Führender in der Torschützenliste und bester Joker der Liga: Paco Alcacer hat einen echten Lauf - © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA / Thomas Eisenhuth
Führender in der Torschützenliste und bester Joker der Liga: Paco Alcacer hat einen echten Lauf - © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA / Thomas Eisenhuth
Bundesliga

Dank Alcacer, Duda & Co.: So viele Tore in der Bundesliga wie lange nicht mehr

Köln - Borussia Dortmund grüßt von der Tabellenspitze, gleichzeitig hat der BVB mit bereits 23 Toren auch die meisten Treffer aller Bundesligisten an den ersten sieben Spieltagen erzielt. Damit hat Schwarz-Gelb entscheidenden Anteil am Tor-Boom, den die Liga derzeit erlebt.

Video: Jacob Bruun Larsen erzielt das Top-Tor im September

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Allen voran Dortmunds Shootingstar Paco Alcacer, der in seinen drei Kurzeinsätzen bereits sechs Mal knipste und damit die Torjägerliste vor Ondrej Duda von Hertha BSC und Alassane Plea von Borussia M'gladbach (je fünf Tore) anführt, hat entscheidenden Anteil an der Torflut in der Bundesliga. Augsburgs Alfred Finnbogason, Timo Werner und Yussuf Poulsen von RB Leipzig sowie der Herthaner Vedad Ibisevic und Dortmunds Marco Reus folgen mit je vier Toren direkt dahinter. Es rappelt derzeit im Karton - und zwar so häufig wie lange nicht mehr!

Video: Die Top-Joker der Bundesliga

An den ersten sieben Spieltagen dieser Saison fielen insgesamt 189 Tore. Das sind 35 mehr als zum gleichen Zeitpunkt der letzten Saison. Erstmals seit der Saison 2013/14 fielen durchschnittlich wieder mindestens drei Tore pro Bundesliga-Spiel an den ersten sieben Spieltagen. In diesem Jahrtausend fielen überhaupt nur in vier Spielzeiten an den ersten sieben Spieltagen mehr Treffer als 2018/19.

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Die Bundesliga macht derzeit einfach Spaß - und das nicht allein aufgrund der Flut an Treffern, sondern auch aufgrund ihrer Schönheit. Zum Beispiel der von Dortmunds Youngster Jacob Bruun Larsen, der erst kürzlich zum Top-Tor im September gewählt worden ist (siehe Video). Auch Finnbogasons Treffer mit der Hacke gegen Freiburg, Arjen Robbens Volley-Kracher gegen Leverkusen oder Axel Witsels Fallrückzieher am ersten Spieltag gegen Leipzig konnten sich sehen lassen.

Video: Gikiewicz trifft sensationell in der Nachspielzeit

Die vielen Tore sind aber auch den Jokern zu verdanken: 41 Jokertore an den ersten sieben Spieltagen einer Bundesliga-Saison gab es nie zuvor. Letzte Saison waren es zum gleichen Zeitpunkt nur 17 Treffer durch Einwechselspieler. Auch diese Statistik führt Alcacer an, schließlich kam er bei allen seiner sechs Buden zunächst von der Bank ins Spiel. Sein Mitspieler Jadon Sancho ist übrigens auch ein Edeljoker. Er kam sechs Mal als Joker rein, erzielte dabei zwar nur ein Tor, erarbeitete sich aber fünf Assists. Hinzu kommt eine Vorlage aus dem Spiel gegen Augsburg, in dem er von Beginn an ran durfte.

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Zudem wurden bislang schon 28 Weitschusstore erzielt, das sind acht mehr als 2017/18 nach sieben Spieltagen und die meisten der vergangenen sieben Jahre zum gleichen Zeitpunkt. Und der Torrausch setzt sich sogar in der 2. Bundesliga fort. Dort fielen 2018/19 zwar genauso viele Tore an den ersten neun Spieltagen, wie letzte Saison (236). Mehr Tore gab es zum selben Zeitpunkt allerdings letztmals vor zehn Jahren (2008/09, 267 Tore). Auch in der 2. Bundesliga treffen die Joker nach Belieben (46 Jokertore). So viele waren es dort seit 1992 nie zuvor. Und selbst einer der wohl kuriosesten Treffer der laufenden Spielzeit fiel im Unterhaus.

Es lief bereits die Nachspielzeit am 9. Spieltag der 2. Bundesliga 2018/19 bei der Partie 1. FC Union Berlin gegen den 1. FC Heidenheim, als Union-Keeper Rafal Gikiewicz beim vermeintlich letzten Freistoß seinen Kasten verließ, nach vorne stürmte und nach einer mustergültigen Vorarbeit von Sebastian Andersson per Kopf zum 1:1-Endstand einköpfte. Gikiewicz ist erst der zwölfte Torwart der Geschichte, dem dieses Kunststück in der Historie der Bundesliga und der 2. Bundesliga gelang.

Dennis-Julian Gottschlich (Daten: deltatre)