Nach nur knapp sieben Monaten Zusammenarbeit gehen Trainer Huub Stevens und der niederländische Meister PSV Eindhoven künftig getrennte Wege.

Der 55-Jährige, in Deutschland einst Coach von Schalke 04, von Hertha BSC Berlin, des 1. FC Köln und des Hamburger SV, erklärte nach enttäuschendem Saisonverlauf seinen Rücktritt. Zuletzt hatte es von Seiten der PSV-Fans heftige Kritik am Coach gegeben, der Schalke 04 1997 zum UEFA-Cup-Triumph geführt hatte.

Die renommierte Tageszeitung NRC Handelsblad hatte berichtet, dass Stevens bereits nach der Auswärtsniederlage im Herbst gegen NEC Nijmwegen seinen Rücktritt angeboten habe. Sportdirektor Jan Reker soll aber damals die Demission des Fußballlehrers abgelehnt haben.

Missstimmung innerhalb des Vereins

Zuletzt hatte sich die Missstimmung innerhalb des Vereins verstärkt. Eine Mehrheit der PSV-Profis soll nicht mehr hinter dem Trainer gestanden haben, berichtete das Fachblatt Voetbal International. Außerdem hatte es Kritik an der Taktik von Stevens, nur eine Angriffsspitze aufzustellen, gegeben.

Nach dem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand am vergangenen Samstag in der Ehrendivision gegen NAC Breda (Endstand 2:2) hatten die PSV-Fans im Philipsstadion weiße Taschentücher geschwenkt. Ein deutliches Signal, dass sie einen anderen Trainer wollen.

Nachfolger steht noch nicht fest

Die erfolgsverwöhnten PSV-Anhänger waren unzufrieden mit dem Saisonverlauf. Zurzeit belegt der ehemalige Europapokalsieger der Landesmeister nur den 5. Tabellenplatz. Der Rückstand auf Tabellenführer AZ Alkmaar beträgt nach 19 Spieltagen bereits 15 Punkte. In der Gruppenphase der Champion League war die PSV ebenfalls gescheitert.

Der Club betonte am Mittwoch, man habe den Trainer in den letzten Monaten jegliche Unterstützung gewährt. Wer Nachfolger von Stevens, der den Spitzname "Knurrer aus Kerkrade" trägt, bei der PSV wird, ist noch nicht bekannt.