Bremen - Viktor Skripnik ist enttäuscht und niedergeschlagen, weil sein SV Werder Bremen gegen den FC Augsburg eine bittere Niederlage hinnehmen musste. Markus Weinzierl freut sich über den Sieg und sieht den Schlüssel dazu im Gemütszustand der Bremer nach dem 1:1.

Viktor Skripnik (Trainer Werder Bremen): "Meine Mannschaft sitzt tief niedergeschlagen in der Kabine, und auch ich fühle eine Riesenenttäuschung. Natürlich ist unsere Situation nach dieser Niederlage nicht besser geworden. Uns hat einfach das zweite Tor gefehlt. Nach dem Ausgleich hatten wir dann nicht mehr die spielerischen Mittel, um noch einmal zurückzukommen."

Markus Weinzierl (Trainer FC Augsburg): "Insgesamt bin ich natürlich sehr erleichtert, dass wir diese drei Punkte holen konnten. In der ersten Halbzeit haben wir bestimmt nicht das Beste gespielt, was wir können. Danach haben wir den Schlüssel zum Spiel gefunden. Nach dem 1:1-Ausgleich war die Angst vor der Niederlage beim Gegner zu spüren und genauso ist es dann ja auch gekommen."

"Wir müssen uns wieder aufbauen"

Clemens Fritz (SV Werder Bremen): "Der Frust ist sehr groß. Es ist schwierig, die richtigen Worte zu finden. Wir stehen auf dem Relegationsplatz, die Abstiegsgefahr ist real. Es ist eine bedrohliche Lage, da brauchen wir nicht drum herum reden. Aber wir müssen uns wieder aufbauen, diese Niederlage abschütteln und wieder mutig in das nächste Heimspiel gehen. Die Saison geht bis zum letzten Spieltag, das dürfen wir nicht vergessen."

Thomas Eichin (Geschäftsführer SV Werder Bremen): "Die erste Halbzeit war nicht leblos, aber uns hat heute vorne und hinten die letzte Konsequenz gefehlt. Die beiden Gegentore bekommen wir wieder aus völlig bescheuerten Situationen. Das ist in unserer Lage tödlich, das darf uns nicht passieren.“

"Das Ergebnis ist brutal wichtig"

Marwin Hitz (FC Augsburg): "Vor der Pause gab es nicht viel Gutes, das war spielerisch und vom Zweikampf her zu wenig. Daher haben wir uns in der Halbzeit gesagt, dass wir nichts mehr zu verlieren haben. In der zweiten Hälfte hatten wir eine gute Quote und damit das Spiel gewonnen. Da ist es auch egal, wie das zu Stande gekommen ist."

Daniel Baier (FC Augsburg): "Das Ergebnis ist für den Kopf und die Tabelle brutal wichtig. Das ist ein wichtiger Schritt, auch wenn es am Ende immer noch ganz eng ist. Der Trainer hat in der Halbzeit sachlich und ruhig analysiert, und nach der Pause haben wir es besser gemacht."

Jeffrey Gouweleeuw (FC Augsburg): "Drei Schüsse aufs Tor - zwei Tore, das hat uns heute gereicht. Das Ergebnis wird uns Selbstvertrauen geben, und so können wir mit breiter Brust in das nächste Spiel gegen Stuttgart gehen."