Der heutige Tag bringt für den VfB Stuttgart viel Neues mit sich. Im Mittelpunkt stehen dabei einerseits die Umbenennung der heimischen Spielstätte der Schwaben sowie andererseits die neuen Erkenntnisse von Cheftrainer Armin Veh nach dem am Abend anstehenden Test gegen den englischen Renommierclub Arsenal London (ab 20 Uhr im Live-Ticker).

Nach der offiziellen Saisoneröffnung am Mittag ist für 18:30 Uhr die festliche Umbenennung des weiten Runds geplant. Nach Neckarstadion und Gottlieb-Daimler-Stadion wird man in Stuttgart künftig in der Mercedes-Benz-Arena – die Sportstätte wird bis 2011 in ein reines Fußballstadion umgebaut - die Heimspiele bestreiten.

Um diesen Anlass auch gebührend zu zelebrieren, hat sich kein Geringerer als der 13-fache englische Meister Arsenal London für das erste Spiel im "neuen" Stadion angekündigt. Nach dem erfolgreichen Abschneiden im UI-Cup-Spiel gegen Saturn Ramenskoje und dem daraus resultierenden Weiterkommen sind die "Gunners" ein echter Prüfstein für den VfB vor der anstehenden Bundesliga-Saison.

Erster Auftritt der EM-Fahrer

Gegen die Londoner sollen auch die langersehnten EURO-Teilnehmer der Schwaben ihren ersten Auftritt in der Vorbereitung haben. "Ich gehe davon aus, dass die EM-Fahrer mit von der Partie sind", gab sich Veh optimistisch. Neben Neuzugang Khalid Boularhouz, der von Arsenals Stadtrivale FC Chelsea zum VfB wechselte und dem neuen Kapitän Thomas Hitzlsperger werden die Augen vor allem auf Torjäger Mario Gomez und Torwart Jens Lehmann gerichtet sein.

"Einige haben immer wieder ein klares Bekenntnis von mir zum VfB gefordert", teilte Gomez am Montag auf seiner Internetseite mit, nachdem Stimmen hinsichtlich eines Wechsels des Toptorjägers der vergangenen Spielzeit (19 Tore) aufkamen. "Dabei ist das doch gar nicht notwendig. Ich habe kein einziges Mal gesagt, dass ich den Club in diesem Sommer verlassen will." Somit wird Gomez auch in der kommenden Saison für die Schwaben auf Torejagd gehen.

Wiedersehen mit den Ex-Kollegen

Gespannt warten die Fans indes auf ihre neue Nummer Eins. Für Lehmann, der bei einem Einsatz am heutigen Abend auf seine Ex-Kollegen treffen würde – er spielte die vergangenen fünf Jahre für Arsenal – wäre es der erste offizielle Auftritt im Trikot der Schwaben. "Ich hoffe, dass ich gegen Arsenal spielen kann", hatte der 38-Jährige verkündet.

Bisher wurden bereits über 40.000 Tickets für das Spiel gegen die "Gunners" abgesetzt. Die Vorfreude auf dieses Highlight ist sowohl bei den Fans, als auch im Team zu spüren. "Gegen so eine Mannschaft spielen wir nicht jeden Tag. Deswegen freuen sich meine Spieler auf die offizielle Saisoneröffnung", sagte Veh vor dem Anpfiff. Der Trainer selbst freut sich sicher auch. Immerhin bringt ein Test gegen einen solchen "Hochkaräter" auch immer Erkenntnisse mit sich.