Thomas Müller bewertet das 2:2 bei Juventus Turin als "ordenlich bis gut", weiß aber auch, dass den FC Bayern im Rückspiel eine intensive Partie erwartet - © © gettyimages / Marco Luzzani
Thomas Müller bewertet das 2:2 bei Juventus Turin als "ordenlich bis gut", weiß aber auch, dass den FC Bayern im Rückspiel eine intensive Partie erwartet - © © gettyimages / Marco Luzzani
Bundesliga

Thomas Müller: "Das wird ein heißer Tanz in München"

Turin - Nach einer turbulenten Partie fährt der FC Bayern München mit einem 2:2-Unentschieden bei Juventus Turin aus Italien wieder nach Hause. Nach einer zunächst souveränen Vorstellung und einer 2:0-Führung, mussten sich die Bayern noch mit einem Remis begnügen.

"Das Ergebnis ist ordentlich bis gut"

Trotzdem zeigten die Bayern über weite Strecken eine starke Vorstellung und können sich berechtige Hoffnungen auf das Viertelfinale der Champions League machen. Im Interview schätzt Torschütze Thomas Müller die Situation ein und erklärt, warum er statt zwei Toren, nur eines erzielt hat.

Frage: So gut gespielt und überlegen 2:0 geführt. Warum steht am Ende dann doch "nur" ein 2:2?

Thomas Müller: Weil wir immerhin in Turin gespielt haben. Die Mannschaft hat schon viel Qualität. Wir haben Juventus aber auch selbst wieder ins Spiel gebracht. Das 2:1 war sicherlich vermeidbar und sehr ärgerlich. Insgesamt haben wir es in der zweiten Halbzeit nicht mehr so gut gemacht, wie in der ersten, so extrem dominant zu spielen. Nach dem 2:2 hatten wir schon eine unruhigere Phase, das wäre auch komisch gewesen, wenn wir Juve im eigenen Stadion 90 Minuten an die Wand gespielt hätten. Trotz alledem war es eine gute Leistung mit einem ärgerlichen Ergebnis.

"Arjen Robben hat viel Wirbel gemacht"

Frage: Beim dem 1:0 kurz vor der Pause waren Sie aber wieder ganz der Alte und haben den Ball überlegt versenkt.

Müller: Aus dieser Situation muss ein Tor fallen. So frei kommt man selten im Strafraum von Juve an den Ball. Das ist Fußball, es geht schnell weiter.

Frage: Wie war das Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Mannschaftskollegen Mario Mandzukic?

Müller: Man kennt ja seine Spielweise. Wir haben auch lange zusammen gespielt und intensive Zeiten erlebt. Es war alles freundlich, friedlich. Er ist ein guter Typ. Aber natürlich auch ein intensiver Gegenspieler.

Frage: Mit dem 2:2 ist Juventus Turin im Rückspiel gezwungen, offensiver zu agieren. Was glauben Sie: Kann Juventus überhaupt taktisch anders spielen als im Hinspiel?

Müller: Das wird man sehen. Sie haben halt ihre Spielweise. Sie fühlen sich ja auch nicht unwohl, wenn sie zu zehnt am eigenen Strafraum verteidigen.

Frage: Ihr Teamkollege Arjen Robben hat sich nach seinem Treffer ausgiebig gefreut und sich bei seinem Trainer Pep Guardiola bedankt. Wie wichtig war dieses Tor für ihn?

Müller: Das war natürlich ein super wichtiges Tor. Ich denke, Arjen hat in den vergangenen Partien immer gut gespielt, auch wenn er kein Tor erzielt hat. Er hat viel Wirbel gemacht und auch viele Aktionen gestartet. Um ihn müssen wir uns keine Sorgen machen, aber es war natürlich schön, dass er getroffen hat.

Aufgezeichnet von Alexander Barklage in Turin