
Mainz gelingt ein wichtiger Auswärtssieg in Bremen
Der 1. FSV Mainz 05 hat das Spiel beim SV Werder Bremen mit 2:0 (1:0) gewonnen. Paul Nebel (6.) und Jae-sung Lee (52.) erzielten die Treffer für die Gäste, die damit in der Tabelle an Bremen vorbeiziehen.
Das Kellerduell zwischen dem SV Werder Bremen und dem 1. FSV Mainz 05 am 26. Spieltag hatte enorme Bedeutung im Kampf gegen den Abstieg. Die Bremer standen vor der Partie als 13. in der Tabelle mit 25 Punkten knapp vor den Mainzern (15. Platz, 24 Punkte).
Während die Grün-Weißen erstmals in dieser Saison zwei Spiele in Folge gewinnen konnten und mit diesem Momentum in die Partie gingen, hatte sich Mainz unter Urs Fischer stabilisiert und von zwölf Bundesliga-Spielen seit dem Trainerwechsel nur zwei verloren. Die Vorzeichen standen also auf einen intensiven Schlagabtausch im Weserstadion.
Nebel schockt Bremen früh
Die Gäste erwischten einen Traumstart ins Spiel. Bereits in der 6. Minute zirkelte Phillipp Mwene den Ball von der linken Seite an die Strafraumkante, wo sich Paul Nebel in die Luft schraubte und per Flugkopfball unter die Latte zum 1:0 traf.
Bremen reagierte mit wütenden Angriffen und hatte nur zwei Minuten später Pech, als Leonardo Bittencourt nach einer Ecke von Cameron Puertas mit einem wuchtigen Kopfball nur die Latte traf (8.). Die Bremer übernahmen in der Folge zwar die Spielkontrolle und erarbeiteten sich durch Puertas mehrere gute Ansätze, doch wirklich zwingend wurden die Hausherren selten.
In der 22. Minute scheiterte Romano Schmid nach Vorarbeit von Marco Grüll an Mainz-Keeper Daniel Batz. Mit der knappen Mainzer Führung ging es in die Pause.
Lee macht den Deckel drauf
Daniel Thioune reagierte zur Halbzeit und brachte Justin Njinmah für Keke Topp. Die Hausherren kamen mit neuem Schwung aus der Kabine und hätten durch Grüll beinahe den Ausgleich erzielt, doch sein Schuss aus der Drehung zischte knapp am rechten Pfosten vorbei (49.).
Statt des Ausgleichs folgte jedoch der nächste Rückschlag für Bremen. Nach einem hohen Ballgewinn schalteten die Mainzer blitzschnell um, Sheraldo Becker flankte von rechts auf den einlaufenden Jae-sung Lee, der den Ball mit etwas Glück zum 0:2 über die Linie spitzelte (52.).
Kurz darauf musste Julián Malatini verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam Debütant Mick Schmetgens ins Spiel (55.).
Bremen rennt vergeblich an
In der Folge rannte Werder an, während die Mainzer ihre Führung clever verwalteten. Njinmah sorgte nach seiner Einwechslung mehrfach für Gefahr, verzog jedoch bei seiner besten Gelegenheit knapp (64.).
Trotz weiterer Wechsel – unter anderem kamen Patrice Čović und Isaac Schmidt für Bittencourt und Yukinari Sugawara (beide 69.) – gelang es den Bremern nicht, die stabile Mainzer Defensive zu durchbrechen.
Selbst in der Schlussphase, als Bremen alles nach vorne warf, blieben klare Chancen Mangelware. Stattdessen hätten die Gäste bei ihren Kontern sogar noch erhöhen können. Nach fünf Minuten Nachspielzeit war der verdiente 2:0-Auswärtssieg der Mainzer perfekt.
Man of the Match: Paul Nebel
Mit seinem frühen Treffer per Flugkopfball in der 6. Minute brachte Paul Nebel die Mainzer auf die Siegerstraße. Der 21-jährige Mittelfeldspieler überzeugte aber nicht nur durch sein Tor, sondern auch durch sein starkes Passspiel und seine Präsenz in der Defensive. Mit 12,9 Kilometern legte er die größte Laufdistanz bei den Gästen zurück und war mit 25 Mal unter Druck einer der meistgepressten Spieler auf dem Platz. Nebel war zudem an vielen offensiven Aktionen beteiligt und bereitete mehrere Chancen vor. Mit einer Passeffizienz von 2,04 gehörte er auch in dieser Statistik zu den Besten. Verdientermaßen wurde er zum Spieler des Spiels gewählt.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Bremen 0,79 - Mainz 0,94
Schnellster Spieler: Julián Malatini (SVW), 34,59 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:1 von Paul Nebel (M05), 9,99 Prozent
Most Pressed Player: Romano Schmid (SVW), 27 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Cameron Puertas (SVW), 3,28
Fantasy Heroes: Paul Nebel (1. FSV Mainz 05, 277 Punkte), Kaishu Sano (1. FSV Mainz 05, 232 Punkte), Stefan Posch (1. FSV Mainz 05, 214 Punkte)
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