
Der SC Freiburg will mit dem FC Bayern abrechnen
Am Sonntag empfängt der SC Freiburg den FC Bayern München. Die Schuster-Elf hat gegen den Rekordmeister noch eine Rechnung offen – und gute Chancen, diese zu begleichen. Doch warum ist diesmal eine Überraschung drin?
So nah waren sie dran. Der Sport-Club Freiburg führte im letzten Duell mit dem FC Bayern München bis zur 81. Minute mit 2:0, ehe Tom Bischof per Doppelpack ausglich und Lennart Karl in letzter Minute den Siegtreffer erzielte – und sich jubelnd das Trikot vom Leib riss.
Auch im Hinrundenduell lag der SC in München mit 2:0 vorne, ging am Ende aber unter. Diesmal soll es anders laufen. Die folgenden fünf SC-Trümpfe sprechen dafür!

1. Die Abschlusseffizienz
Bereits 15 Saisontore hat der SC Freiburg in der aktuellen Spielzeit auf dem Konto – der fünftbeste Wert der Liga und ein neuer Bundesliga-Rekord des SC nach sechs Spieltagen! Kein Wunder, denn die Breisgauer blieben nie ohne eigenen Treffer und überzeugten mit der besten Abschluss-Effizienz in der Bundesliga (+3,8). Die Bayern liegen hier trotz des Torfestivals gegen RB Leipzig nur knapp im positiven Bereich (+0,2). Die Elf von Julian Schuster dürfte gegenjene von Vincent Kompany nur wenige Chancen bekommen – doch die könnten reichen.
2. Die Heimstärke
Die Freiburger gewannen bisher alle Heimspiele dieser Saison. In der Bundesliga bezwangen sie Werder, Gladbach und Schalke mit insgesamt 11:2 Toren, international legten sie gegen Motherwell und Jablonec sieben weitere Treffer nach. Gegen Bayern soll nun ein Meilenstein zusätzlichen Antrieb geben: Erst einmal gelangen dem SC vier Siege in den ersten vier Bundesliga-Heimspielen – 2016/17 unter Christian Streich. Gelingt seinem Nachfolger das Kunststück erneut?
3. Der Bayern-Spezialist
Den Rekormeister als Lieblingsgegner haben nun wirklich nicht viele Spieler. Freiburgs Lucas Höler aber schon. Der 32-Jährige erzielte bereits fünf Bundesliga-Tore gegen Bayern, dazu sein verwandelter Strafstoß, mit dem er den SC 2022/23 im DFB-Pokal-Viertelfinale in München zum Sieg schoss. Gegen keinen anderen Verein kommt der Stürmer auf mehr als sechs Pflichtspieltore. Und ausgerechnet jetzt, da Höler in der Bundesliga noch auf seinen ersten Saisontreffer wartet, kommen die Münchner vielleicht gerade recht.
4. Die Tabellenführer-Qualität
Langeweile an der Spitze? Fehlanzeige! Noch nie stand in dieser Saison derselbe Tabellenführer zwei Spieltage in Folge ganz oben, insgesamt gab es bereits vier verschiedene Spitzenreiter. Der SC Freiburg war einer davon und grüßte nach dem 3. und 5. Spieltag von der Spitze. Erstmals überhaupt stand der SCF damit mehr als einmal innerhalb einer Bundesliga-Saison ganz oben. Auch Bayern führte die Liga bereits zweimal an und ist aktuell wieder Erster. Allerdings ist genau das kein gutes Omen: Noch kein Tabellenführer gewann in dieser Saison sein Spiel (vier Unentschieden, eine Niederlage).

5. Die Münchner Auswärtsschwäche
Während Bayern die Heimtabelle souverän anführt, reicht es in der Fremde bislang nur zu Platz drei. Das 0:0 auf Schalke und das 2:2 in Augsburg kosteten den Rekordmeister bereits genauso viele Punkte wie in der gesamten Hinrunde der Vorsaison. Der knappe Sieg in Elversberg war kein Spaziergang und auch in der Champions League kamen die Münchner bei Viking Stavanger nicht über ein Remis hinaus. Der Sport-Club holte zu Hause vier Punkte mehr, als Bayern auswärts sammeln konnte. Heimstärke gegen Auswärtsschwäche ergibt…?