Mainz - FSV-Coach Martin Schmidt freut sich über das Comeback seiner Elf, Lucien Favre ist enttäuscht. Die Stimmen zum Spiel 1. FSV Mainz 05 gegen Borussia Mönchengladbach.

Martin Schmidt (Trainer 1. FSV Mainz 05): "Ich habe in der Halbzeit die Fehler angesprochen. Ich habe den Spielern gesagt, dass es am Ende zu unseren Gunsten kippen kann. Alles in allem hat es am Ende gefruchtet."

Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir wussten von vornherein, dass es ein schwieriges Spiel für uns werden würde. Trotzdem haben wir die Begegnung sehr gut kontrolliert. Nach dem ersten Tor haben wir noch besser gespielt, weil uns die Führung natürlich Selbstvertrauen gegeben hat. Wir wollten so schnell wie möglich das 2:0 machen, das haben wir dann auch sehr intelligent herausgespielt. Dann haben wir aber noch zwei Gegentore bekommen. Das ist ungewöhnlich für uns in der Bundesliga, kann aber passieren."

"Nach dem 0:2 lief es erstaunlicherweise besser"

Jonas Hofmann (1. FSV Mainz 05): "Wenn man die erste Halbzeit betrachtet muss man klar sagen dass die Gladbacher überragend gespielt haben. Wir haben zwar bis auf das Tor kaum etwas zugelassen, aber man hat schon gesehen, dass sie eine klare Überlegenheit hatten. Das 2:0 war sehr, sehr bitter, da waren wir dran, auch ich mit meiner Chance. Das ist schon fast der Todesstoß gewesen. Aber dann sind wir mit den Zuschauern im Rücken doch noch einmal zurückgekommen."

Loris Karius (1. FSV Mainz 05): "Wenn wir zwei Tore aufholen, kann man mit einem Remis zufrieden sein. Bei mir überwiegt aber die Enttäuschung. Dass wir zurückgekommen sind, zeigt die Moral in der Mannschaft. Wir haben es nach dem 2:2 auch noch weiter probiert, aber ein zu großes Risiko war aufgrund der Gladbacher Qualität auch nicht möglich."

Stefan Bell (1. FSV Mainz 05): "Es war bitter, dass wir mit einem Rückstand in die Pause gegangen sind. Denn wir haben nicht so viel falsch gemacht. Fürs Gefühl war es gut, dass wir nochmal zurückkommen konnten. Und wenn man das ganze Spiel sieht, waren wir besser."

Julian Baumgartlinger (1. FSV Mainz 05): "Von der Moral und dem Gefühl her war es ein Sieg. Wir hätten uns noch mehr belohnen können. Gegen eine Mannschaft mit solch einer Qualität ist es schwer, das noch zu drehen. Da muss man das über die Standards zwingen, und das ist uns gelungen."

Pablo de Blasis (1. FSV Mainz 05): "Uns hat zunächst der richtige Zug gefehlt. Wir waren nicht nahe genug am Gegner dran. Nach dem 0:2 lief es erstaunlicherweise besser und wir konnten mehr Druck aufbauen."

Christian Heidel (Manager 1. FSV Mainz 05): "Das ist vom Gefühl her ein Sieg. Wenn man gegen Gladbach 0:2 zurückliegt und das noch aufholt, ist das für die Stimmung überragend gut. Gladbach hat in der ersten Halbzeit gezeigt, dass es ein Spitzenteam ist, hat den Ball laufenlassen und wir sind hinterher gelaufen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns mehr zugetraut."

"Das Tor ging ganz klar auf meine Kappe"

Ibrahima Traoré (Borussia Mönchengladbach): "Ich bin natürlich sehr enttäuscht. Wir lagen 2:0 in Führung und haben das Spiel eigentlich gut kontrolliert. Wenn man dann am Ende nur einen Punkt holt, ist das sehr bitter. Aber so ist der Fußball manchmal. Das kann man nicht immer erklären. Wir haben trotzdem noch Vorsprung in der Tabelle, hätten aber natürlich gerne unser Polster bewahrt. Jetzt wollen wir es nächste Woche gegen Hannover besser machen."

Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach): "Wir haben gegen eine gute Mainzer Mannschaft gespielt. Trotzdem hatten wir das Spiel nach dem 2:0 eigentlich unter Kontrolle, haben dann aber durch einen direkten Freistoß, der gut getreten war, den Anschlusstreffer und nach einem langen Einwurf den Ausgleich kassiert. Natürlich waren die beiden Gegentreffer vermeidbar, aber so ist das manchmal im Fußball. Wir hatten direkt nach dem 1:2 eine sehr große Chance zum 3:1 und hätten meiner Meinung nach auch noch einen Elfmeter bekommen müssen."

Yann Sommer (Borussia Mönchengladbach): "Ich bin sehr enttäuscht, weil wir auswärts mit zwei Toren geführt und trotzdem nicht gewonnen haben. Wir waren die bessere Mannschaft und äußerst effizient. Mainz hat nach unserem zweiten Treffer eigentlich nicht mehr groß daran geglaubt, noch etwas holen zu können. Dann sind sie durch den Freistoßtreffer wieder zurück ins Spiel gekommen. Das Tor ging ganz klar auf meine Kappe. Das ist sehr ärgerlich, weil es aus meiner Sicht die Schlüsselszene war."

Max Kruse (Borussia Mönchengladbach):"Wenn Du 2:0 in Mainz führst, darfst du dir das Spiel nicht mehr wegnehmen lassen."