Köln - Erst acht Spieltage sind in der neuen Saison absolviert, doch schon etliche Rekorde wurden pulverisiert. Kein Spieltag vergeht, an dem nicht eine neue Bestmarke aufgestellt wird. bundesliga.de hat zusammengestellt, welche neuen Bestleistungen ab sofort in den Geschichtsbüchern der Bundesliga auftauchen.

1. und 2. Spieltag: Schnellstes Tor durch Volland

Stefan Kießling und Klaas-Jan Huntelaar trafen als erste Bundesliga-Spieler der Historie vier Spielzeiten hintereinander am ersten Spieltag. Das 5:0 der Bayern gegen den Hamburger SV am ersten Spieltag war der höchste Auftaktsieg in einem offiziellen Eröffnungsspiel.

Das Tor von Kevin Volland gegen die Bayern war das 48.683. Tor der Bundesliga-Geschichte – ein schnelleres gab es nie. Karim Bellarabi traf, wie Kevin Volland, auch nach neun Sekunden (am 23. August 2014, also fast auf den Tag genau ein Jahr zuvor).

3. Spieltag: Mutos Doppelpack

Yoshinori Muto traf bereits in seinem dritten Bundesliga-Spiel doppelt, so schnell schaffte das vor ihm kein Japaner (insgesamt war er der 16. Japaner, der ein Bundesliga-Tor erzielt hat).

Der FC Ingolstadt feierte im zweiten Auswärtsspiel der Saison den zweiten Sieg. Der bisher einzige Bundesliga-Neuling, dem dieses Kunststück gelungen war, war Fortuna Düsseldorf im Jahre 1966.

4. Spieltag: Huntelaars vierte Elfer-Fahrkarte in Serie

Dortmund benötigte schon den besten Start der Bundesliga-Geschichte (vier Siege und 15:3 Tore), um die Tabellenführung gegen Bayern zu verteidigen. Bayern gewann die letzten 41 Bundesliga-Spiele, in denen Thomas Müller Tore erzielte. Er stellte damit den Bundesliga-Rekord von Franck Ribery ein. Der FC Bayern München hat erstmals unter Pep Guardiola die ersten vier Saisonspiele gewonnen.

Klaas-Jan Huntelaar verschoss gegen Mainz seinen vierten Bundesliga-Strafstoß in Folge und stellte damit den ewigen Negativrekord von Nuri Sahin, Marko Pantelic und Bruno Labbadia ein.

5. Spieltag: Ingolstadt feiert dritten Auswärtssieg

Ingolstadt gewann als erster Aufsteiger die ersten drei Auswärtsspiele einer Saison. Der FCI war nach Fortuna Düsseldorf erst der zweite Aufsteiger, der die ersten drei Auswärtsspiele einer Saison ohne Gegentor überstand; die Rheinländer stiegen 2012/13 dann aber trotzdem ab. Mit Stuttgart und Mönchengladbach verloren erstmals in einer Saison gleich zwei Teams die ersten fünf Spiele.

Fünf Siege und 18:3 Tore; nie zuvor startete ein Bundesliga-Team so gut wie die Dortmunder. Erstmals in der Bundesliga-Historie starteten in einer Saison zwei Teams mit jeweils fünf Siegen an den ersten fünf Spieltagen (BVB und FCB).

6. Spieltag: Die große Lewandowski-Show

Der große Tag des Robert Lewandowski, der die Rekorde nur so purzeln ließ: Der schnellste Hattrick, Vierer- und Fünferpack der Bundesliga, zudem traf er als erster Joker mehr als drei Mal (fünf Mal). Am 6. Spieltag gab es dank Lewandowski insgesamt acht Jokertore. Nie waren es in der Bundesliga-Geschichte mehr an einem Spieltag.

Zum sechsten Mal hatten die Bayern in der Bundesliga die ersten sechs Saisonspiele gewonnen – allen anderen Vereinen zusammen ist das nur zwei Mal gelungen (Kaiserslautern 2001 und Mainz mit Thomas Tuchel 2010).

Wolfsburg verlor zum 14. Mal nacheinander bei den Bayern – in der Bundesliga-Historie kassierte noch nie ein Team mehr Auswärtsniederlagen in Folge bei einem anderen.

7. Spieltag: Auf den Spuren von Gerd Müller

Bayern München gewann die ersten sieben Saisonspiele und kam auf eine Tordifferenz von plus 20 – die beste Bilanz nach sieben Spieltagen in der Bundesliga-Geschichte. Robert Lewandowski erzielte seine Saisontore Nummer neun und zehn. Zehn Tore hatte zuvor nach sieben Runden nur Gerd Müller (1977/78 und 1968/69).

In seinem 168. Bundesliga-Spiel erzielte Robert Lewandowski sein 100. Bundesliga-Tor (und ließ Nummer 101 folgen), keinem ausländischen Spieler gelang das in der Bundesliga-Geschichte so schnell. Nur die sechs Legenden Dieter Müller, Gerd Müller, Lothar Emmerich, Uwe Seeler, Horst Hrubesch und Rudi Völler benötigten weniger Spiele für eine dreistellige Trefferzahl.

Darmstadt blieb erstmals drei Bundesliga-Auswärtsspiele in Folge ungeschlagen. Hannover spielte seit 25 Partien nicht mehr zu null – das war ein neuer Vereinsnegativrekord. Köln blieb im 14. Heimspiel in Folge ungeschlagen (fünf Siege, neun Remis), für den FC war das die beste derartige Serie seit 27 Jahren (damals blieb man unter Christoph Daum sogar 20 Heimspiele in Folge ungeschlagen). Schalke hatte nach sieben Spieltagen bereits 16 Punkte gesammelt, eine bessere Bilanz zu diesem Zeitpunkt hatte Königsblau nur vor 44 Jahren (damals sechs Siege und eine Niederlage).

8. Spieltag: Bayern verbessert Startrekord

Der FC Bayern gewann die ersten acht Saisonspiele, das hatten bisher nur die Münchner selbst in der Triple-Saison 2012/13 unter Jupp Heynckes geschafft (vor drei Jahren betrug die Tordifferenz wie jetzt +24). Da man nun mehr Tore schoss als damals, hatte man die beste Bilanz aller Zeiten nach acht Runden.

Zwölf Tore nach acht Spielen wie jetzt Robert Lewandowski waren bisher nur Gerd Müller 1968/69 und Christian Müller (Köln) 1964/65 gelungen. Neun Tore in drei Bundesliga-Spielen nacheinander wie der Pole schaffte zuvor noch nie ein Spieler! Mit Lewandowski und Aubameyang haben erstmals in der Geschichte zwei Spieler nach acht Runden schon zweistellig getroffen. Sieben Punkte Vorsprung nach acht Spieltagen wie aktuell der FCB hatte zuvor noch nie ein Spitzenreiter. Andre Schubert gewann als erster Trainer von Borussia Mönchengladbach seine ersten drei Bundesliga-Spiele.

Der FC Bayern hat die letzten 42 Bundesliga-Spiele mit Müller-Toren alle gewonnen – neuer Bundesliga-Rekord. Pierre-Emerick Aubameyang hat als erster Spieler der Bundesliga-Historie an den ersten acht Spieltagen immer getroffen und wie sonst nur Klaus Allofs an zehn Spieltagen in Folge.