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Hoffenheim entzückt die Liga

Dass es auch ohne Bundesliga-Stammbaum geht, zeigte 1899 Hoffenheim, ein gänzlich neues Gesicht der Bundesliga. Der von Ralf Rangnick trainierte Aufsteiger legte eine Vorrunde hin, die beinahe einer Offenbarung glich. Offensive pur mit drei Spitzen war die Devise. 42 Treffer gelangen dem Club aus dem Kraichgau - das schaffte sonst keiner.

"Begeisternder Fußball"

Resultat: Hoffenheim wurde Herbstmeister - die Sensation der Hinrunde! Uwe Seeler: "Dieser Fußball, den Hoffenheim gespielt hat, war begeisternd, er war schnell, alle waren in Bewegung. Der Fußball kann ja nur gut sein, wenn die ganze Mannschaft in Bewegung ist, vor allem die, die sich ohne Ball bewegen. "

"Eine der besten Ligen der Welt"

Besonders bitter: In der Winterpause riss Vedad Ibisevic sich das Kreuzband, was ihn die Rückrunde kostete. Bis zu seiner Verletzung war der Bosnier das Gesicht des Hoffenheimer Erfolges gewesen. Unglaubliche 18 Mal traf der Stürmer in 17 Partien! "Die Bundesliga ist ja eine der besten Ligen der Welt, das ist schon toll", sagt der "Unglücksrabe."

Bärenstark bei der Abschiedstournee

Diego wechselt zur neuen Saison zu Juventus Turin - nicht nur für Werder ein großer Verlust, sondern für die ganze Bundesliga. Sogar HSV-Legende Seeler hievt den Brasilianer vom Rivalen aus Bremen in den Fußball-Olymp: "Diego ist für mich schon Weltklasse, er kann Spiele alleine entscheiden, weil er alle Voraussetzungen hat."

"Er ist Weltklasse"

Auch die Bayern hatten Interesse an Diego bekundet. Nicht unbegründet, wie Rummenigge erklärt: "Er ist Weltklasse. Er hat diese Qualität, auf engstem Raum ganz einfach Spieler auszudribbeln, den Pass zu geben oder auch den Schuss aufs Tor zu machen. Er ist auf seiner Position recht torerfolgreich, was nicht alltäglich ist."

Lob für Pizarro

Auch ein Ex-Profi des FCB überzeugte in Bremen: Claudio Pizarro. Rummenigge lobt und kritisiert gleichzeitig "Er ist eigentlich der beste Stürmer, den wir je hatten hier, oder mit hatten, weil er eigentlich alles hat. Er ist leider nicht immer der fleißigste. Technisch ist er als Südamerikaner komplett, er setzt seinen Körper ein und hat auch dieses etwas 'schmutzige Spiel', den Körper reinzustellen und den Hintern rauszustrecken, also eigentlich alle Voraussetzungen eines Weltklassestürmers."

Torgefährliche Kroaten beim HSV

Beim Hamburger SV ist man traurig, dass nach der phasenweise überragenden Saison mit Halbfinalteilnahmen im UEFA- und DFB-Pokal und Tabellenführung in der Bundesliga zwischendurch kein Titel herausgesprungen ist. Dass es lange gut aussah, ist auch ein Verdienst von Mladen Petric. "So wohl wie ich mich fühle, ist es das erste Mal in meiner Karriere, dass ich sage: ich mache mir keine Gedanken mehr, so wie es hier ist, kann ich mir vorstellen, lange dazubleiben", sagt der kroatische Nationalstürmer.

Olic "erarbeitet" sich Tore

Den Verein verlässt dagegen Ivica Olic, der zum FC Bayern wechselt. "Wenn man die Lauffreudigkeit und Bewegungen sieht, dann macht es Olic im Grunde wie ich es auch gehalten habe. Der arbeitet und arbeitet und versucht sich auch Torchancen herauszuarbeiten durch Fleiß", so Seeler.

"Steht den Bayern gut zu Gesicht"

"Ja, das ist ein Grund", antwortet Bayerns Rummenigge, "er ist ein so ein unglaublicher Arbeiter und Kämpfer. Er hat diesen wunderbaren Charakter, sich für die Mannschaft im wahrsten Sinne des Wortes aufzureiben, nie aufzugeben, und das ist ein Element, das dem FC Bayern im der nächsten Jahr gut zu Gesicht stehen wird."