Leverkusen - Darmstadts Trainer Dirk Schuster freut sich über den Überraschungssieg in Leverkusen, Roger Schmidt sieht die Fehler, die sein Team gemacht hat. Die Stimmen aus dem Spiel.

Roger Schmidt (Trainer Bayer 04 Leverkusen): "Darmstadt ist sehr clever aufgetreten. Wir haben sehr viele Fehler gemacht und nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Sicherlich haben wir ein paar Chancen kreiert, aber mit zunehmender Spieldauer hat uns Darmstadt den Zahn gezogen, und wir haben die Nerven verloren."  

Dirk Schuster (Trainer SV Darmstadt 98): "Wir freuen uns riesig, dass wir etwas Zählbares aus Leverkusen mitnehmen. Wir wollten uns nicht einmauern und haben von Beginn an mutig nach vorne gespielt. Wir sind stolz, dass wir mit Darmstadt den ersten Sieg seit 33 Jahren feiern können."

"Die Beine sind schwer gewesen"

Peter Niemeyer (Spieler Darmstadt 98):"Wir wollten heute mehr Fußball spielen, nicht nur Verteidigen. Bei Standards sind wir immer für etwas gut. Ansonsten haben wir defensiv wieder leidenschaftlich verteidigt. Das Team hat alles in Waagschale geworfen, besonders in der Nachspielzeit war es hart. Die Beine sind schwer gewesen, aber wir haben es geschafft. Das ist mehr, als wir uns erträumt haben."

Marco Sailer (Spieler Darmstadt 98):"Der Sieg fühlt sich super an. 4 Punkte auswärts, das ist fantastisch. Darauf sind wir mächtig stolz. Der Start ins Spiel war super, wir haben Leverkusen Probleme bereitet. Danach merkt man einfach die Qualität von Bayer. Sie können einfach so den Druck erhöhen, aber wir haben standgehalten. In der Nachspielzeit muss man nochmal richtig aufpassen, aber wir sind auch fit für 95 Minuten. Der Dreier geht wohl in Ordnung, unsere Laune ist nun natürlich bestens."

Marcel Heller (Spieler Darmstadt 98):"Wir wollten von Beginn an präsent sein. Heute haben wir gut unseren Kampf mit Fußball kombiniert, es war vermutlich unser bestes Spiel in der Bundesliga von den vieren. Bis zur 80. Minute haben wir auch noch spielerisch gegengehalten, danach muss man auch mal einfach die langen Schläge auspacken. Gegen ein Team wie Leverkusen kann man nicht alles verteidigen. Sie sind individuell einfach großartig besetzt. Die Mannschaftsleistung war hervorragend."

"Bis ans Limit gegangen"

Jerome Gondorf (Spieler Darmstadt 98):"Heute war es unser Ziel, mutiger zu spielen als zuletzt. Der Ball sollte nicht nur lang raus, wir wollten unseren Ballbesitz gut ausspielen und in der Zentrale auch mal den freien Mann in Szene setzen. Wenn das klappt, sind wir auch in der Lage, besser über außen Druck zu machen. Da sind wir oft nur mit Fouls zu stoppen, das ist ein Pfund. Heute waren wir noch mal eine Stufe stärker als gegen Schalke, besonders, weil wir offensiv präsenter waren. Am Schluss habe ich einfach versucht, trotz Müdigkeit, noch einen Schritt mehr zu gehen, dem anderen noch mehr zu helfen. Nur so können wir bestehen. Insgesamt haben wir heute wenige hundertprozentige zugelassen, das zeigt, dass wir in dieser Klasse mithalten können."

Christian Mathenia (Spieler Darmstadt 98):"Wenn man in Leverkusen als Sieger vom Platz geht, muss man einiges richtig gemacht haben. Die Mannschaft ist 94 Minuten lang marschiert und bis ans Limit gegangen. Wir sind stolz darauf, weiterhin ungeschlagen zu sein und uns mit dem ersten Bundesliga-Dreier belohnt zu haben."

Aytac Sulu (Spieler Darmstadt 98):"Das war für uns und auch für die Fans war es vermutlich ein gelungener Nachmittag - auch wenn wir das Ziel von einem Punkt heute verfehlt haben. Da müssen wir uns wohl bei den mitgereisten entschuldigen (lacht). Ernsthaft: Heute waren auch gute Passstafetten drin, das zeigt eine Entwicklung von uns. Defensiv hat die Mannschaft wieder wenig zugelassen und ist voll überzeugt in jeden Zweikampf gegangen. Über mein Tor freue ich mich natürlich. Die Flanke war klasse, der Ball kam perfekt zu mir."