
Jeong trifft spät: Union ringt Freiburg in der Nachspielzeit nieder
Der 1. FC Union Berlin gewinnt durch ein spätes Tor beim SC Freiburg mit 1:0 (0:0). Wooyeong Jeong (90.+2) trifft in der Nachspielzeit für die Gäste. Bundesliga-Debütant Matheo Raab hält den Auswärtssieg fest und beendet Freiburgs 16 Heimspiele währende Ungeschlagen-Serie.
Mit dem Europa-Park Stadion galt es für 1. FC Union Berlin eine regelrechte Festung zu stürmen. Der Sport-Club Freiburg war seit 16 Pflichtspielen zu Hause ungeschlagen (zwölf Siege, vier Remis) - die längste Serie seit über zwei Jahrzehnten.
Die Eisernen hingegen hatten seit der Winterpause nur eines von zehn Bundesliga-Spielen gewonnen und standen mit lediglich vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz unter Druck. Matheo Raab, der den verletzten Frederik Rønnow ersetzte, feierte sein Bundesliga-Debüt.
Freiburgs Trainer Julian Schuster rotierte nach der 0:1-Niederlage unter der Woche in der Europa League gegen Genk auf fünf Positionen. Cyriaque Irié durfte erst zum zweiten Mal in der Bundesliga starten.
Ausgeglichene erste Hälfte ohne Tore
Das Spiel begann mit einem frühen Abschluss von Derrick Köhn, der aus der Distanz Noah Atubolu prüfte. Freiburg übernahm danach allmählich die Kontrolle und kam durch Maximilian Eggestein (12.) und Cyriaque Irié (15.) zu ersten Abschlüssen, die jedoch beide das Ziel verfehlten.
Der agile Irié stellte die Union-Defensive immer wieder vor Probleme, konnte jedoch keine zwingenden Chancen herausspielen. In der 17. Minute sah Köhn nach einem Foul an Johan Manzambi die erste Gelbe Karte des Spiels. Kurz darauf prüfte Matthias Ginter nach einer Ecke Matheo Raab, der jedoch sicher zupackte (21.).
Die Eisernen standen defensiv kompakt und setzten auf Konter. Livan Burcu hatte nach einer halben Stunde eine gute Möglichkeit, sein Schuss ging jedoch über das Tor. Mit einem torlosen Unentschieden ging es in die Pause.
Joker Jeong sticht spät zu
Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Spielmuster fort. Freiburg hatte mehr Ballbesitz (am Ende 68%), Union verteidigte leidenschaftlich und lauerte auf Konter. Die Breisgauer erhöhten den Druck, doch weder Derry Scherhant per Freistoß (54.) noch Johan Manzambi (62.) konnten Raab überwinden.
Baumgart reagierte mit einem Doppelwechsel: Alex Král und Wooyeong Jeong kamen für Ilyas Ansah und Tim Skarke (64.). Fast hätte Král mit seiner ersten Aktion getroffen, doch Atubolu parierte stark (69.).
In der Schlussphase brachten beide Trainer frische Kräfte, unter anderem Vincenzo Grifo und Niklas Beste für Freiburg. Als alles nach einem torlosen Remis aussah, schlug Union in der Nachspielzeit zu: Jeong bekam auf der rechten Seite den Ball, zog nach innen und traf mit einem präzisen Linksschuss ins lange Eck (90.+2). Freiburg warf in der langen Nachspielzeit (16 Minuten) alles nach vorne, doch Raab rettete spektakulär gegen Bruno Ogbus (90.+6) und Niklas Beste (90.+11) und sicherte seinem Team den wichtigen Auswärtssieg.
Man of the Match: Maximilian Eggestein
Auch wenn sein Team am Ende als Verlierer vom Platz ging, zeigte Maximilian Eggestein eine überzeugende Leistung im Mittelfeld des SC Freiburg. Der 28-Jährige war mit 12,5 Kilometern einer der laufstärksten Spieler auf dem Platz und sammelte mit 228 die meisten Fantasy-Punkte auf Seiten der Gastgeber.
Eggestein war das Herzstück im Freiburger Aufbauspiel, leitete zahlreiche Angriffe ein und hatte in der 12. Minute selbst eine gute Schusschance. Auch in der Schlussphase versuchte er mit einem Abschluss in der 90. Minute nochmals, den Ausgleich zu erzwingen, scheiterte jedoch an Raab.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Freiburg 1,25 - Union Berlin 0,8
Schnellster Spieler: Tim Skarke (FCU), 34,12 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:1 von Wooyeong Jeong (FCU), 2,2 Prozent
Most Pressed Player: Derry Scherhant (SCF), 31 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Tim Skarke (FCU), +2,69
Fantasy Heroes: Matheo Raab (1. FC Union Berlin, 309 Punkte), Danilho Doekhi (1. FC Union Berlin, 212 Punkte), Andrej Ilić (1. FC Union Berlin, 185 Punkte)
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