Mönchengladbach - Der 2:0-Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen den SC Paderborn (Spielbericht) geht nach der Meinung aller Beteiligten in Ordnung. Beide Trainer sehen Verbesserungspotenzial bei der Chancenverwertung ihrer Mannschaften.

Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Der Sieg war ein hartes Stück Arbeit, aber aus meiner Sicht total verdient. Wir hatten viel mehr Ballbesitz und haben das Spiel dominiert. Wir hatten einige gute Kombinationen in der Offensive und haben uns auch zahlreiche Torchancen erarbeitet, daraus aber zu wenige Tore erzielt. Der letzte Pass ist oftmals nicht angekommen, daran müssen wir weiter arbeiten. So blieb es bis zum Schluss eng, aber wir haben gewonnen, und das ist das Wichtigste."

André Breitenreiter (Trainer SC Paderborn):"Wir haben ein gutes Spiel gemacht, es aber verpasst uns dafür zu belohnen. Wir haben sehr gut angefangen, aber unsere Torchancen nicht ausgenutzt. Danach haben wir die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen zu groß werden lassen und sind nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen. In der zweiten Hälfte wollten wir bissiger sein, haben wieder gut angefangen, aber auch wieder kein Tor erzielt. Das ist irgendwie bezeichnend für die Situation, in der wir uns befinden. Gratulation an Borussia für einen letztlich verdienten Heimsieg."

"Wir waren extrem heiß"

Martin Stranzl (Borussia Mönchengladbach): "Ich bin sehr glücklich, dass wir drei Punkte eingefahren haben. Die Partie war für uns sehr wichtig - gerade nach dem Ausscheiden in der Europa League wollten wir unbedingt ein Zeichen in der Liga setzen. Wir waren daher extrem heiß, haben uns zu Anfang aber sehr schwer getan. Paderborn war die erwartet komplizierte Herausforderung. Wir mussten um jeden Meter kämpfen und haben das Spiel erst nach der Führung gut unter Kontrolle bekommen. Es war ein verdienter Sieg, über den wir uns aber nicht lange freuen können. Bereits am Mittwoch wartet im Pokal die nächste schwere Aufgabe auf uns."

Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach): "Der Sieg ist enorm wichtig für uns, da wir uns in der Tabelle unbedingt ein bisschen Luft verschaffen wollten. Ich bin froh, dass uns das gelungen ist. Ich muss meinen Vorderleuten ein großes Kompliment aussprechen, wir sind sehr konzentriert aufgetreten. In den ersten zehn Minuten hatten wir einige Schwierigkeiten, haben aber danach wir sehr gut verteidigt und das Spiel dominiert. Deshalb geht der Sieg aus meiner Sicht absolut in Ordnung. Wir haben aber noch nichts erreicht, es warten noch viele schwierige Spiele auf uns."

Granit Xhaka (Borussia Mönchengladbach): "Ich denke, man hat uns unseren Siegeswillen angemerkt. Wir haben guten Fußball gespielt, auch wenn es vielleicht nicht so spektakulär war wie am Donnerstag gegen Sevilla. Wir waren sehr gut vorbereitet und haben insgesamt absolut verdient gewonnen. Das sind drei ganz wichtige Punkte für uns, auf diese Leistung können wir aufbauen."

Max Eberl (Sportdirektor Borussia Mönchengladbach): "Ich bin froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Die Saison biegt so langsam auf die Zielgerade ein und wir haben uns eine sehr gute Ausgangsposition verschafft. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Mannschaft wollte unbedingt gewinnen und hat sich den Sieg durch einen leidenschaftlichen Auftritt absolut verdient. Genauso müssen wir am Mittwoch in Offenbach auftreten. Dann bin ich optimistisch, dass wir dort ebenfalls erfolgreich sein werden."

"Zu wenig klare Torchancen"

Uwe Hünemeier (SC Paderborn 07): "Die ersten 15 Minuten waren wir gut im Spiel, da müssen wir Gladbach bestrafen. Am Ende stehst du dann leider wieder mit leeren Händen da. Für uns war klar, dass es bis zum 34. Spieltag um den Klassenerhalt geht. Wir müssen jetzt zuhause gegen Leverkusen den Bock umstoßen."

Elias Kachunga (SC Paderborn): "Wir haben sehr gut angefangen, uns aber in der Folge zu wenig klare Torchancen erspielt. Daran müssen wir weiter arbeiten und uns darin deutlich steigern. Diese Niederlage ist bitter für uns, aber wir dürfen die Köpfe jetzt nicht hängen lassen. Es gilt jetzt, locker zu bleiben und die kommenden Aufgaben selbstbewusst anzugehen."

Patrick Ziegler (SC Paderborn): "Wir sind gut ins Spiel gekommen und hatten in den ersten 10, 15 Minuten auch gute Gelegenheiten. Da hätten wir eigentlich schon zuschlagen müssen. Danach wurden die Abstände zwischen Abwehr und Angriff immer größer. Das haben wir auch in der Halbzeit angesprochen, weil Gladbach dadurch besser ins Spiel kam. Nichtsdestotrotz haben wir gut Fußball gespielt, aber die letzte Bereitschaft nach hinten zu arbeiten und in die Zweikämpfe zu gehen hat uns gefehlt. Und dann ist es gegen eine Mannschaft wie Mönchengladbach natürlich enorm schwer."