Köln - Josef Zinnbauer ist der neue Mann auf dem Trainerstuhl des Hamburger SV. Mit der U23 gewann Zinnbauer alle bisherigen acht Saisonspiele. Wer ist dieser vielversprechende Coach?

Als Spieler in der 2. Bundesliga aktiv

  • Josef Zinnbauer (44 Jahre alt) gehörte in der Spielzeit 1994/95 dem Bundesliga-Kader des Karlsruher SC an. Unter Trainer Winfried Schäfer saß er an vier Spieltagen auf der Bank, kam aber nie zum Einsatz.
  • 1995 wechselte er zu Mainz 05, kam dort im ersten halben Jahr 17 Mal in der 2. Bundesliga zum Einsatz (14 Mal wurde er eingewechselt). Zinnbauer erzielte für die Rheinhessen zwei Tore (in Jena und gegen Chemnitz). In Mainz war Wolfgang Frank sein Trainer, ein Taktik-Pionier, der auch Trainergrößen wie Jürgen Klopp oder Torsten Lieberknecht geprägt hat.
  • Wegen eines Knorpelschadens im Knie musste Zinnbauer 1996 seine Profi-Karriere mit nur 25 Jahren vorzeitig beenden. Ein ähnliches Schicksal widerfuhr auch einem Michael Skibbe oder Thomas Tuchel, die ebenfalls auf Grund des vorzeitigen verletzungsbedingten Karriere-Endes frühzeitig Erfahrungen als Trainer sammelten.
  • Im Amateurbereich spielte Zinnbauer auch für Bayreuth, Ulm und Vestenbergsgreuth.

Hochgearbeitet als Trainer

  • Zinnbauer startete seine Trainer-Karriere bei kleineren Vereinen. 2005 übernahm er den VfB Oldenburg, eine undankbare Aufgabe, da der ehemalige Zweitligist stets an der Grenze zur Insolvenz stand. Immerhin hielt er sich dort bis 2010.
  • Im Januar 2011 wurde Zinnbauer Co-Trainer beim KSC, am 27. März 2012 übernahm er den Trainer-Posten beim KSC II, da Vorgänger Markus Kauczinski die KSC-Profis übernommen hatte.
  • Mit dem KSC II wurde Zinnbauer 2011/12 am Saisonende Fünfter in der Regionalliga. Die nächsten beiden Spielzeiten coachte er den KSC-Nachwuchs in der Oberliga.

Erfolgscoach bei der U23 des Hamburger SV

  • Oliver Kreuzer holte Zinnbauer in diesem Sommer zum HSV als Trainer für die U 23. Als Kreuzer Mitte Juli gehen musste, hatte Zinnbauer nicht allzu viele Fürsprecher im Verein.
  • Das hat sich schnell geändert: Mit dem HSV II landete er in acht Spielen in der Regionalliga Nord acht Siege. Der Nachwuchs der Hamburger ist Tabellenführer bei einem Torverhältnis von 27:5.
  •  Das ist umso bemerkenswerter, weil Rodolfo Cardoso in den letzten beiden Spielzeiten mit der Mannschaft jeweils lange Zeit gegen den Abstieg gekämpft hat.