
92 Sekunden nach der Kölner Führung schlägt Freiburg zurück
Der SC Freiburg trotzt einem frühen Eigentor durch Rosenfelder (10.) und besiegt den 1. FC Köln mit 2:1 dank Toren von Scherhant (11.) und Matanović (44.), der in der zweiten Halbzeit mit einem Handelfmeter an Marvin Schwäbe scheiterte (66.).
Mit einem Erfolgserlebnis im Rücken reiste der 1. FC Köln zum Sport-Club Freiburg. Nach acht sieglosen Bundesliga-Spielen hatte der Effzeh am vergangenen Spieltag dank einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause gegen den 1. FSV Mainz 05 gewonnen.
Für den SC Freiburg sprach allerdings die Heimbilanz: Die Breisgauer waren zu Hause seit sieben Bundesliga-Spielen ungeschlagen und hatten nur eines der letzten 18 Pflichtspiele gegen Köln verloren. Freiburg stand nach 18 Spieltagen bei sechs Siegen, sechs Unentschieden und sechs Niederlagen, während die Kölner mit fünf Siegen und fünf Remis nach 18 Spieltagen auf Platz 10 lagen.
Eigentor und schnelle Antwort
Die Rheinländer starteten schwungvoll in die Partie und kamen bereits in der zweiten Minute durch Linton Maina zu einer ersten Gelegenheit. In der zehnten Minute ging der Effzeh dann in Führung: Maina brachte den Ball von links in die Mitte, wo Maximilian Rosenfelder bei seinem Klärungsversuch den Ball ins eigene Tor beförderte. Die Antwort der Freiburger ließ allerdings nur 92 Sekunden auf sich warten. Yuito Suzuki bediente Derry Scherhant, der überlegt zum 1:1 aus kurzer Distanz über Schwäbe chippte.
In der Folge übernahmen die Hausherren zunehmend die Kontrolle und gingen kurz vor dem Halbzeitpfiff in Führung. Nach einer Flanke von Niklas Beste köpfte Igor Matanović zunächst gegen seinen Mitspieler Matthias Ginter, der Abpraller landete jedoch wieder bei Matanović, der aus kurzer Distanz zum 2:1 traf (44.).
Schwäbe verhindert die Vorentscheidung
Die Kölner kamen schwungvoll aus der Kabine und hatten durch Ragnar Ache und Marius Bülter gleich zwei gute Chancen (46. und 48.). Wenig später musste Lukas Kübler verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für ihn kam Christian Günter ins Spiel (55.). Die große Chance zur Vorentscheidung bot sich den Freiburgern in der 66. Minute, als der Ball nach einem Schuss von Matanović an die Hand von Alessio Castro-Montes sprang. Den fälligen Elfmeter parierte Marvin Schwäbe jedoch und hielt die Gäste damit im Spiel.
Trotz weiterer Bemühungen der Kölner und einiger Wechsel auf beiden Seiten gelang es den Gästen nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen. In der 89. Minute hätte Lucas Höler beinahe für die Entscheidung gesorgt, doch sein Kopfball wurde erneut von Schwäbe stark pariert. So blieb es beim knappen 2:1-Erfolg für den Sport-Club.
Man of the Match: Marvin Schwäbe
Trotz der Niederlage war Marvin Schwäbe der herausragende Akteur auf dem Platz. Der Kölner Schlussmann verhinderte mit mehreren starken Paraden eine höhere Niederlage seines Teams. Besonders sein gehaltener Elfmeter gegen Matanović in der 66. Minute war ein Highlight. Auch in der Schlussphase bewies Schwäbe seine Klasse, als er einen Kopfball von Höler aus kurzer Distanz entschärfte (89.).
Insgesamt parierte der Torwart vier Schüsse aufs Tor und wurde zu Recht zum Man of the Match gewählt, auch wenn es für die Kölner am Ende nicht zu einem Punktgewinn reichte.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Freiburg 2,15 - Köln 1,33
Schnellster Spieler: Yuito Suzuki (SCF), 34,13 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:1 von Derry Scherhant (SCF), 17 Prozent
Most Pressed Player: Marius Bülter (KOE), 18 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Yuito Suzuki (SCF), +2,89
Fantasy Heroes: Igor Matanović (Sport-Club Freiburg, 214 Punkte), Derry Scherhant (Sport-Club Freiburg, 213 Punkte), Marvin Schwäbe (1. FC Köln, 257 Punkte)
