Schlussspurt in der Vorbereitung: Fünf Mal Bundesliga gegen 2. Bundesliga hieß es am Samstag (24. Januar). bundesliga.de fasst die ligaübergreifenden Begegnungen zusammen.

FC St. Pauli - VfL Wolfsburg 0:3 (0:1)

Der VfL Wolfsburg hat sein letztes Testspiel der Wintervorbereitung gewonnen. Die Magath-Elf siegte beim Zweitligisten FC St. Pauli durch Tore von Grafite (44., 55.) und Alexander Esswein mit 3:0.

Die Wolfsburger begannen druckvoll und kamen bereits in der 3. Minute zur ersten guten Gelegenheit - Sascha Riether traf die Latte. Auch in der Folgezeit beherrschten die "Wölfe" das Spielgeschehen, ohne sich allerdings klare Chancen zu erarbeiten. Auffälligster Akteur in der Anfangsphase war VfL-Spielmacher Zvjezdan Misimovic. In der 26. Spielminute hatte Grafite, der nach seiner Sperre wieder spielberechtigt war, die Führung auf dem Fuß. Seinen Schuss aus sieben Metern parierte St. Pauli-Keeper Mathias Hain in höchster Not per Fußabwehr.

Esswein setzt Schlusspunkt

Kurz vor dem Halbzeitpfiff die verdiente Führung für den VfL: Grafite setzte sich im Alleingang durch und konnte den Ball an Hain vorbei zum 1:0 ins Tor spitzeln (44.). Nur Sekunden später hätte Riether sogar noch auf 2:0 erhöhen können, verfehlte jedoch knapp.

Nachdem St. Pauli zu Beginn der zweiten Hälfte zunächst mehr Druck gemacht hatte, gelang den "Wölfen" in der 55. Minute das 0:2. Nach einem Zuspiel von Gentner schob Grafite mit viel Übersicht aus elf Metern ein (55.). Die Gastgeber drängten weiter auf einen Treffer, doch die Wolfsburger konnten dem Druck standhalten. Bis zum Abpfiff passierte auf beiden Seiten nicht mehr viel. Den Schlusspunkt setzte Alexander Esswein mit seinem Treffer zum 3:0-Endstand.

Wolfsburg: Benaglio - Riether (46. Pekarik), Simunek, Barzagli, Schäfer - Josué (46. Gentner) - Hasebe, Zaccardo - Misimovic (72. Alvim) - Okubo (46. Dzeko), Grafite (68. Esswein).

Tore: 0:1 Grafite (44.), 0:2 Grafite (55.), 0:3 Esswein


SpVgg Greuther Fürth - Eintracht Frankfurt 1:3 (0:2)

Die Generalprobe vor dem Rückrundenstart ist Eintracht Frankfurt geglückt: Beim Aufstiegsaspiranten der 2. Bundesliga, der SpVgg Greuther Fürth, gewann das Team von Trainer Funkel nach einer über weite Strecken überzeugenden Leistung mit 3:1 (2:0).

Die Führungstreffer für die Hessen erzielte der wieder genesene Mittelfeldmann Alexander Meier, jeweils nach schöner Vorarbeit von Benjamin Köhler und sorgte damit früh für klare Verhältnisse (10., 14.). Auf Seiten der Franken kamen Ivo Ilicevic (12.) und Thorsten Burkhardt (19.) zu guten Gelegenheiten, doch Eintracht-Keeper Markus Pröll war beide Male zur Stelle. Meier hätte auf Seiten der Hessen vor der Pause gar noch auf 3:0 erhöhen können, scheiterte aber nach gut einer halben Stunde an Torwarte Stephan Loboué (33.).

Ehrentreffer kurz vor Schluss

Im zweiten Abschnitt begannen die Hausherren besser und waren sichtlich gewillt, in die Parte zurück zu kommen, erspielten sich gegen die gut organisierte Frankfurter Hintermannschaft allerdings keine nennenswerten Torchancen. Schließlich war es die Eintracht, die nach 68 Minuten für die Entscheidung sorgte: Neuzugang Leonard Kweuke erzielte mit einem Abstauber aus sieben Metern sein viertes Tor der Vorbereitung und machte mit dem 3:0 alles klar. Greuther Fürth kam kurz vor Schluss immerhin zum Ehrentreffer: Der eingewechselte Aleksandar Kotuljac erzielte das 1:3 (89.).

Fürth: Loboué - Schröck (46. Felgenhauer), Mauersberger, Meichelbeck, Voigt (46. Haas) - Takyi (46. Kotuljac), Ilicevic (77. Caligiuri), Burkhardt, Rahn (71. Langen) - Reisinger (71. Cidimar), Allagui (46. Sararer).

Frankfurt: Pröll - Ochs, Chris, Vasoski (66. Bellaid), Petkovic (66. Krük) - Mahdavikia (46. Steinhöfer), Fink, Meier (46. Caio), Köhler (66. Ljubicic) - Kweuke, Liberopoulos (66. Tsoumou).

Tore: 0:1 Meier (10.), 0:2 Meier (14.), 0:3 Kweuke (68.), 1:3 Kotuljac (89.)


Alemannia Aachen - Hannover 96 3:2 (2:1)

Trotz zweier Treffer von Arnold Bruggink (40., 88.) mussten die Kicker von Hannover 96 im letzten Test vorm Rückrundenstart eine 2:3 (1:2)-Niederlage beim Tabellenfünften der 2. Bundesliga, Alemannia Aachen, hinnehmen. Für die Gastgeber trafen Szilard Nemeth (7.) sowie zweimal Benjamin Auer (23., 54.).

Alemannia Aachen erwischte den besseren Start und strafte den Bundesligisten für verschlafene 20 Anfangsminuten. Mit zwei schnellen Direktkombinationen hebelte das Team von Trainer Jürgen Seeberger aus. Die Angreifer Szilard Nemeth (7.) und Benjamin Auer (23.) bewiesen aus sechs Metern bzw. von der Strafraumgrenze Éffizienz im Abschluss. Der kaum geprüfte Robert Enke blieb chancenlos.

Forssell vergibt Chance zum 2:2

Nach einem verwandelten Freistoß von Bruggink (40.) ging ein Ruck durch das Team. Hannover verpasste in der Schlussminute der ersten Hälfte durch Forssell den möglichen Ausgleich. Der Finne köpfte alleinstehend knapp am linken Pfosten vorbei.

Kaltschnäuziger im Abschluss blieb die Alemannia auch nach Wiederanpfiff, als Benjamin Auer eine fast identische Szene wie beim 2:0 nach Vorarbeit des eingewechselten Holtby zu seinem zweiten Treffer nutzte (54.). Zu spät machte es Arnold Bruggink mit seinem zweiten Erfolgsserlebnis wieder spannend: Der Holländer versenkte das Leder am linken Pfosten stehend nach guter Vorarbeit des eingewechslten Youngsters Schmiedebach (88.). Die Niederlage bei der Bundesliga-Generalprobe konnte er damit aber nicht verhindern.

Aachen: Stuckmann - Achenbach (72. Brinkmann), Polenz, Szukala, Vukovic (72. Casper) - Fiel (65. Lagerblom), Lehmann, Milchraum (46. Holtby), Seitz (65. Müller) - Auer (65. Daun), Nemeth (82. Lasnik)

Hannover: Enke - Pinto, Eggimann (77. Balogun), Fahrenhorst (46. C. Schulz), Tarnat - Balitsch (46. B. Schulz), Bruggink, Rosenthal (46. Zizzo), Huszti (59. Rausch) - Hanke (77. Schmiedebach), Forssell

Tore: 1:0 Nemeth (7.), 2:0 Auer (23.), 2:1 Bruggink (40.), 3:1 Auer (54.), 3:2 Bruggink (88.)


VfL Osnabrück - Arminia Bielefeld 0:5 (0:4)

Bundesligist Arminia Bielelfeld hat mit einem Schützenfest beim VfL Osnabrück eine Woche vor Rückrunden-Start für Aufsehen gesorgt. Die Elf von Trainer Michael Frontzeck triumphierte klar mit 5:0 (4:0).

Bereits die erste Halbzeit wurde von Arminia eindeutig dominiert. Zwei frühe Tore durch Chris Katongo in der 6. Minute (nach Doppelpass mit Munteanu) und Michael Lamey in der 10. Minute, als er den Ball nach einem schnellen Konter und einer flachen Hereingabe von Artur Wichniarek am langen Pfosten über die Linie drückte, brachten den DSC frühzeitig auf die Siegerstraße.

Arminia agiert gefälliger

Während die Hausherren im ersten Durchgang in der Offensive lediglich zu zwei mehr oder weniger nennenswerten Situationen kamen, agierte der Bundesligist weiter gefällig und gefährlich. Oliver Kirch kam in der 41. Minute in Höhe der Mittellinie an den Ball, trieb das Leder nach vorne und verwandelte schließlich überlegt aus sieben Metern zum 0:3. Den Halbzeitstand stellte schließlich erneut der sehr agile und gefährliche Christopher Katongo her. Artur Wichniarek eroberte bei einem Klärungsversuch der Hausherren den Ball und bediente den Sambier, der aus kurzer Distanz einschob.

Auch nach dem Wechsel schaltete Arminia zunächst nicht zurück. In der 58. Minute gelang Katongo, bei einer Körpergröße von 1,69 Meter nicht eben als Kopfballungeheuer verschrieb, nach einem Eckball von Thorben Marx und anschließender Verlängerung durch Michael Lamey das 0:5. Danach verpasste zweimal der eingewechselte Berat Sadik das halbe Dutzend. Sowohl sein Flachschuss von der Strafraumgrenze (63.) als auch sein Kopfball nach einer Halfar-Ecke verfehlten das Gehäuse von Stefan Wessels knapp.

Bielefeld: Eilhoff - Lamey (78. Kerr), Mijatovic, Bollmann (62. Herzig), Kucera - Kauf (78. Laas), Marx (78. Janjic), Kirch, Munteanu (62. Kamper) - Katongo (62. Halfar), Wichniarek (62. Sadik)

Tore: 0:1 Katongo (6. Min), 0:2 Lamey (10. Min), 0:3 Kirch (41. Min), 0:4 Katongo (44.), 0:5 Katongo (58.).


Karlsruher SC - 1. FC Nürnberg 3:2 (1:1)

Im letzten Vorbereitungsspiel hat der KSC einen 3:2-Erfolg gegen Zweitligist 1. FC Nürnberg gefeiert. Gegen die in der Anfangsphase aggressiv auftretenden Gäste fand der KSC zunächst kein adäquates Mittel und musste zudem nach nur sechs Minuten das 0:1 hinnehmen. Markus Miller konnte einen Kopfball von Mike Frantz nach einem Freistoß der Franken zunächst noch gegen den Pfosten lenken, im Nachsetzen brachte Frantz den Ball dann jedoch hinter die Linie.

Die erste Chance für die Gastgeber ergab sich erst nach 23 Minuten: Christian Timm hatte nach einer Mutzel-Flanke allerdings Pech und köpfte die Kugel nur gegen den Pfosten. Der KSC wurde im Anschluss etwas besser und nutzte die sich bietenden Räume. Nachdem FCN-Keeper Raphael Schäfer einen Schuss von Lars Stindl nur abprallen ließ, schoss Christian Timm den Ball zum 1:1in die Maschen (35.).

"Doppelschlag" binnen drei Minuten

Nach der Pause kam der KSC immer besser ins Spiel und ging durch Giovanni Federicos Treffer in der 61. Minute auch zur Führung. Für den Höhepunkt des Tages sorgte kurz darauf Stindl, als er eine Flanke von Timm direkt abnahm und zum 3:1 ins Tor hämmerte (64.). Die Franken kamen in der gesamten zweiten Hälfte nur einmal vor das Tor der KSC, wobei Marcel Risse den 3:2-Endstand (82.) erzielte.

Karlsruhe: Miller - Celozzi (46. Görlitz), Sebastian (71. Stoll), Buck, Carnell (46. Eichner) - Mutzel (76. Porcello), Engelhardt (60. Staffeldt) - Timm (71. Kapllani), Federico, Stindl (76. Iashvili) - Kennedy (46. Freis)

Nürnberg: Schäfer - Diekmeier (71. Reinhardt), Maroh, Pinola (60. Reinartz), Judt (71. Bieler) - Kluge, Mnari (71. Perchtold) - Mintal (71. Risse), Frantz (60. Gygax) - Boakye, Eigler (60. Charisteas)

Tore: 0:1 Frantz (6.), 1:1 Timm (35.), 2:1 Federico (61.), 3:1 Stindl (64.), 3:2 Risse (82.)