Bremen - Viktor Skripnik zeigt sich begeistert von seiner Mannschaft, Thomas Schaaf ist sich der prekären Situation bewusst. Die Stimmen zur Partie Werder Bremen - Hannover 96.

Viktor Skripnik (Werder Bremen): "Der Druck auf meine Mannschaft war enorm, aber sie hat das toll gemeistert. Endlich konnten wir uns bei unseren Fans mit einem Heimsieg bedanken. Jetzt dürfen wir ein paar Tage genießen, aber dann geht der Abstiegskampf weiter.

Thomas Schaaf (Trainer Hannover 96): "Natürlich bin ich äußerst unzufrieden, aber es geht für uns weiter. Es ist aber schon klar, dass jetzt sehr, sehr viel zusammenpassen muss. Die Möglichkeit ist noch da, aber ich weiß natürlich, wie schwer diese Aufgabe wird."

"Alles hat locker funktioniert"

Jannik Vestergaard (SV Werder Bremen): "Nach dem 1:2 waren wir natürlich kurz verunsichert, aber das konnten wir schnell abschütteln. Es war ein starkes Spiel. Wir haben über den gesamten Spielverlauf viele Chancen erspielt. Das hilft natürlich in der Abwehrarbeit.“

Theodor Gebre Selassie (SV Werder Bremen):: "In Leverkusen sind wir selbstbewusst und fokussiert aufgetreten. Heute war der Plan, dies zu bestätigen. In der Pause haben wir besprochen, dass wir trotz des Gegentores aktiv und spielbestimmend bleiben wollen. Das ist uns gut gelungen und am Ende hat man gemerkt, dass alles lockerer funktioniert hat."

Clemens Fritz (SV Werder Bremen): "Es freut uns ganz besonders, dass wir endlich mal wieder im Weser-Stadion gewinnen konnten. Wir wollten die Fans mitnehmen und zeigen, dass wir es heute gemeinsam schaffen können. Wir haben von der ersten Minute an gezeigt, dass wir gewinnen wollen. Der Anschlusstreffer war sehr unglücklich, aber das haben wir schnell abgeschüttelt. Es war ein sehr wichtiger und hochverdienter Sieg, aber es müssen noch weitere Big Points folgen."

Zlatko Junuzovic (SV Werder Bremen): "Wir wussten, dass es Hannover oft spielerisch versucht und wir so die Möglichkeit haben, frühzeitig den Ball zu erkämpfen. Durch den Anschlusstreffer machen wir uns das Leben wieder selber schwer, aber darauf haben wir eine gute Reaktion gezeigt.“

"Schwer, die richtigen Worte zu finden"

Kenan Karaman (Hannover 96): "Nach dem Spiel ist es schwer, die richtigen Worte zu finden. Wir haben uns eigentlich viel vorgenommen für die Partie. Trotz der Niederlage gegen Wolfsburg waren wir alle positiv gestimmt, aber irgendwie ist uns heute gar nichts gelungen. Wir wollten den Gegner möglichst in unserer Zone attackieren, aber wir waren immer einen Schritt zu spät. Die ersten 15 Minuten haben wir komplett verschlafen. In der Halbzeit haben wir uns nochmal Mut gemacht und haben uns gesagt, dass wir die zweite Halbzeit völlig anders anpacken wollen. Dann bekommen wir das 1:3 und 1:4 und dann war das Spiel auch schon entschieden. Im Endeffekt war es viel zu wenig, wir nehmen nichts Positives mit. Wir werden am Ende sehen, ob es reicht oder nicht."

Christian Schulz (Hannover 96): "Gerade die ersten 20 Minuten haben wir verschlafen und sind nicht ins Spiel gekommen. Das hat sich dann durchgezogen über die gesamte Distanz. Das müssen wir uns ankreiden. Es ist unerklärlich, dass wir so eine Leistung bieten. Die Hoffnung schwindet natürlich. Die nächsten Spiele sind enorm wichtig, auch dann müssen wir wieder um drei Punkte kämpfen. Die Rückfahrt wird sehr, sehr leise werden, weil jeder enttäuscht ist."