
Tottenham setzt sich gegen dezimiertes Dortmund durch
Tottenham Hotspur besiegt Borussia Dortmund am 7. Spieltag der Champions League mit 2:0 (2:0). Cristian Romero (14.) und Dominic Solanke (37.) erzielten die Tore für die Spurs. Daniel Svensson (26.) sah nach VAR-Überprüfung die Rote Karte. Die Gäste aus Dortmund zeigten nach der Pause eine Leistungssteigerung, blieben aber ohne Torerfolg. So steht in der kommenden Woche ein packendes Finale gegen Inter Mailand um den Einzug in die Top acht an.
Sowohl Tottenham als auch Borussia Dortmund standen vor dem Anpfiff mit jeweils elf Punkten nach sechs Spielen gleichauf in der Tabelle.
Während der BVB am Wochenende einen knappen Sieg gegen St. Pauli durch einen späten Elfmeter von Emre Can feiern konnte (3:2), steckten die Spurs in einer Formkrise. Das Team von Thomas Frank rangierte nach einer 1:2-Niederlage gegen West Ham nur auf Platz 14 der Premier League.
Besonders prekär: Dem Gastgeber standen aufgrund zahlreicher Verletzungen nur elf Profispieler zur Verfügung. Trotzdem hatten die Londoner bisher alle drei Champions-League-Heimspiele ohne Gegentor gewonnen.
Spurs dominieren die Anfangsphase
Von Beginn an setzten die Hausherren Dortmund unter Druck. Der Ex-Leipziger Xavi Simons und seine Teamkollegen pressten hoch und erzwangen frühe Ballverluste. Der BVB fand zunächst kaum ins Spiel und hatte Mühe, sich aus dem eigenen Drittel zu befreien.
In der 6. Minute war es Nico Schlotterbeck, der eine gefährliche Flanke von rechts vor Simons klären musste. Auch in der Folge blieben die Spurs dominant und wurden in der 14. Minute belohnt: Nach einer Ecke kam Wilson Odobert im Strafraum an Julian Brandt vorbei und flankte flach ins Zentrum, wo Cristian Romero aus sechs Metern zur Führung einschoss.
Platzverweis als Wendepunkt
Die Ausgangslage verschlechterte sich für die Gäste in der 26. Minute dramatisch. Daniel Svensson grätschte nach dem Ball, traf diesen zwar minimal, erwischte dann aber mit den Stollen Odobert unterhalb des Knies.
Schiedsrichter Glenn Nyberg konsultierte nach VAR-Intervention den Bildschirm am Spielfeldrand und zeigte dem Schweden die Rote Karte. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung aufgrund des gefährlichen Einsteigens. Der BVB musste fortan mit zehn Mann auskommen und stellte auf eine Viererkette um.
Solanke macht den Deckel drauf
In Unterzahl geriet Dortmund zunehmend unter Druck. Die Spurs kontrollierten das Spielgeschehen und erhöhten in der 37. Minute auf 2:0. Erneut ging es über die rechte Seite, wieder war es Odobert, der eine flache Flanke in den Strafraum spielte. Am Fünfmeterraum beförderte Dominic Solanke den Ball mit etwas Glück per Hacke und mithilfe des Innenpfostens ins Tor.
Bis zur Pause hätte Tottenham das Ergebnis sogar noch ausbauen können, aber Simons (39.) und Odobert (42.) vergaben weitere Chancen.
Dortmund steigert sich nach der Pause
Niko Kovač reagierte zur Pause und brachte mit Julian Ryerson für Brandt und Emre Can für Serhou Guirassy zwei defensiv orientierte Spieler. Der BVB wurde in der zweiten Halbzeit besser und hatte sogar mehr Spielanteile als die Gastgeber. In der 50. Minute verfehlte Ryerson mit einem Freistoß den Kasten von Guglielmo Vicario knapp.
Kobel verhindert höhere Niederlage
Trotz der numerischen Unterlegenheit kämpfte sich Dortmund ins Spiel zurück, ohne jedoch zwingend zu werden. In der 73. Minute wurde Romero nach einer Ecke wieder gefährlich, sein Kopfball ging jedoch an den Außenpfosten.
Auf der Gegenseite hatte der eingewechselte Randal Kolo Muani die Chance auf das 3:0, scheiterte aber an Gregor Kobel, der mit dem Rauslaufen gezögert hatte (78.). Die beste Gelegenheit für die Gäste ergab sich in der Nachspielzeit, als Schlotterbecks Kopfball nach einem Freistoß von Ryerson von Vicario mit einer Hand über die Latte gelenkt wurde (90.+1). Am Ende blieb es beim verdienten 2:0-Erfolg für Tottenham.
Endspiel gegen Inter Mailand
Dortmund steht durch die Pleite in London vor dem letzten Spieltag in der Champions League weiter bei elf Punkten.
Für den BVB steht in der kommenden Woche ein packendes Finale gegen Inter Mailand an, in dem es um den Einzug in die Top acht geht. Sollte dieser verpasst werden, müssten die Schwarz-Gelben den Umweg über die Playoffs nehmen, um das Achtelfinale zu erreichen.
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