Köln -  56 Mal fand das Derby zwischen dem 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga seit dem Aufstieg der Werkself 1979 statt. Die Bilanz spricht dabei für die Werkself, die 22 Duelle für sich entscheiden konnte. 21 Mal trennten sich die Kontrahenten remis, 13 Mal gingen die Geißböcke als Sieger vom Platz. bundesliga.de blickt auf fünf der legendärsten Spiele zwischen Köln und Leverkusen zurück.

Saison 1981/82, Köln - Leverkusen 5:2

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Es war das sechste Aufeinandertreffen der beiden Clubs in der Bundesliga, vier der fünf Duelle zuvor endeten remis. An dieses Spiel im Frühjahr 1982 dürften sich alle älteren Kölner Fans aber noch sehr gerne zurückerinnern, denn danach gelang es dem 1. FC Köln bis heute nie wieder, gleich fünf Tore in einem Spiel gegen den Kontrahenten aus Leverkusen zu erzielen. Nach drei Treffern des Engländers Tony Woodcock (26./32./60.), einem Foulelfmeter von Rainer Bonhof (41.) und einem weiteren Tor durch Gerhard Strack (63.) liegen die Geißböcke schon Mitte der zweiten Hälfte mit 5:0 in Front - und lassen dann die Zügel etwas schleifen. Arne-Larsen Ökland (71.) und Jürgen Gelsdorf (88.) können für Bayer 04 aber nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

Saison 1984/85, Leverkusen - Köln 4:4

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Acht Tore in einem Bundesliga-Spiel zwischen Leverkusen und Köln - auch das gab es weder zuvor noch danach jemals wieder. Die Kölner verspielten durch das Remis am drittletzten Spieltag die allerdings ohnehin nur noch sehr geringe Chance auf die Meisterschaft endgültig. Zur Halbzeit lag man durch zwei Tore vonPierre Litbarski (25./39.) und eins von Hans-Peter Lenhoff (44.) mit 3:2 in Führung. Für Leverkusen trafen Christian Schreier (22.) und Dirk Schlegel (36.). Manfred Lefkes erhöhte kurz nach der Pause sogar auf 4:2 für den FC (50.), ehe Herbert Waas(64./FE und 75.) den Endstand herstellte.

Saison 1997/98, Leverkusen - Köln 4:0

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Zum Auftakt der Karnevals-Session trafen die beiden Rivalen 1997 in Leverkusen aufeinander. Die Werkself, die als Vizemeister antrat und am Ende der Saison mit Platz drei erneut die internationalen Ränge erreichte, ließ den Geißböcken nicht den Hauch einer Chance.Ulf Kirsten drückte dem Spiel mit drei Treffern (38./89./90.) den Stempel auf, nachdemErik Meijer den Torreigen eröffnet hatte (18.). Köln rutschte durch die Pleite erstmals in der Saison auf den letzten Tabellenplatz ab, am Ende des Jahres sollte der erste Abstieg des Bundesliga-Gründungsmitglieds in die 2. Bundesliga stehen. 50 Jahre nach der Vereinsgründung war die Jubiläumssaison eine schwarze Spielzeit für den FC.

Saison 2005/06, Köln - Leverkusen 0:3

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Pünktlich zum Karneval stand im Februar 2006 in der Domstadt das Derby zwischen Köln und Leverkusen an, gerade bei den Geißböcken im ausverkauften RheinEnergie-Stadion wollte aber so gar keine Karnevals-Stimmung aufkommen. Der Kölner Alpay Özalan flog vom Platz (Foto), so sorgten Dimitar Berbatov (67.),Andrej Voronin (70.) und Jacek Krzynowek (82.) vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klinsmann für einen deutlichen Leverkusener Sieg. Die Kölner Karawane hingegen zog nach dem 18. Spiel in Folge ohne dreifachen Punktgewinn weiter in Richtung 2. Bundesliga, denn am Ende der Saison sollte erneut der Abstieg stehen.

Saison 2011/12, Leverkusen - Köln 1:4

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Das Jahr 2011 war ein gutes für den 1. FC Köln - zumindest wenn man auf die Duelle mit Bayer Leverkusen zurückblickt. Bereits im April 2011 besiegte man den Rivalen, nachdem man zuvor lange 14 Jahre (16 Spiele) auf einen Erfolg warten musste. Zweifellos die herausragenden Akteure des Spiels im September 2011 waren Lukas Podolski und Milivoje Novakovic. Podolski legte das 1:0 durch Novakovic auf (44.) und erzielte das 2:0 (47.) sowie das 3:0 (54.) selbst. Beide Treffer des deutschen Nationalspielers wurden wiederum von Novakovic vorbereitet. Das Spiel war gelaufen, auch wenn  Simon Rolfes per Abstauber noch das 1:3 markierte (70.). In der Nachspielzeit setzte Mato Jajalo gar noch das 4:1 drauf.

Ärger staute sich hingegen bei Leverkusens Sportchef Rudi Völler an, weil ein rüdes Einsteigen Podolskis gegen Andre Schürrle nicht geahndet wurde, während der Bayer-Stürmer in der Nachspielzeit die Rote Karte wegen einer Grätsche sah. "Das musste ich sagen, sonst hätte ich einen Herzinfarkt bekommen", erklärte Völler seine Tirade gegenüber Schiedsrichter Günter Perl.

Dennis-Julian Gottschlich