Zusammenfassung

  • Bei der Top-Elf der unter 20-Jährigen haben fast alle Akteure Bundesliga-Erfahrung
  • Dortmunds Christian Pulisic sticht dabei deutlich heraus
  • Josh Sargent ist noch ohne Profieinsatz im Seniorenbereich, könnte bei Werder aber groß durchstarten

Köln – Die Bundesliga gilt seit Jahren als Liga der großen Talente. Aber wie sähe eine Traumelf der Teenager aus? bundesliga.de hat für Euch die Top-11 der unter 20-Jährigen zusammengestellt.

>>> Der Sommerfahrplan der Bundesliga

TOR:

Christian Früchtl (18, FC Bayern München)

Im Tor muss sich der Rekordmeister keinerlei Sorgen machen: Hinter Welttorhüter Manuel Neuer und dessen Ersatz Sven Ulreich lauert mit Christian Früchtl ein absolutes Toptalent. Der 18-jährige Schlussmann saß bereits dreimal auf der Bayern-Bank und feierte in den Jugendmannschaften der Münchener große Erfolge: 2017 wurde Früchtl, der zahlreiche Junioren-Länderspiele absolvierte, mit der FCB-U17 Deutscher Meister.

ABWEHR:

Panagiotis Retsos (19, Bayer 04 Leverkusen)

Einen vielseitigen Defensivmann holte sich die „Werkself“ mit dem jungen Griechen vor der vergangenen Saison an Bord: In seinen 24 Bundesliga-Einsätzen kam Retsos sowohl als Innen- als auch als Außenverteidiger zum Einsatz und zeigt seine Qualitäten an beiden Enden des Platzes. Im Spielaufbau wird der griechische Nationalspieler häufig gesucht und bereitete darüber hinaus drei Leverkusener Tore vor.

 

Dayot Upamecano (19, RB Leipzig)

Zweikampfstark, schnell und blutjung: Upamecano ist nicht nur der jüngste Spieler der Bundesliga-Historie von RB Leipzig, der Franzose ist auch der jüngste Torschütze der Sachsen. Der 19-Jährige gewinnt starke 62 Prozent seiner Zweikämpfe, in Luftduellen ist er sogar noch besser (65 Prozent). Dazu ist der wuchtige Innenverteidiger sehr schnell unterwegs, Upamecano erreichte 2017/18 eine Spitzengeschwindigkeit von 34,4 km/h. Qualitäten, auf die auch der neue Leipziger Coach nur allzu gerne bauen wird.

 

Video: Abwehrjuwel Upamecano

Ibrahima Konate (19, RB Leipzig)

Ein weiteres großes Abwehrtalent in Leipziger Diensten konnte schon sein Können in der Bundesliga unter Beweis stellen: Ibrahima Konate, im Sommer 2017 aus Sochaux nach Leipzig gewechselt, hat bereits 16 Einsätze in der Beletage des deutschen Fußballs auf dem Buckel und überzeugte dabei neben seinem Verteidigerkollegen Upamecano auf ganzer Linie. Der 1,92 Meter große Abwehrhüne ist nicht nur zweikampfstark, sondern auch mit dem Ball am Fuß eine echte Verstärkung.

 

MITTELFELD:

Michael Cuisance (18, Borussia Mönchengladbach)

Auch die "Fohlenelf“ kann mit einem hochtalentierten Franzosen aufwarten: Michael Cuisance steht seit vergangenem Sommer bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag und machte gleich in seiner Debütsaison auf sich aufmerksam. Der flexibel einsetzbare Cuisance, nach Marko Marin zweitjüngster Mönchengladbacher der Bundesliga-Geschichte, fordert grundsätzlich den Ball und verteilt ihn clever weiter, hat zudem einen guten Schuss – vor allem mit links.

 

Kai Havertz (19, Bayer 04 Leverkusen)

Eins der größten Talente im deutschen Fußball ist gleichzeitig ein absoluter Rekordmann – für die "Werkself“ und für die Bundesliga: Havertz ist der jüngste Leverkusener der Bundesliga-Geschichte und der jüngste Spieler, der 50 Bundesliga-Spiele sein Eigen nennen kann. Seine Offensivqualitäten lassen die Abwehrreihen der Gegner regelmäßig verzweifeln: Der 19-Jährige war in der vergangenen Saison Bayers bester Vorlagengeber und legte noch drei eigene Treffer oben drauf!

 >>>Kai Havertz: Jüngster Spieler mit 50 Bundesliga-Partien

Christian Pulisic (19, Borussia Dortmund)

Ohne jeden Zweifel der prominenteste Vertreter in dieser Liste  - und das nicht nur, weil er Spielmacher der US-Nationalmannschaft ist und 2017 zum Fußballer des Jahres in seinem Heimatland gewählt wurde. Im zarten Alter von 19 Jahren hat Pulisic schon 70 Bundesliga-und 15 Champions-League-Spiele absolviert. In der vergangenen Saison kam der pfeilschnelle Außenbahnspieler auf die meisten Einsätze beim BVB (32), erzielte dabei vier Tore und sechs Torvorlagen. Mehr Assists schaffte bei Dortmund keiner.  

 

Video: Top-Tor im April: Christian Pulisic

Arne Maier (19, Hertha BSC)

Auf einen wie ihn ist man bei Hertha mächtig stolz: Seit Arne Maier im Alter von acht Jahren zur Hertha kam, hat er lehrbuchmäßig alle Jugendmannschaften nebst U-Nationalteams des DFB durchlaufen. Seit der Saison 2017/18 ist er auch eine feste Größe in der Bundesliga-Elf von Pal Dardai. Für sein Alter agiert Maier am Ball schon mit einer extremen Ruhe. Die Fehlpassquote des zentralen Mittelfeldspielers liegt gerade einmal bei 14 Prozent. Kein Wunder, hat Hertha sein Arbeitspapier Anfang des Jahres bis 2022 verlängert.

Jadon Sancho (18, Borussia Dortmund)

Der U17-Weltmeister und U17-Vize-Europameister galt zwar schon bei Manchester City als Riesentalent, wechselte aber mangels Perspektiven unter Pep Guardiola zum BVB. Dort sollte der Engländer eigentlich behutsam aufgebaut werden, schaffte aber unter Peter Stöger deutlich früher den Durchbruch in der Bundesliga, als ihm viele zugetraut hätten. Trotz der großen Konkurrenz auf den offensiven Außenbahnen stand Sancho in der Rückrunde sieben Mal in der Startelf. Seinen Gala-Auftritt hatte er am 31. Spieltag gegen Leverkusen mit einem Tor und zwei Vorlagen.

Video: Straßenfußballer Sancho

STURM:

Alexander Isak (18, Borussia Dortmund)

Als großes Versprechen kam Isak im Januar 2017 nach Dortmund, hatte er doch schon als 16-Jähriger in der schwedischen Liga debütiert, dabei gleich in seiner ersten Saison zehn Tore erzielt und prompt eine Einladung zum Nationalteam erhalten. In der Bundesliga hingegen musste sich Isak erst einmal akklimatisieren. In der vergangenen Saison kam er immerhin auf seine ersten fünf Einsätze. Nach den Abgängen von Pierre-Emerick Aubameyang und Michy Batshuayi könnten seine Einsatzchancen in der nächsten Spielzeit aber steigen.

 

Josh Sargent (18, SV Werder Bremen)

Die Geschichte von Josh Sargent ist durchaus verblüffend. Der US-Amerikanische Stürmer hat bis heute noch kein Profispiel auf Vereinsebene gespielt, aber schon drei Länderspiele für die USA auf dem Buckel. Und dabei traf er gleich bei seinem Debüt. Sargent wurde einer breiteren Öffentlichkeit bei der U17 Weltmeisterschaft 2017 bekannt, als er als Kapitän der USA mit drei Toren bester Schütze seines Teams war. Ein sehr vielversprechender Mann für den Angriff von Werder Bremen.