Köln - Zum Abschluss der Hinrunde kamen am vergangenen Wochenende bereits zahlreiche Winterneuzugänge zum Zug. Neun Hoffnungsträger absolvierten ihr Debüt für ihren neuen Verein. Der Schalker Guido Burgstaller und der Wolfsburger Paul-Georges Ntep hatten dabei entscheidenden Anteil an den Siegen ihrer Clubs. bundesliga.de hat die Neuen genauer unter die Lupe genommen.

Guido Burgstaller (Schalke 04)

Nach den Verletzungen von Klaas Jan Huntelaar, Franco Di Santo und Breel Embolo ist Guido Burgstaller im Sturm von Schalke 04 der große Hoffnungsträger. Und der Österreicher lieferte zum Auftakt gegen den FC Ingolstadt gleich das ab, was man sich von ihm erhofft.

Der Stürmer kam zur zweiten Hälfte, gab noch vier Torschüsse ab (in der Partie kein Spieler mehr) und wurde mit seinem Last-Minute-Treffer zum Matchwinner. Burgstaller steht nun bei 15 Saisontoren (in Bundesliga und 2. Bundesliga zusammen), traf nur in vier seiner 17 Spiele nicht.

Der österreichische Top-Torschütze in Schalkes Bundesliga-Historie heißt übrigens Hans Pirkner, der in den Jahren 1969 und 1970 insgesamt acht Mal erfolgreich war. Es wird Zeit für einen neuen Rekordhalter…

Mergim Mavraj/Kyriakos Papadopoulos (HSV)

Beim Hamburger SV machten die Premieren von Mergim Mavraj und dem für den kurz vor Spielbeginn eingesprungenen Kyriakos Papadopoulos Hoffnung für die Zukunft.

Beide waren mit dafür verantwortlich, dass der VfL Wolfsburg trotz langer Überzahl kaum zu Chancen kam und vor allem Mavraj bestach durch seine Abgeklärtheit. Am Ende kamen die beiden Neuen auf jeweils 60 Prozent gewonnene Duelle.

Thomas Delaney (Werder Bremen)

© imago / DeFodi

Ein positiver Aspekt bei der Niederlage gegen Borussia Dortmund war das gelungene Bundesliga-Debüt von Thomas Delaney. Der im Winter aus Kopenhagen gekommene Mittelfeldspieler war auf Anhieb die zentrale Figur bei Werder und am häufigsten in seinem Team am Ball. Zudem führte Delaney die meisten Zweikämpfe aller Akteure (26, davon 50 Prozent gewonnen) und war auch offensiv ein Faktor (an vier der neun Torschüsse beteiligt).

Auch wenn das Passspiel des Dänen noch zu wünschen übrig ließ (Fehlpassquote von 51 Prozent), deutete sich an, dass Werder mit seiner Verpflichtung einen guten Griff gemacht haben könnte. Delaney war der 31. Spieler, der bei Werder in dieser Saison zum Einsatz kam – noch nie in der Historie hatte eine Mannschaft in einer Hinrunde so viele Akteure aufs Feld geschickt. Die Bremer überboten damit die bisherige Höchstmarke von Felix Magath (Hinrunde 2011/12 beim VfL Wolfsburg: 30 Spieler).

Paul-Georges Ntep/Yunus Malli (VfL Wolfsburg)

Paul-Georges Ntep zeigte bei seinem Bundesliga-Debüt nicht nur bei seinem tollen Antritt samt Torvorlage auf Mario Gomez Qualitäten. Ntep gab zwar selbst keinen einzigen Torschuss ab, sorgte mit seinen Dribblings aber immer wieder für Unruhe.

Unter anderem zog der Franzose den Platzverweis von Albin Ekdal, der sowohl die erste als auch die zweite Gelbe Karte (folglich Gelb-Rot) für Fouls an Ntep gesehen hatte. Yunus Malli war zwar an fünf Torschüssen beteiligt, hatte aber nur eine wirklich gefährliche Szene. Er hat noch Luft nach oben.

Christian Clemens (1. FC Köln)

© imago

Christian Clemens war erst im Winter von Mainz 05 zum 1. FC Köln gewechselt, spielte jetzt gleich an alter Wirkungsstätte. Sein zuvor letztes Spiel für den FC machte er am 19. Mai 2013 in der 2. Bundesliga in Ingolstadt.

Er blieb beim 0:0 wie fast alle seine Mannschaftskollegen unauffällig. Clemens wurde auch wegen seiner Schnelligkeit als Ersatz für Marcel Risse verpflichtet und unterstrich diesen Punkt, indem er die höchste Maximalgeschwindigkeit der Partie erreichte (32,6 km/h).

Neuzugänge auf der Bank

Riechedly Bazoer (Wolfsburg), Timothee Kolodziejczak (Borussia Mönchengladbach) und Dayot Upamecano (Leipzig) sind neu in der Bundesliga, saßen am 17. Spieltag zunächst jedoch nur auf der Bank.

Holger Badstuber und Sidney Sam wechselten innerhalb der Bundesliga. Sie kamen jedoch noch nicht zum Einsatz.