Bundesliga

"Integration ist für uns selbstverständlich"

Köln - Jeder fünfte Einwohner in Deutschland hat eine Migrationsgeschichte. Aber nicht jeder Fünfte ist auch integriert und fühlt sich als Teil des Lebens in Deutschland. Integration ist eine der bedeutendsten gesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit.

Eine Chance kann Leben verändern

Bei der Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls kann Sport - und speziell der Fußball - eine wichtige Rolle spielen. Die 36 Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga führen in der laufenden Saison Spieler aus 55 verschiedenen Nationen zusammen. lIkay Gündogan, Pate der Bundesliga-Stiftung für die Fördersäule Integration, sagt stellvertretend für viele Hundert Berufskollegen: "Integration ist bei uns selbstverständlich, wir denken noch nicht einmal drüber nach. Wir leben sie aus uns selbst heraus."

Die Profi-Clubs, der Ligaverband, die DFL und die Bundesliga-Stiftung wollen dieses Miteinander mit einer Vielzahl von Projekten, Initiativen und Kampagnen stärken – angefangen bei den Fans in den Stadien, aber auch weit darüber hinaus. Die Bundesliga-Stiftung unterstützt seit ihrer Gründung 2008 unter dem Motto "Chancen schaffen" regionale Ansätze, hilft bei der Vernetzung und schiebt bundesweit Projekte – unter anderem beim Thema Integration – an, immer mit der Absicht, nachhaltig zu wirken.

Nummer drei macht "einen Strich durch Vorurteile"

Die Bundesliga-Stiftung

Vom 20.-23. März 2015 bildet der 26. Spieltag der Bundesliga den Auftakt für eine Vielzahl von Aktivitäten. Neben öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen in den Stadien des Profifußballs, die ebenfalls beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft am kommenden Mittwoch gegen Australien sowie in der 3. Liga und der Allianz Frauen-Bundesliga durchgeführt werden, treten DFB und Bundesliga-Stiftung auch medial für eine konsequente Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ein. So engagieren sich die Bundesliga-Profis Ilkay Gündogan, Benedikt Höwedes, Naldo und Änis Ben-Hatira sowie Nationalspielerin Nadine Keßler in TV-Spots, die unter anderem in der ARD, bei Sky und Sport1 geschaltet und auf diese Weise ein Millionen-Publikum erreichen werden.

Am Anfang steht ein Impuls...

Die Clubs

Ein Handbuch "Gegen das Vergessen"

Die 36 Clubs sind die tragenden Säulen für alle sozialen Aktivitäten. Für 70% der Vereine hat speziell das Thema Integration einen hohen bis sehr hohen Stellenwert. Viele leisten sich eigene Mitarbeiter mit sozialpädagogischem Hintergrund. Dadurch sind aktuell mehr Aktionen und Projekte entstanden, als je zuvor. Eintracht Braunschweig hat dem Thema Toleranz, Vielfalt und Respekt ein ganzes Aktionsjahr gewidmet. Werder Bremen diskutiert im Projekt "Jumixx" über Ausgrenzung und Mobbing. Borussia Dortmund konfrontiert mit dem ausgezeichneten Projekt "Gegen das Vergessen" Kinder und Jugendliche, die sich kaum bis gar nicht mit der deutschen Geschichte auseinandergesetzt haben, mit der Nazi-Vergangenheit. Weil das Projekt so erfolgreich ist, soll ein Handbuch erstellt werden, das anderen Vereinen, die ähnliche Projekte planen, als Hilfe oder Unterstützung dient.

Tina Schlosser

Zur Homepage www.strich-durch-vorurteile.de