Frankfurt hat bei der Neuauflage des Europapokal-Endspiels von 1960 gegen den spanischen Meister Real Madrid ein repektables Ergebnis erzielt.

Mit dem 1:1 (1:0)-Unentschieden hat die Eintracht vor dem Saisonstart am kommenden Sonntag gegen Hertha BSC Berlin Selbstvertrauen getankt.

Bellaid trifft, Nikolov hält

48 Jahre nach der 3:7-Niederlage gegen die "Königlichen" in Glasgow hatte der französische Neuzugang Habib Bellaid die Hessen zunächst in Führung gebracht (7.), ehe der Brasilianer Robinho (71.) noch den Ausgleich für das vom Deutschen Bernd Schuster trainierte Real erzielte.

Vor 50.800 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Commerzbank-Arena ging die Eintracht nach einem Freistoß des starken Faton Toski durch ein Abstauber-Tor von Bellaid in Führung. Anschließend drückte Real auf den Ausgleich, doch der glänzend aufgelegte Eintracht-Keeper Oka Nikolov trieb die Real-Asse bis zum Treffer von Robinho zur Verzweiflung.

Der Mazedonier parierte gleich dreimal gegen Europameister Sergio Ramos (14./17./59.), auch Mahamadou Diarra (16.) und der ehemalige Hamburger Rafael van der Vaart (23./60.) scheiterten an Nikolov.

Schuster bringt "Metze"

In der zweiten Halbzeit brachte Schuster Nationalspieler Christoph Metzelder für den Argentinier Gabriel Heinze. Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw hatte der Innenverteidiger rund eine Woche vor dem ersten Länderspiel nach der EURO gegen Belgien in Nürnberg allerdings keine nennenswerten Aktionen.

Die Madrilenen waren bereits am Montag nach Frankfurt gekommen. Mit an Bord waren in Francisco Gento, Jose Santamaria und Pachin drei Spieler der Sieger-Elf von 1960. Die drei Spanier hatten gemeinsam mit den noch lebenden Eintracht-Legenden, darunter Dieter Lindner und Alfred Pfaff, am Dienstagabend bei einem Essen in einem Frankfurter Hotel das Wiedersehen gefeiert und am Mittwoch mit einem Anstoß das Testspiel eröffnet.