Hamburg - HSV-Coach Joe Zinnbauer zieht eine "andere Art und Weise" vor zu punkten, Trainerkollege Tayfun Korkut macht seiner Mannschaft nach dem knappen 1:2 in Hamburg keinen Vorwurf. Die Stimmen zum Spiel.

Joe Zinnbauer (Trainer Hamburger SV): "Wir wissen, dass wir eine lange Liste an verletzten Spielern haben. Ich bevorzuge eigentlich die offensive Spielweise, aber im Augenblick müssen wir auf andere Art und Weise punkten. Hannover war uns überlegen, wir haben Glück gehabt."

Tayfun Korkut (Trainer Hannover 96): "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir hatten das komplette Spiel im Griff. Aus dem Nichts haben wir zwei abgefälschte Gegentore bekommen. Diesen Fußball wollen wir auch in Zukunft spielen."

"Durch den Kampf ins Spiel gekommen"

Marcell Jansen (Hamburger SV): "Es war ein Abstiegsfight für uns, wir mussten unbedingt punkten nach dem Kraftakt in Paderborn. Hannover war in der ersten Halbzeit klar besser. Wir hatten das bisschen Glück, dass man braucht. In der zweiten Halbzeit war es besser, da sind wir durch den Kampf ins Spiel gekommen."

Ashton Götz (Hamburger SV): "Dieser Sieg fühlt sich großartig an. Nach fast zwei Jahren haben wir endlich mal wieder zwei Spiele in Folge gewonnen. Und dann auch noch zuhause mit unseren Fans im Rücken. Wir nehmen uns immer vor, zu gewinnen und arbeiten viel dafür. Heute hat es glücklicherweise geklappt und das ist wahnsinnig wichtig gewesen. Wir brauchen jeden Sieg."

Heiko Westermann (Hamburger SV): "Wir haben heute kämpferisch dagegengehalten und das Glück war heute mit uns. Ich habe aber auch gesagt, dass wir irgendwann belohnt werden für unsere Laufarbeit, heute sind wir wieder fast 129 Kilometer gelaufen. Wir wollten heute mit aller Macht diese Serie knacken, das ist uns gelungen und es war ungemein wichtig."

"Wir zweifeln nicht an uns"

Ron-Robert Zieler (Hannover 96): "Mir fehlen die Worte, wir investieren Woche für Woche so viel. Wenn man die Mannschaft sieht wie sie aufgetreten ist, bin ich zuversichtlich. Wir müssen jetzt die Punkte holen und sollten nicht mehr von oben reden. Wenn man von einem Pechvogel des Spiels sprechen kann, war es heute wohl Marcelo."

Lars Stindl (Hannover 96): "Es ist schwer die Niederlage zu akzeptieren. Wir kriegen unglückliche Tore, machen viel richtig, investieren viel, kommen dann auch noch mal ran, aber am Ende haben wir keinen Punkt. Wir zweifeln nicht an uns, werden aber knallhart ansprechen, dass wir unsere Leistung wieder in Punkte ummünzen müssen."