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Wer wird der Spieler des Monats Oktober?

In der Saison 2018/19 wurde in der Bundesliga erstmals die offizielle Auszeichnung "Spieler des Monats" vergeben. Diese junge Tradition wird auch in der aktuellen Spielzeit weitergeführt. Die Wahl wird von der DFL Deutsche Fußball Liga in Kooperation mit dem offiziellen Lizenzpartner der Bundesliga EA SPORTS durchgeführt.

Die Vergabe beruht auf einem zweistufigen Auswahlverfahren, in dem sowohl die individuellen Leistungsdaten der Spieler als auch das Votum von Fans und Experten berücksichtigt werden. Das sind die Kandidaten für den Oktober:

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Serge Gnabry (FC Bayern München)

"Er hat Fähigkeiten, die in der Bundesliga ihresgleichen suchen. Schussstark, super Schnelligkeit, gutes Dribbling und menschlich top", lobte der ehemalige Bayern-Trainer Niko Kovac schon bereits Anfang Oktober (nicht nur) die Leistungen von Serge Gnabry. "Ich behaupte trotzdem, dass er noch besser werden kann." Die anerkennenden Worte des Trainers scheinen beim deutschen Nationalspieler prompt angekommen zu sein: Der Offensivspieler ließ erneut Topleistungen folgen und gehörte so beim Rekordmeister zu den absoluten Leistungsträgern im Oktober– und in dieser Bundesliga-Saison sowieso.

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Vor allem am 8. Spieltag erwischte der 24-Jährige einen echten Sahnetag: Beim 2:2-Unentschieden in Augsburg war der Flügelspieler an beiden Bayern-Treffern beteiligt, bereitete das erste Tor vor und erzielte das zweite für die Münchner dann direkt selbst. Ligaweit war der gebürtige Stuttgarter inklusive seiner zehn Torschussvorlagen sogar an den meisten Torschüssen im Oktober beteiligt (24). Ganze 14 Mal versuchte Gnabry demnach selbst sein Glück im Abschluss: Nur Teamkollege Robert Lewandowski hat im Oktober zwei Abschlüsse mehr auf dem Konto – auch dank der Zuspiele des blendend aufgelegten Serge Gnabry.

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Benjamin Hübner (TSG Hoffenheim)

Benjamin Hübner dürfte sich bei seinen Teamkollegen sehr beliebt gemacht haben. Vor der Partie der TSG Hoffenheim am 9. Bundesliga-Spieltag gegen Hertha BSC hatte das Trainerteam der Sinsheimer für einen besonderen Anreiz gesorgt: Für den dritten Sieg in Folge hatten Alfred Schreuder und Co. ein Abendessen in Aussicht gestellt. Der Plan ging auf, die TSG schnappte sich in Berlin mit einem 3:2-Sieg erneut drei Punkte. Auch dank Innenverteidiger Hübner, der die Hoffenheimer in der Schlussphase der Partie per Kopfballtor auf die Siegerstraße brachte und nach dem Schlusspfiff dann prompt wissen ließ: "Wir bringen großen Appetit mit."

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Das hat nicht nur kulinarisch seine Gültigkeit: Mit drei Siegen in Folge war der Oktober ein voller Erfolg für die TSG, die zuvor nur eine Bundesliga-Partie siegreich absolviert hatte. Hübner hatte dabei nicht nur in Berlin seinen Anteil: Schon am 8. Spieltag war der 30 Jahre alte Routinier beim Sieg gegen Schalke 04 mit der Torvorlage zum 2:0 an einem Hoffenheimer Treffer beteiligt gewesen. Eine starke Offensivbilanz für einen Defensivspieler. Doch auch im Spielaufbau ist der gebürtige Wiesbadener bei der TSG im Oktober unersetzlich gewesen: Der 30-Jährige spielte die meisten Pässe aller Hoffenheimer (154) und brachte starke 90 Prozent davon auch an den Mann. Der Aufschwung bei der TSG trägt auch Benjamin Hübners Namen.

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Filip Kostic (Eintracht Frankfurt)

Unermüdlich, pfeilschnell, mannschaftsdienlich – zu Filip Kostic fallen einem einige Attribute ein. Auch in dieser Bundesliga-Saison überzeugt der Serbe in Diensten von Eintracht Frankfurt. Vor gut einem Jahr wurde der 26-Jährige von Trainer Adi Hütter auf die Position des Außenverteidigers beordert, für den einstigen Offensivspieler sollte sich diese Entscheidung nachhaltig auszahlen. "Jetzt ist es meine Lieblingsposition", erklärte Kostic in der "Frankfurter Rundschau" unlängst. Kein Wunder: Der serbische Nationalspieler scheint wie gemacht für die Aufgabe zu sein. Das findet auch entsprechende Anerkennung bei Trainer Hütter: "Wie er sich durchsetzt, wie er seinen Körper reinbringt, rauf und runter marschiert… Das ist schon beeindruckend."

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Tempo und Einsatzwillen sind dabei aber längst nicht alles, was Kostic für die Eintracht in die Waagschale wirft: Im Oktober steuerte der Außenverteidiger die meisten Torschussvorlagen (15) aller Bundesliga-Spieler bei, beim Frankfurter 3:0-Sieg gegen Leverkusen lieferte er eine Torvorlage. Der Flügelflitzer probierte im Oktober zudem selbst ganze siebenmal sein Glück – zwar ohne Erfolg. Insgesamt war der Außenverteidiger Kostic im Oktober aber an ganzen 22 Torabschlüssen beteiligt – nur die Bayern-Offensivspieler Serge Gnabry und Robert Lewandowski stehen in dieser Disziplin besser da. Hütter hat vollkommen recht: Das ist beeindruckend.

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Robert Lewandowski (FC Bayern München)

Robert Lewandowski trifft und trifft und trifft. In drei Bundesliga-Spielen hatte der Münchner Torjäger im Oktober die Gelegenheit dazu - und dreimal zappelte der Ball im Netz. Damit ist der 30-Jährige der Top-Torschütze des Monats. Und Geschichte hat Lewandowski mit seiner Treffsicherheit ganz nebenbei auch mal wieder geschrieben: Der Bayern-Stürmer ist der erste Spieler in der Bundesliga-Historie, der an den ersten neun Spieltagen in jedem Spiel mindestens einmal traf (diese Serie baute der Pole im November sogar noch aus). "Ich fühle mich unglaublich gut", ließ Lewandowski nach dem Sieg gegen Union Berlin am 9. Spieltag wissen. "Das ist etwas Besonderes. Ich bin sehr stolz."

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Dass Lewandowski im Oktober auch die meisten Torschüsse aller Bundesliga-Spieler abgab (16), geht angesichts des Rekords und der bereits 13 Saisontore des Polen fast schon unter. "'Lewy' spielt momentan in der Form seines Lebens, er ist körperlich in einem Top-Zustand", adelte auch der ehemalige Bayern-Trainer Niko Kovac den Weltklassestürmer. "Er will in jedem Training so viel wie möglich richtig machen. Er genießt einen sehr hohen Stellenwert im Club und bei den Fans." Mancher sieht angesichts Lewandowskis Leistungen nun den Rekord von Gerd Müller wackeln: Die Bayern-Legende erzielte in der Bundesliga-Saison 1971/72 nie mehr erreichte 40 Tore. "Wenn er gesund ist, glaube ich schon, dass er die Fähigkeiten dazu hat", hatte Kovac dem Torjäger bereits Ende September das Zeug dazu attestiert. Im Oktober dürfte sich dieser Eindruck nur verfestigt haben.

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Goncalo Paciencia (Eintracht Frankfurt)

In der letzten Saison stand Goncalo Paciencia noch ein wenig im Schatten der Frankfurter "Büffelherde" bestehend aus Luka Jovic, Ante Rebic und Sebastian Haller. Nun sorgt der Portugiese dafür, dass die ehemalige Sturmreihe bei der Eintracht schnell in Vergessenheit gerät: Am 8. Spieltag erzielte der 25-Jährige gegen Bayer Leverkusen seinen ersten Bundesliga-Doppelpack – und traf damit fast schon genauso häufig wie in der gesamten Spielzeit 2018/19 (drei Saisontore). Insgesamt zeigte Paciencia auch im Oktober großen Torhunger: Nur Robert Lewandowski und Serge Gnabry gaben mehr Torschüsse ab als der Eintracht-Stürmer (13) – und auch nur die beiden Bayern-Spieler waren an mehr Torschüssen beteiligt als Paciencia (22).

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Mit insgesamt fünf Saisontoren ist der 25-Jährige zudem derzeit der torgefährlichste Frankfurter. Eine Vorlage hat er in dieser Spielzeit ebenfalls schon auf dem Konto. Die Gründe für das Leistungshoch benennt Paciencia im Gespräch mit der "FAZ" gleich selbst: "Heute bin ich so fit wie noch nie in meiner Karriere. Und ich fühle mich pudelwohl bei der Eintracht. Ich genieße jeden Tag – trotz der harten Arbeit." Hütter dürfte sich derweil durch die starke Entwicklung bestätigt sehen. Bereits vor Monaten attestierte der Eintracht-Trainer seinem Stürmer: "Paciencia ist ein Goalgetter. Er ist jederzeit in der Lage, Tore zu erzielen." Derzeit liefert der Portugiese eindrucksvoll den Beweis.

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William (VfL Wolfsburg)

Dass der VfL Wolfsburg nach neun Bundesliga-Spieltagen zusammen mit Juventus Turin die einzige Mannschaft in Europas Topligen war, die noch keine Niederlage hinnehmen musste, ist auch ein Verdienst von William: Der Rechtsverteidiger ließ zusammen mit seinen Kollegen in den drei Bundesliga-Spielen im Oktober, in denen der 24-Jährige stets über 90 Minuten auf dem Feld stand, nur einen Gegentreffer zu. Das allein ist bereits beeindruckend. Dass der Brasilianer dabei aber auch noch im Spielaufbau und in der Offensive der "Wölfe" ein entscheidender Faktor ist, unterstreicht, wie wichtig William derzeit für die Niedersachsen ist.

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Der Rechtsverteidiger war von allen VfL-Profis im Oktober am häufigsten am Ball (216 Mal) und gab mit zehn Torschüssen auch noch die meisten aller Wolfsburger Spieler ab. Sogar ligaweit schossen nur fünf Spieler häufiger aufs Tor – allesamt Stürmer. Beim 1:1-Remis in Leipzig steuerte William zudem die Torvorlage zum Ausgleich bei und war damit bereits an der Hälfte der Wolfsburger Tore im Oktober beteiligt. "Die Mannschaft investiert wahnsinnig viel, sie laufen extrem viel, sie sprinten extrem viel, sie haben immer den Glauben an sich – diese Dinge helfen uns, Spiele zu gewinnen", lobt Wolfsburg-Trainer Oliver Glasner den Einsatz der gesamten Mannschaft. William war dabei im Oktober einer der Leitwölfe.

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