel de Jong, der nach überstandener Knieverletzung wieder im Kader stehen sollte, fällt für das Spiel gegen Berlin nun doch aus. Im Abschlusstraining am Freitag hat er sich in einem Zweikampf eine Blessur am vorab verletzten Knie zugezogen und ist nicht mit in die Hauptstadt gereist.

In Berlin hofft HSV-Trainer Martin Jol endlich wieder auf ein Erfolgserlebnis in der Fremde, nachdem es in Hannover und Hoffenheim jeweils eine 0:3-Schlappe gab. "Wir sind auswärts nicht so schlecht, haben bereits gute Spiele gezeigt. Insgesamt haben wir von 17 Spielen nur drei verloren", macht der Niederländer seinem Team Mut.


1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg

"Wir haben 70 Minuten lang das Spiel diktiert und müssen den Platz als Verlierer verlassen. Mit derartigen Niederlagen kann ich mich nur schwer abfinden", ist Ralf Rangnick noch immer mit der Niederlage in Berlin beschäftigt. Gegen Wolfsburg soll Hoffenheim so etwas nicht noch einmal passieren.

Da trifft es sich gut, dass der 50-jährige Trainer gegen Wolfsburg, das laut Rangnick "eine bemerkenswerte Qualität in der Offensive" besitzt, wieder auf drei zuletzt verletzte Spieler zurückgreifen kann. Sowohl Christoph Janker (Knieverletzung) als auch Tobias Weis (Zehenbeschwerden) und Andreas Ibertsberger (Muskelverletzung) kehren in den Kader zurück.

Auch auswärts endlich mal Erfolg!

Während Hoffenheim am vergangenen Wochenende eine Niederlage einstecken musste, gehen die "Wölfe" mit einem Sieg gegen Cottbus in der Liga und Heerenveen im UEFA-Pokal selbstbewusst in die Begegnung. Allerdings ist der VfL in dieser Saison auswärts noch ohne "Dreier", was sich laut Defensivallrounder Sascha Riether nun jedoch ändern soll: "Wir wollen auch auswärts endlich mal was holen und in Hoffenheim gewinnen."

Personell findet VfL-Trainer Felix Magath derzeit eine traumhafte Situation vor. Für das Spiel gegen den Aufsteiger in Mannheim sind alle Spieler einsatzbereit.


Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt

"Es wird dringend Zeit", sagt Trainer Jürgen Klopp und meint damit den zweiten Heimerfolg für Borussia Dortmund in dieser Saison. Der wäre auch nötig, wenn der BVB weiter an den europäischen Plätzen schnuppern möchte. Damit Dortmund den Anschluss nicht verliert, fordert Klopp, dass sein Team "an die guten Phasen aus dem Hamburg-Spiel anknüpfen muss".

Doch der Trainer muss für das Eintracht-Spiel umstellen. Diego Klimowicz fällt wegen eines Muskelfaserrisses aus und Robert Kovac ist wegen einer Rot-Sperre zum zuschauen verdammt. Dafür ist Angreifer Nelson Valdez seit Mittwoch wieder voll im Training und selbst ein Einsatz von Sturmkollege Alexander Frei ist nicht ganz ausgeschlossen.

Eintracht vertraut Auswärtsstärke

Bei Eintracht Frankfurt stellt sich das Team von alleine auf - leider jedoch aus wenig positiven Gründen. Durch den Mittelfußbruch von Ümit Korkmaz ist das Lazarett von Trainer Friedhelm Funkel auf neun Spieler angewachsen. Hinzu kommt noch das Fehlen von Patrick Ochs, der seine Gelb-Sperre absitzt.

Dennoch sieht Funkel dem Spiel im Signal Iduna Park positiv entgegen: "Wir vertrauen in erster Linie unserer Auswärtsstärke (acht von 13 Punkten, Anm. d. Red.), die wir bisher überall in dieser Saison gezeigt haben. Wir haben zwar Respekt vor der Borussia, aber wir werden auch dort alles Mögliche dafür tun, um etwas Zählbares mit nach Hause zu holen."


VfB Stuttgart - Arminia Bielefeld

Gegen Arminia Bielefeld will der VfB Stuttgart nach zuletzt zwei sieglosen Spiele in Folge endlich wieder einen "Dreier" einfahren. "Wir müssen gewinnen, weil wir zu wenige Punkte haben und in der Tabelle wieder in freundlichere Regionen kommen wollen", gab Armin Veh die Marschrichtung für Samstag vor.

Dabei kann der Trainer der Schwaben wieder auf Innenverteidiger Serdar Tasci zurückgreifen. Fraglich ist der Einsatz von Torjäger Mario Gomez, der im Training umgeknickt ist. Veh geht aber davon aus, "dass er spielen kann". Vorerst geschont werden die noch nicht wieder zu 100 Prozent fitten Yildiray Bastürk und Khalid Boulahrouz.

Mai-Leistung wiederholen

Auf die Reise zum VfB Stuttgart blickt Arminen-Coach Michael Frontzeck mit gemischten Gefühlen zurück. Positiv ist die Erinnerung an das 2:2 im Mai und den damit verbundenen Klassenerhalt, negative Gedanken gibt es beim Ausscheiden aus dem DFB-Pokal im September durch ein 0:2.

Das soll am Samstag anders werden, wie schon ein Blick auf den Kader beweist. Vor zwei Monaten fehlten Artur Wichniarek und Rüdiger Kauf noch, diesmal sind sie dabei, wie auch Michael Lamey, der nach überstandener Bauchmuskelzerrung ins Team zurückkehrt. Verzichten muss Frontzeck unter anderem auf den Rot-gesperrten Robert Tesche sowie auf Nico Herzig, der am vergangenen Wochenende seine fünfte Gelbe Karte sah.


Energie Cottbus - Karlsruher SC

"Dieses Spiel ist sehr, sehr wichtig, keine Frage", sagt Energie-Trainer Bojan Prasnikar vor dem Spiel gegen den KSC. Kein Wunder, wartet der Club aus der Lausitz doch immer noch auf den ersten Heimsieg der Saison. Was Energie dafür tun muss, weiß der Slowene ganz genau: "Die Mannschaft, die weniger Fehler macht, hat gute Chancen zu gewinnen."

In der Offensive kann Prasnikar wieder mit Ivica Iliev und Stiven Rivic planen. Fraglich ist allerdings Mittelstürmer Dennis Sörensen, der Rückenprobleme hat. Defensiv wird der Coach wahrscheinlich umstellen müssen. Stanislav Angelov ist ebenso wenig einsatzbereit wie Mario Cvitanovic, der noch immer an einer Fußprellung laboriert.

Endlich Punkte in der Lausitz?

In Karlsruhe ist man nach dem 3:3 gegen Leverkusen froh, die Talfahrt der vergangenen Wochen vorerst gestoppt zu haben. Mit einem Sieg in Cottbus könnten die Badener sogar wieder den Sprung ins untere Mittelfeld schaffen. Doch das dürfte nicht ganz so einfach werden. Bisher reiste der KSC fünf Mal nach Cottbus - Punkte brachte er jedoch nie mit nach Hause.

Das soll sich dieses Mal jedoch ändern. So kehrt Kapitän Maik Franz aller Voraussicht nach in die Startelf zurück und könnte in der KSC-Defensive wieder für mehr Stabilität sorgen. Offensiv sollte es im Team von Edmund Becker keinerlei Veränderung geben.


Bayer Leverkusen - Schalke 04

HIER finden Sie eine ausführliche Vorschau zur Partie Bayer Leverkusen gegen Schalke 04.