Köln - Am Samstag steigt das 89. Revierderby in der Bundesliga zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04. In der Gesamtbilanz liegt der BVB mit 32:30-Siegen knapp vorne. bundesliga.de hat alle weiteren wichtigen Fakten zum Nachbarschaftsduell zusammengestellt.

BVB führt die Bilanz an: Zum 89. Mal kommt es in der Bundesliga zum Revierderby. In der Bilanz hat Dortmund mit 32 Siegen bei 26 Remis und 30 Niederlagen knapp die Nase vorn.

Remis im Frühling: Das letzte Revier-Derby endete am 10. April mit einem 2:2 auf Schalke. Leroy Sane und Klaas Jan Huntelaar konnten zweimal die Dortmunder Führung durch Shinji Kagawa bzw. Matthias Ginter ausgleichen.

Neun Derbys endeten torlos

BVB zuletzt stark: Dortmund ging durch die letzten beiden Heimsiege in der historischen Bundesliga-Bilanz gegen Schalke in Führung. Der BVB verlor nur eines der letzten sechs Derbys (im September 2014 bei S04).

Strafstoß-Gefahr: Schalke holte in den letzten drei Derbys nur einen Punkt und fing acht Gegentore. Die letzten sechs Derby-Siege feierte Schalke alle mit einem Tor Differenz (zuletzt vier Mal mit 2:1), der letzte Erfolg mit mehr als einem Tor Differenz gelang im August 2007 (4:1 zuhause). Schalke verursachte gegen kein Team mehr Elfmeter als gegen den BVB (14), bekam selbst aber nur sechs zugesprochen.

Video: Fünf Dinge, die Sie zum Derby wissen müssen

Schalkes starke Bilanz in Dortmund

Probleme daheim: So ausgeglichen die Bilanz insgesamt ist, so schlecht ist die Dortmunder Heimstatistik gegen die Knappen in den letzten 17 Jahren. Nur vier Siege konnte der BVB in dieser Zeit feiern, Schalke dagegen sechs. Insgesamt gewann Dortmund 20 von 42 Heimspielen gegen Schalke, es gab 13 Remis und elf Schalker Erfolge.

Meistertraum zerstört: Allerdings ging die vielleicht wichtigste Partie in diesem Zeitraum an die Borussia, als sie 2007 Schalke am vorletzten Spieltag mit 2:0 bezwangen und damit die sicher geglaubte Meisterschaft vermasselten.

Wer führt, gewinnt meistens: Borussia Dortmund ging gegen Schalke 04 in 35 Spielen mit 1:0 in Führung. Anschließend gab es 25 Siege, fünf Remis und fünf Niederlagen. Schalke erzielte im Duell 44 Mal das 1:0, anschließend gab es 25 Siege, zwölf Remis und sieben Niederlagen. Der BVB machte also mehr aus einer Führung als die Königsblauen.

BVB bekam deutlich mehr Elfmeter

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Ausgeglichen: 22 Mal blieb Dortmund in Duellen mit Schalke ohne Treffer, 22 Mal hielt der BVB hinten die Null. In neun Derbys blieben beide Mannschaften ohne Tor.

Nullnummer-Rekord: Schon neun mal ging das Revierderby 0:0 aus. Neun Nullnummern zwischen zwei Vereinen sind übrigens Bundesliga-Rekord.

Lang ist es her: Aber es gab auch wahre Torfestivals zwischen den beiden Erzrivalen, gleich zweimal fielen im Derby acht Treffer. Diese beiden Partien liegen allerdings schon eine Weile zurück, am 26. September 1964 siegte der BVB auf Schalke mit 6:2 und wiederholte dieses Ergebnis am 12. November 1966 in einem Heimspiel.

Elfer-Gefahr: Insgesamt 21 Strafstöße wurden im Ruhrderby gepfiffen, und hier verhielt sich der BVB deutlich geschickter bzw. hatte mehr Glück mit den Referees: So bekam Dortmund 14 und Schalke nur sieben Elfmeter zugesprochen.

Platzverweise: Auch bei den Platzverweisen war Schalke bislang im Nachteil: Acht mal flogen S04-Spieler frühzeitig vom Feld, nur fünfmal musste ein Borusse früher Duschen.

Weidenfeller ist Dortmunds Rekordmann

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Legende Lehmann: Unvergessen ist der 19. Dezember 1997, als Schalkes Keeper Jens Lehmann in der Nachspielzeit den Ausgleich für Schalke zum 2:2-Endstand erzielt. Er war der erste Torhüter in der Geschichte der Bundesliga, der aus dem Spiel heraus ein Tor erzielt hat.

Rekordspieler: Roman Weidenfeller und Michael Zorc bestritten 23. Derbys gegen Schalke. Historischer Rekordschütze im Derby ist Lothar Emmerich, der zehnmal für die Borussia gegen Schalke traf. Er erzielte damit doppelt so viele Derby-Treffer wie die besten Schalker Schützen (Kuranyi, Thon, Kleppinger und Fischer trafen je fünfmal).

Überläufer: 24 Profis waren für beide Vereine aktiv. Die bekanntesten und prägendsten dürften Stan Libuda, Andeas Möller, Jens Lehmann, Christoph Metzelder, Kevin-Prince Boateng, Ingo Anderbrügge, Steffen Freund, Rüdiger Abramczik und Rolf Rüssmann gewesen sein. Bei beiden Clubs auf der Trainerbank saßen lediglich Uli Maslo, Horst Franz und Udo Lattek.