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Der SCP möchte nicht nur mitspielen, sondern die Klasse halten
Der SCP möchte nicht nur mitspielen, sondern die Klasse halten - © IMAGO / Nordphoto
Der SCP möchte nicht nur mitspielen, sondern die Klasse halten - © IMAGO / Nordphoto
bundesliga

Teamcheck SC Paderborn: Dabei sein ist nicht alles!

Am 28. August geht es endlich wieder los! Vor dem Auftakt nimmt bundesliga.de alle Vereine im Teamcheck unter die Lupe, diesmal: der SC Paderborn. Die Ostwestfalen stiegen dramatisch in der Verlängerung des Relegationsrückspiels auf und wollen nun mit allen Mitteln die Klasse halten.

Der SC Paderborn 07 ist zurück in der Bundesliga! Nach Platz drei in Liga zwei im Vorjahr setzte sich der SCP in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg durch. Auf ein 0:0 im Hinspiel folgte ein 2:1-Erfolg nach Verlängerung im Rückspiel. Laurin Curda erzielte in der 100. Minute den entscheidenden Treffer und machte den Aufstieg perfekt. Für Paderborn ist es die Rückkehr ins Oberhaus nach sechs Jahren.

Die Mannschaft von Trainer Ralf Kettemann überzeugte über die gesamte Saison mit intensivem Fußball, hoher Laufbereitschaft und einer klaren Spielidee. Außerdem stellte man die drittbeste Offensive der Liga. Der Aufstieg war deshalb der verdiente Lohn für eine bemerkenswerte Entwicklung.

Ostwestfälisches Wunder

Viele bittere Abgänge

Der SCP musste im Sommer mehrere schwerwiegende Abgänge verkraften. Mit Filip Bilbija verlor Paderborn seinen wichtigsten Offensivspieler. Der Angreifer erzielte in der vergangenen Saison 15 Tore und steuerte zwei Vorlagen zum Aufstieg bei, entschied sich nach Vertragsende aber zum Schritt ins Ausland, künftig läuft er für Derby County auf.

Torhüter Dennis Seimen kehrte nach seiner Leihe zum VfB Stuttgart zurück, während Innenverteidiger Calvin Brackelmann zum FC Augsburg wechselte. Auch Mika Baur verließ den Bundesliga-Aufsteiger, den Mittelfeldmann zog es zu Celtic Glasgow nach Schottland. Vor allem der Abgang Bilbijas ist schwer zu kompensieren. Seine Torgefahr muss nun auf mehrere Schultern verteilt werden.

Vorfreude auf den 1. Spieltag

Der wichtigste Neuzugang: Nahuel Noll

Nach dem Aufstieg wurde der Kader punktuell verstärkt. Besonders gerne bediente man sich dabei bei der TSG aus Hoffenheim. Der wichtigste Neuzugang ist dabei Torhüter Nahuel Noll. Nachdem im Vorjahr Dennis Seimen als Leihgabe vom VfB Stuttgart zwischen den Pfosten überzeugte, soll diesmal der aus Hoffenheim ausgeliehene Noll dafür sorgen, dass der SCP möglichst wenige Gegentore kassiert.

Ebenfalls sehr wichtig könnte das ehemalige Bayern-Talent Gabriel Vidović werden, das der SCP von Dinamo Zagreb verpflichtet hat. Der 22-Jährige soll der Offensive deutlich mehr Biss verleihen. Kapitän Felix Götze sieht eine gute Integration aller Verstärkungen: "Ein paar Neue sind dazugekommen. Sie haben sich nahtlos eingefügt, was bei uns auch sehr einfach ist."

Nahuel Noll ist die neue Nummer eins des SCP
Nahuel Noll ist die neue Nummer eins des SCP - IMAGO/DeFodi.de

Der Schlüsselspieler: Laurin Curda

Laurin Curda dürfte, nicht nur nach seinem Tor zum Aufstieg in der Relegation, besonders im Mittelpunkt stehen. Der 24-Jährige überzeugte bereits in der Aufstiegssaison als offensivstarker und dynamischer Außenverteidiger. Über 34 km/h bringt er in der Spitze an Tempo mit. 

In der vergangenen Saison absolvierte er 32 Spiele in der 2. Bundesliga und kam als Schienenspieler auf beeindruckende sieben Tore und sieben Assists. Sollte er den SCP nicht noch verlassen, ist er einer der wichtigsten Bausteine für das Ziel Klassenerhalt. 

Wie stellt Kettemann zum Bundesliga-Start auf?
Wie stellt Kettemann zum Bundesliga-Start auf? - IMAGO/Laci Perenyi

Die mögliche Startelf

"Es ist kein Geheimnis, dass wir Spielzeit nicht mehr komplett aufteilen und nicht mehr so viel durchmixen", ließ Ralf Kettemann zuletzt wissen und bezog sich damit auf die Frage, wie der SCP zum Saisonstart auftreten könnte. Schenkt man dieser Aussage Vertrauen, zeichnet sich die folgende Startformation ab.:

Nahuel Noll dürfte im Tor starten, davor bilden Tjark Scheller, Mattes Hansen und Jano ter Horst oder Marcel Hoffmeier die Dreierkette. Kapitän Felix Götze absolvierte gegen Bremen 35 Minuten und könnte zum Ligastart eine Alternative sein. Raphael Obermair und Laurin Curda, sofern er dem SCP erhalten bleibt, beackern die linke bzw. rechte Schiene, Santiago Castaneda dürfte nach dem Abgang von Mika Baur im Zentrum neben Luka Đurić gesetzt sein. 

In der Offensive ist Vidović gesetzt. Darüber hinaus werden Oliver Batista Meier, Albert Millgramm, Kennedy Okpala, Deniz Zeitler und Stefano Marino die anderen zwei Positionen unter sich ausmachen, Sven Michel wird wohl noch einige Wochen verletzt fehlen.

Voraussichtliche Aufstellung am 1. Spieltag:

Noll – ter Horst (Hoffmeier), Scheller, Hansen – Curda, Ulrich (Duric), Castaneda, Duric, Obermair – Millgramm (Batista Meier), Vidović – Marino (Zeitler)

Michel Egenolf

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