In Frankreich geboren, Nationalspieler Senegals und bei Tabellenführer 1899 Hoffenheim ein Stürmer mit eingebauter Torgarantie: Das ist Demba Ba.

Vor einem Jahr wechselte der Angreifer aus Belgien in die kleinste Bundesligastadt. Mit 12 Toren schoss er Hoffenheim in der vergangenen Spielzeit in die Bundesliga. Und auch in seinem ersten Bundesligaspiel in Cottbus traf er gleich.

Im Interview mit bundesliga.de spricht der 23-Jährige über sein erstes Bundesligator, das Besondere an Hoffenheim und seinen großen Traum.

bundesliga.de: Demba Ba, wie fühlt es sich an, jetzt in der Bundesliga zu spielen?

Demba Ba: Es ist ein großer Unterschied zur 2. Bundesliga und zur Liga in Belgien und schwer hier zu bestehen. Ich bin sehr, sehr froh, dabei zu sein.

bundesliga.de: Sie haben gleich in Ihrem ersten Bundesligaspiel ein Tor erzielt. Haben Sie die Szene noch vor Augen?

Ba: Es war ein herrlicher Pass von Ibisevic und dann kommt mein Lieblingsball. Ähnlich wie Thierry Henry habe ich die Innenseite weit aufgemacht und es hat gut funktioniert.

bundesliga.de: Sie kamen vor einem Jahr aus Belgien nach Hoffenheim in die 2. Bundesliga. Hatten Sie gleich mit dem Aufstieg gerechnet?

Ba: Der Aufstieg war auch ein Grund, warum ich nach Hoffenheim gekommen bin. Ich habe damit schon gerechnet und es erwartet, dass wir gleich aufsteigen. Genau darüber hatte ich vor meiner Verpflichtung auch schon mit dem Trainer gesprochen.

bundesliga.de: Wie war eigentlich die Aufstiegsfeier im Mai mit Hoffenheim?

Ba: Das ist etwas Einzigartiges, etwas Hervorragendes - das muss man einfach erlebt haben.

bundesliga.de: Wie erklären Sie in Ihrer Heimat die Stadt und den Verein Hoffenheim?

Ba: Es gibt in Frankreich ein ähnliches Beispiel aus der Vergangenheit. Ein kleines Dorf, eine kleine Stadt in der Bretagne namens Gaingon hat auch den Sprung in die 1. Liga geschafft. Außerdem ist es hier bestimmt von der Arbeitsweise oft professioneller ist als in anderen Clubs.

bundesliga.de: Ihr Trainer Ralf Rangnick hat gesagt, die Hoffenheimer sind die Exoten und wollen bewusst anders sein. Stimmt das und wie exotisch ist Hoffenheim?

Ba: Der größte Unterschied für mich ist das sehr, sehr junge Durchschnittsalter. Alle sind sehr jung, sehr talentiert und wollen beweisen, dass wir noch besser werden wollen. Das macht uns schon sehr anders.

bundesliga.de: Woher kommt eigentlich die Idee, nach Toren an der Eckfahne zu tanzen?

Ba: Das kommt natürlich aus Afrika. Dort liebt es einfach jeder zu tanzen.

bundesliga.de: Tanzen Sie privat auch gerne?

Ba: Na, das kommt ganz drauf an.

bundesliga.de: Worauf?

Ba: Es hängt ganz von der Stimmung ab. Wenn ich mich wohlfühle, wenn ich mich gut fühle, dann tanze ich privat und auch in der Öffentlichkeit.

bundesliga.de: Sie sind ein Mann, der scheinbar ständig gut gelaunt ist und lacht. Woher kommt ihre permanent gute Laune?

Ba: Die kommt natürlich auch aus Afrika. Ich habe es einfach gerne, egal wo ich hinkommen, wenn eine gute Stimmung und gute Laune da ist.

bundesliga.de: Hoffenheim hat eine sehr junge Mannschaft. Sie sind auch erst 23, was kann hier noch passieren?

Ba: Das Wichtigste wird sein, dass die Mannschaft zusammenbleibt, und dass all die guten Einzelspieler davon überzeugt werden hier zu bleiben, damit alle immer besser werden und dann werden wir irgendwann auch die Großen in der Meisterschaft ärgern können.

bundesliga.de: Spielt Hoffenheim auch im nächsten Jahr in der Bundesliga und wenn ja, warum?

Ba: Ich bin sicher, dass wir in der Bundesliga bleiben. Es wird sich auszeichnen, dass wir gute Arbeit leisten. Deshalb wird das gar keine Frage sein.

bundesliga.de: Welche Ziele haben sie für die Saison. Vielleicht Torschützenkönig werden?

Ba: Das wäre natürlich ein Traum, wenn das Wirklichkeit werden würde!