Ingolstadt - "Es war ein superintensives Spiel", sagt Jürgen Kramny. "Ich hätte nicht geglaubt, dass ich über einen Punkt in der Bundesliga nicht erfreut sein kann", konstatierte sein Gegenüber Ralph Hasenhüttl. Die Stimmen zum Spiel FC Ingolstadt - VfB Stuttgart.

Ralph Hasenhüttl (Trainer FC Ingolstadt): "Ich hätte nicht geglaubt, dass ich über einen Punkt in der Bundesliga nicht erfreut sein kann. Es wäre mehr drin gewesen. Beide Teams haben gezeigt, dass sie nach vorne spielen wollten. Nach dem 3:1 hatten wir den VfB da, wo wir ihn haben wollten. Da musst du eben das vierte Tor machen. So stehen wir mit einem Punkt da, auch wenn wir das beste Heimspiel der Saison geliefert haben." 

Jürgen Kramny (Trainer VfB Stuttgart): "Es war ein superintensives Spiel. Wir haben auf das 0:1 gut reagiert. Nach dem 1:1 war es bis zur Pause ein offenes Spiel. Nach der Halbzeit haben wir unseren Rhythmus überhaupt nicht gefunden. Nach dem 1:3 haben dann wir hop oder top gespielt und Glück, dass das 4:1 nicht fällt. Wir haben aber immer daran geglaubt. Für uns war es ein Punkt der Moral."

"Sind stabiler geworden"

Daniel Didavi (VfB Stuttgart): "Es war das erwartet schwierige Spiel. Nach dem 0:1 sind wir schnell in die Partie zurückgekommen und hatten im Anschluss unsere beste Phase. Insgesamt war die erste Hälfte okay. Im zweiten Durchgang haben wir leider den Faden verloren und haben uns auf das Spiel des Gegners zu sehr eingelassen. Positiv ist, dass wir nach dem 1:3 noch einmal zurückkommen und einen Punkt mitnehmen. Wir können mit unserer Leistung dennoch nicht zufrieden sein."

Christian Gentner (VfB Stuttgart): "Aus unseren Möglichkeiten in den ersten 25 Minuten der Partie müssen wir mehr machen. Anschließend haben wir uns zu sehr aus unserem Konzept bringen lassen und sind oft zu spät in die Zweikämpfe gekommen. Es war ein intensiv geführtes Spiel, nach dem wir mit dem Unentschieden zufrieden sein müssen. Dass wir nach 1:3 noch einmal zurückkommen, beweist, dass wir stabiler geworden sind."

Lukas Rupp (VfB Stuttgart): "Ingolstadt hat wie erwartet mit vielen langen Bällen agiert. Dadurch ist phasenweise nur schwerlich ein Spielfluss zustande gekommen. Insgesamt hätten wir besonders in der ersten Hälfte unsere Angriffe konsequenter zu Ende spielen müssen. Wir sind auf einen guten Gegner getroffen und nehmen diesen einen Punkt unterm Strich gerne mit."

"Für die Jungs tut es mir leid"

Moritz Hartmann (FC Ingolstadt): "Für die Zuschauer war es sicher ein sehenswertes Spiel. Wir hätten sogar das 4:1 nachlegen können, waren aber zu unkonzentriert und hätten die Gegentore verhindern müssen. Es fällt im Moment schwer, sich mit dem Unentschieden zufrieden zu geben und nicht drei Zähler eingefahren zu haben, doch der Punkt hilft uns dennoch weiter."

Darío Lezcano (FC Ingolstadt): "Einerseits bin ich froh mein erstes Tor erzielt zu haben, aber andererseits wären drei Punkte noch besser gewesen. Wir haben toll gekämpft und mutig gespielt. Es ist ärgerlich zwei späte Gegentore zu kassieren, aber wir haben einen weiteren Punkt geholt."

Marvin Matip (FC Ingolstadt): "Bei dem Elfmeterpfiff nehme ich die Schuld auf mich, ich hätte den Ball früher wegschlagen müssen. Für die Jungs tut es mir leid, weil wir uns deshalb heute nicht für einen guten Auftritt mit drei Punkten belohnen konnten. Das gleiche gilt für unsere Fans, die uns heute wieder extrem gepusht haben, auch sie hätten einen Heimsieg verdient gehabt. Wir konnten dennoch die Distanz zum VfB wahren und haben schon nächste Woche eine schwere Aufgabe in Berlin vor uns, dort wollen wir uns ähnlich positiv präsentieren."