Mönchengladbach - "Wir haben über 60 Minuten ein sensationelles Spiel abgeliefert", sagte ein zufriedener Ralph Hasenhuettl nach dem Spiel. "Wir hätten in der ersten Hälfte noch den einen oder anderen Lauf mehr machen müssen", analysierte Andre Schubert. Die Stimmen zum Spiel Borussia Mönchengladbach - FC Ingolstadt.

Andre Schubert (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir müssen mit diesem Unentschieden leben. Die Mannschaft hat nach den großen Belastungen der vergangenen Wochen nochmal alles versucht und auch in den letzten Minuten in Unterzahl enorm viel investiert. Aber dieses Mal hat es gegen einen Gegner, der von Anfang an nur darauf aus war, das Spiel zu zerstören, leider nicht gereicht, um das Spiel zu gewinnen. Wir hätten in der ersten Hälfte noch den einen oder anderen Lauf mehr machen müssen, aber ich mache den Jungs überhaupt keinen Vorwurf. Das war das xte Spiel binnen weniger Tage – das ist schon extrem. Wir sind deshalb nun froh, dass Länderspielpause ist und wir ein wenig durchschnaufen können."

Ralph Hasenhüttl (Trainer FC Ingolstadt): "Das Unentschieden ist aus meiner Sicht ist absolut verdient. Wir haben über 60 Minuten ein sensationelles Spiel abgeliefert. In der ersten Hälfte haben wir Borussia kaum mal aus der eigenen Hälfte kommen lassen und hatten zudem mehrere Chancen, in Führung zu gehen. Der Mannschaft gebührt Respekt, wie sie gegen einen Champions League-Teilnehmer in dessen eigenem Stadion über weite Strecken aufgetreten ist. Wir haben auch erneut unter Beweis gestellt, dass wir nicht aus Zufall aufgestiegen sind und vielen Gegnern in dieser Liga Probleme bereiten können."

"Hätten Siegesserie gerne fortgesetzt"

Alvaro Dominguez (Borussia Mönchengladbach): In der ersten Hälfte hat uns ein wenig die Frische gefehlt, so dass wir mit diesem aggressiven Gegner unsere Probleme hatten. Nach der Pause haben wir es dann viel besser gemacht. Wir wussten, dass Ingolstadt diese Intensität und dieses Tempo nicht über 90 Minuten durchhalten konnte und sind mit viel Schwung aus der Halbzeit gekommen. Letztlich hätten wir den Sieg durchaus verdient gehabt, aber leider sind uns keine Tore gelungen.

Lars Stindl (Borussia Mönchengladbach): Wir hätten unsere Siegesserie in der Bundesliga natürlich gerne fortgesetzt. Aber wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut ins Spiel gefunden, weil Ingolstadt hoch gepresst und uns gut zugestellt hat. Sie haben alles reingeworfen. Gleichzeit haben wir zu ungenau hinten rausgespielt und konnten uns so nicht richtig befreien. In der zweiten Halbzeit haben es wir es dann besser gemacht. Wir standen tiefer, haben das Spiel breiter gemacht und die Räume besser genutzt. So sind wir auch zu Chancen gekommen, die wir einfach hätten machen müssen. Wenn man solche Möglichkeiten dann liegen lässt, wird es eben schwer.

Ibrahima Traoré (Borussia Mönchengladbach): Es war nach den intensiven Wochen heute sehr schwer. Wir haben uns in der ersten Hälfte sehr schwer getan und sind mit dem Pressing des Gegners nicht besonders gut klar gekommen. Ingolstadt hat alles dafür getan, uns nicht zu unserem Spiel zu finden zu lassen. Sie haben aus meiner Sicht nach der Pause nur noch sehr wenig zum Spiel beigetragen und viel Energie darauf verwendet, uns zu provozieren und aus dem Rhythmus zu bringen. Das ist ihnen leider gelungen, sie nehmen einen Punkt mit. Es ärgert mich sehr, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben, weil wir vor der Länderspielpause unbedingt drei Punkte einfahren wollten.

"Jeder haut sich rein"

Marvin Matip (FC Ingolstadt): "Es war unser Matchplan, die Gladbacher konsequent anzulaufen und auch die Innenverteidiger tief mit in die gegnerische Hälfte zu nehmen. Solange die Kraft gereicht hat, ist uns das auch sehr gut gelungen. Es ist normal, dass man dieses Spiel nicht über 90 Minuten fahren kann, also standen wir dann tiefer. Auch das hat gut funktioniert, auch wenn wir am Ende die eine oder andere Chance zulassen mussten."

Ramazan Özcan (FC Ingolstadt): "Es ist großartig, dass wir nach nach zwölf Spielen mit 16 Punkten dastehen. Jeder haut sich rein und auch gegen einen Favoriten haben wir heute wieder gut mitgespielt. Wir sind die Härte aus der zweiten Liga gewohnt und manchmal muss es über Kampf gehen, wenn du als Aufsteiger zu einer Mannschaft reist, die sechsmal hintereinander gewonnen hat."

Tobias Levels (FC Ingolstadt): "Wir haben in der ersten Halbzeit gute Chancen kreiert, die wir leider nicht zur Führung nutzen konnten. Im zweiten Durchgang ist dann der Druck größer geworden, was aufgrund der aktuellen Verfassung von Gladbach ganz normal ist. Wir haben in der Anfangsphase gut Druck gemacht und uns die zweiten Bälle erobert. So haben wir einen Favorit vor Probleme gestellt und letztendlich verdient einen Punkt mitgenommen."