Leverkusen - Admir Mehmedi (5.), Ömer Toprak (41.) und Stefan Kießling (81.) treffen zum 3:1 (2:1)-Sieg von Bayer 04 Leverkusen gegen Chievo Verona vor 3.214 Fans im rappelvollen Haberland-Stadion. Einziges Ärgernis bei der erfolgreichen Generalprobe vor dem Pflichtspielstart nächste Woche: Torschütze Toprak musste nach seinem Treffer angeschlagen vom Feld.

Eine Woche vor dem Pflichtspielauftakt im Pokal beim Regionalligisten Lotte setzte der Chefcoach zunächst auf Jonathan Tah neben Ömer Toprak in der Innenverteidigung sowie Admir Mehmedi und Julian Brandt in der Offensive. Stefan Kießling und Hakan Calhanoglu saßen auf der Bank.

Bei prächtigem Wetter war's rappelvoll im Haberland-Stadion: 3.214 erwartungsfrohe Fans wollten den letzten Test von Bayer 04 vor dem Ernstfall sehen. Und die Werkself ging sofort putzmunter und mit viel Tempo zur Sache. Mit Erfolg: Roberto Hilberts Hereingabe verpasste Heung-Min Son noch, dafür stand Admir Mehmedi goldrichtig und wuchtete die Kugel aus kurzer Distanz zur Führung unter die Latte (5.).

Toprak muss nach Treffer verletzt raus

Bayer 04 kombinierte nach Herzenslust, Mehmedi, Son, Brandt und Bellarabi rochierten permanent und gaben den Italienern viele Rätsel auf. Das sah schon richtig gut aus, was die Werkself in der Anfangsphase auf den Platz brachte und wurde vom geneigten Publikum mit Szenenapplaus goutiert. Sons Abschluss nach feiner Aktion von Julian Brandt wurde gerade eben noch geblockt (21.).

Auf der Gegenseite wurde auch Bernd Leno geprüft, der Keeper parierte den Flachschuss von Izco aufs lange Eck prächtig (25.), ebenso zehn Minuten später mit dem Fuß gegen einen italienischen Angreifer. Gegen den Schuss von Mpoku zum Ausgleich nach gelungenem Zusammenspiel der Gäste war indes auch Leno machtlos (39.). Bayer 04 antwortete aber prompt: Nach Freistoß von Wendell hielt Ömer Toprak seinen Fuß zum 2:1 hin (41.), ging aber sofort danach angeschlagen in die Katakomben. Für ihn kam nach dem Wechsel Kyriakos Papadopoulos.

Kießling trifft per Kopf

Neben dem Griechen kamen mit Beginn von Hälfte zwei auch Stefan Kießling, Hakan Calhanoglu und Giulio Donati neu ins Team. Nach einer schönen Stafette über Kießling und Brandt setzte Calhanoglu den Ball aus 20 Metern knapp einen Meter neben den kurzen Pfosten (51.). Ein Kopfball von Jonathan Tah rauschte über den Kasten (59.).

Nach 65 Minuten nahm Roger Schmidt noch mal fünf Wechsel vor, Ramalho, Boenisch, Ryu, Yurchenko und Kruse kamen neu ins Team. Da auch Chievo reichlich tauschte, ging der Fluss auf beiden Seiten etwas verloren. Castro vergab in der 78. Minute den möglichen Ausgleich, als er freistehend aus aussichtsreicher das Tor von Bernd Leno verfehlte. Drei Minuten später die Entscheidung: Nach präzise getimter Flanke von Donati machte Stefan Kießling per Kopf das 3:1 (81.). Und Lukas Boeder durfte in den letzten Minuten auch noch ran für Jonathan Tah. Ryu hatte nach Calhanoglus Vorarbeit sogar den vierten Treffer auf dem Fuß, scheiterte aber an Torhüter Bizzarri (88.).