
Nach der Trainer-Entlassung: So geht es weiter beim SV Werder Bremen
Nach der Freistellung von Horst Steffen am Sonntag hat Werder Bremens Geschäftsführer Fußball, Clemens Fritz, über das neue Interimsduo sowie die weitere Trainersuche gesprochen.
Nachdem in dieser Saison bereits vier Trainer nach einem Spiel gegen den SV Werder Bremen entlassen worden sind, hat es nun den Coach der Hanseaten selbst erwischt: Nach zehn Spielen ohne Sieg wurde Horst Steffen vom SVW freigestellt.
"Wir haben uns das auch alles anders vorgestellt. Wir haben am gestrigen Abend zusammengesessen und die sportliche Situation bewertet. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir einen neuen Impuls brauchen, um uns aus der Situation herauszuziehen", sagte Clemens Fritz am Sonntag.
Bremens Situation, derzeit sind die Werderaner auf Rang 15 und nur einen Zähler vor dem Relegationsplatz, sei laut Fritz "keine unmögliche, aber eine herausfordernde."

Duarte und Groß übernehmen
Der SVW, zuletzt 2004 Deutscher Meister, begibt sich nun auf Trainersuche: "Wir haben unser Profil klar dargelegt. Da gebe ich aber keine Informationen nach außen, sondern behalte das intern. Wichtig ist für uns, dass es um neue Energie, neue Impulse und eine klare Ansprache geht. Wir wissen, was wir brauchen und was wir suchen", sagte Fritz.
"Wir arbeiten mit Hochdruck daran, schnellstmöglich eine Lösung zu finden. Wir haben einen engen Kandidatenkreis, mit dem einen oder anderen Namen auf der Liste, müssen da aber auch auf unsere wirtschaftlichen Möglichkeiten achten."
Bis die Bremer einen Nachfolger für Steffen gefunden haben, werde das Duo Raphael Duarte und Christian Groß interimistisch übernehmen. "Wir schätzen Raphael und Grosso sehr", verdeutlichte Fritz und schob hinterher, dass die beiden "möglicherweise in Freiburg auf der Bank sitzen."
So hat die Mannschaft die Trennung von Steffen aufgenommen
Das Duo wird nun eine Mannschaft anleiten, die laut Fritz "immer Energie auf den Platz gebracht hat. Wir haben aber gemerkt, dass wir einen neuen Impuls brauchen", bekräftigte der Geschäftsführer Fußball.
"Wir haben intern die Gespräche geführt. Es ist auch für die Mannschaft schwierig. Es gibt keinen Alleinschuldigen. Ich bin da auch in der Verantwortung, so wie die Mannschaft", sagte Fritz weiter.
Laut dem ehemaligen deutschen Nationalspieler ist es durchaus möglich, dass der SVW bis zum Transferschluss am Montag, 2. Februar (20 Uhr), noch Neuzugänge zum Bremer Team stoßen könnten. "Wir schauen, was umsetzbar ist. Wenn es wirtschaftlich umsetzbar ist und jemand in unser Profil passt, dann kann sich noch was ergeben."
