Sinsheim - Nach dem verrückten 3:4 zwischen Hoffenheim und Köln lobt FC-Coach Peter Stöger die Einstellung seiner Spieler. Sein Gegenüber Markus Gisdol wirkt dagegen fast schon etwas ratlos über das Ergebnis. Die Stimmen zum Spiel TSG 1899 Hoffenheim - 1. FC Köln.

Markus Gisdol (Trainer 1899 Hoffenheim): "Die Mannschaft hat über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht. Wir sind eigentlich nie in einen Konter gelaufen, haben aber dennoch vier Tore bekommen. Es ist fast unglaublich, dass wir die Partie zum Schluss verlieren. Wir haben große Geschenke verteilt."

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Wir sind sehr glücklich und zufrieden. Wir haben gewusst, was auf uns zukommt. Es war schwer in der Pause, die Jungs aufzurichten. Wenn ein Spiel so läuft, ist es für einen Aufsteiger normal schwer, zu gewinnen. Aber es war eine Leistung der Moral, ich bin sehr stolz."

"Die Tore waren komische Dinger"

Andreas Beck: Wir sind wahnsinnig enttäuscht. In der zweiten Halbzeit haben wir intensiv auf das vierte Tor hingearbeitet. Dann bekommen wir selbst das vierte - aus dem Nichts. Die Kölner Chancen konnte man an einer Hand abzählen. Wir haben Moral gezeigt und immer wieder versucht, die Kölner Ordnung zu zerstören. Ich glaube, dass wir aus dieser Niederlage gestärkt hervorgehen. Wir werden uns gegenseitig aufbauen und aus dem Erlebten lernen.

Kevin Volland: "Die Niederlage ist für mich unerklärlich: Wir waren die klar drückende Mannschaft. Aber irgendwie haben es die Kölner geschafft, jede einzelne Torchance auch zu einem Treffer zu nutzen. Das ist natürlich sehr bitter für uns - besonders, wie die zweite Halbzeit dann verlaufen ist.

Oliver Baumann: "Nach dem 1:3 sind wir gut zurückgekommen und haben als Mannschaft zusammengehalten. Die Tore waren komische Dinger, bei denen Köln vielleicht auch ein bisschen Glück hatte. Wir hatten nach der Pause zig Chancen und Köln eine, die war drin. Deshalb ist das sehr bitter."

Roberto Firmino (alle TSG 1899 Hoffenheim): "Das ist eine schmerzliche Niederlage. Wir haben gut gespielt, alles versucht und hatten genug Chance, das Spiel zu gewinnen. Köln hat nach dem Seitenwechsel nur eine Chance und entscheidet damit die Partie."

"Flanken. Schießen. Flanken. Schießen!"

Matthias Lehmann:"Ich wollte erst flanken, dann schießen, dann flanken schießen. Dann bin ich angelaufen und habe mich umentschieden. Dann habe ich gemerkt, dass ich den Ball gut getroffen habe. Ich wusste aber nicht, ob ich jubeln sollte, wenn ich ehrlich bin. Mein letztes Freistoßtor war schon so lange - da war ich ein wenig überfordert."

Jonas Hector (beide 1. FC Köln): "Als der Bundestrainer angerufen hat, war das natürlich ein überragendes Gefühl. Ich war total nervös. Aber wenn man dann auflegt, mal kurz fünf Minuten in sich geht, kommt nur noch Freude auf.Ich bin seit zweieinhalb Jahren Profi, spiele jetzt meine erste Bundesligasaison. Ich war auch nie in irgendwelchen U-Nationalmannschaften unterwegs. Deswegen hatte ich mir nur darüber Gedanken gemacht."