Köln - Mats Hummels ist umstellt. Von 18 digitalen SLR-Kameras mit je 15 Megapixeln und sechs Blitzgeräten. Im Bruchteil einer Sekunde wird eine 360-Grad-Aufnahme des Dortmunder Nationalspielers erstellt. Diese hochaufgelösten Bilder werden später verwendet, um ein exaktes 3D-Modell des Kopfs und des Spielers zu gestalten.

"Starhead Shooting" nennt EA SPORTS diese aufwändige und höchstwertige Technologie, die die virtuellen Stars in FIFA 12 noch echter und lebendiger werden lässt. Qualitativ herausragende Spielermodelle sind so garantiert; der optische Unterschied zum Original wird immer geringer.

Alle deutschen Nationalspieler vor den 18 Kameras

Und es ist nicht nur das aktuelle FIFA 12-Testimonial Mats Hummels, das dank des "Starhead Shootings" wie ein virtueller Zwilling in der neuen Version der FIFA-Reihe erscheinen wird. Anfang Februar nutzte ein Team von EA SPORTS in Kamen die Gelegenheit, alle deutschen Nationalspieler vor die 18 Kameras zu bekommen.

"Wir haben von jedem Nationalspieler ein dreidimensionales Foto erstellen können, was uns eine authentische Nationalmannschaft in FIFA ermöglicht. Vor allem die jungen Spieler haben sich gefreut, nicht nur Teil der Nationalmannschaft zu sein, sondern auch ein Teil von FIFA zu sein", sagt Ralf Anheier, PR Manager EA SPORTS.

In acht verschiedenen Ländern zum Einsatz gekommen

Ein großer Vorteil der 3D Head Scanning-Technologie ist ihre Mobilität, die es EA SPORTS ermöglicht, die Aufnahmen vieler individueller Spieler an verschiedenen Orten zu erstellen. Das Aufnahmesystem kam in den letzten zwei Jahren schon in acht verschiedenen Ländern zum Einsatz.

Das Fotoshooting muss auch mit dem echten Spieler durchgeführt werden. Es ist nicht möglich, ein authentischeres Spielermodell ohne Head Scanning des Originals zu erstellen. Bei der Nachbearbeitung wird das Bild von einem Grafiker aufgewertet und für den Einsatz im Spiel vorbereitet. Wenn nötig werden auch Änderungen vorgenommen – etwa eine neue Frisur -, um den Spieler noch authentischer zu machen.

"In absehbarer Zukunft den gesamten Körper digitalisieren"

Die technische Entwicklung deutet jetzt schon auf weitere Verbesserungen der künftigen FIFA-Ausgaben hin. Blair Leckie, EA Kanada: "Wir versuchen stets neue Wege zu finden, die Köpfe in den Spielen noch besser und noch realistischer zu kreieren. Ich kann mir vorstellen, dass wir in absehbarer Zukunft sogar den gesamten Körper auf diese Weise digitalisieren können."