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Wer wird Spieler des Monats April?

Köln - In der Bundesliga wird in dieser Saison erstmals die offizielle Auszeichnung "Spieler des Monats" vergeben. Die Wahl wird von der DFL Deutsche Fußball Liga in Kooperation mit dem offiziellen Lizenzpartner der Bundesliga EA SPORTS FIFA 19 durchgeführt. Die Vergabe beruht auf einem zweistufigen Auswahlverfahren, in dem sowohl die individuellen Leistungsdaten der Spieler als auch das Votum von Fans und Experten berücksichtigt werden. Das sind die Kandidaten im April:

Ishak Belfodil (TSG Hoffenheim)

Kein Spieler erzielte im April mehr Bundesliga-Tore als Ishak Belfodil von der TSG Hoffenheim. Der Algerier war gleich fünf Mal erfolgreich und schraubte seine Gesamtausbeute in dieser Saison auf 15 Treffer. Auch seine sechs Scorerpunkte im vergangenen Monat waren ligaspitze. Zudem gelang ihm am 28. Spieltag gegen den FC Augsburg als erst zweitem Spieler der Hoffenheim Bundesliga-Geschichte ein lupenreiner Hattrick. Belfodils Bewegungen wirken manchmal etwas unkonventionell, aber der 27-Jährige ist ein feiner Techniker mit einem harten und präzisen Schuss.

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"Er ist ein sehr guter Spieler mit außergewöhnlichen Qualitäten im Eins-gegen-Eins, mit einem sehr, sehr großen Tempo und einem ganz eklig zu verteidigenden Körper", beschreibt ihn sein Trainer Julian Nagelsmann. Dazu war er im letzten Monat noch extrem effektiv. Für seine fünf Treffer benötigte der in Frankreich aufgewachsene Belfodil gerade einmal 16 Torschüssen. In Tornähe wurde der Rechtsfuß dann endgültig zum Eisvogel: Alle seine vier Großchancen brachte der schlaksige Angreifer im Tor unter.

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Serge Gnabry (FC Bayern München)

Mit drei Treffern war Serge Gnabry der erfolgreichste Schütze des FC Bayern München im April. Darüber hinaus bereitete er zwei weitere Treffer vor. Seine fünf Scorerpunkte aus dem letzten Monat werden ligaweit nur von Ishak Belfodil übertroffen. Gnabrys Treffer zum 1:1 in Nürnberg am 31. Spieltag war dabei nicht nur besonders wichtig, sondern war auch bereits das zehnte Saisontor des dynamischen Offensivspielers. Der 23-Jährige ist erst der dritte Profi der Bundesliga-Geschichte, der in drei aufeinanderfolgenden Jahren für drei verschiedene Clubs zweistellig getroffen hat.

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Gnabry ist auf dem Feld nicht nur flink unterwegs, sondern ist mittlerweile auch extrem passsicher. Im April landeten über 85 Prozent seiner Zuspiele beim Mitspieler. Von allen nominierten Offensivspielern wird diese Quote nur von Kai Havertz übertroffen. Kein Wunder also, dass ihn Bayern-Präsident Uli Hoeneß unlängst als die positive Überraschung der Saison bezeichnete. Und auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic lobt den Nationalspieler: "Er hat bei uns einen großen Schritt nach vorne gemacht. Mit ihm haben wir eine Waffe im Spiel." Und diese Waffe war im April ganz besonders gefährlich.

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Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen)

Wer Kai Havertz auf dem Fußballplatz beobachtet, wird kaum glauben können, dass der Linksfuß erst 19 Jahre alt ist. Die Ruhe am Ball, die Übersicht, das taktische Verhalten - alles extrem außergewöhnlich für so einen jungen Spieler. Der April war der bislang erfolgreichste Abschnitt in der Karriere des Offensivspielers von Bayer 04 Leverkusen, denn erstmals erzielte er gleich vier Treffer in einem Monat. Insgesamt steht er jetzt schon bei 14 Saisontoren - ein überragende Bilanz für einen Mittelfeldspieler.

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Dabei macht der Nationalspieler vor allem die wichtigen Tore. Mit allen vier Treffern im April brachte Havertz die Werkself jeweils in Führung (zwei Mal zum 1:0, zwei Mal zum 2:1). Der 1,88 große Techniker zeigte sich dabei nicht nur spielerisch, sondern auch mental extrem stark. Als jüngster Spieler der Leverkusener Stammelf ist er seit der Rückrunde der Elfmeterschütze des Bosz-Teams. Seine Bilanz ist bei drei Treffern in drei Versuchen (zwei davon im April) makellos. "Wenn man so jung ist, so gut spielt und dann auch noch so ruhig beim Elfmeter ist, das ist schon besonders", schwärmt Trainer Peter Bosz von seiner Nummer 29.

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Joshua Kimmich (FC Bayern München)

Joshua Kimmich spielt insgesamt eine überragende Saison. Im April lieferte er bereits seine elfte Torvorlage in dieser Saison. Damit ist er nicht nur der führende Zuarbeiter des FC Bayern München, sondern wird ligaweit auch nur von BVB-Juwel Jadon Sancho (14) übertroffen. Kimmich verpasste im letzten Monat keine einzige Bundesliga-Minute und brachte es auf insgesamt 421 Ballbesitzphasen. Kein anderer Bundesliga-Spieler war im April so häufig am Ball. Beim Nationalspieler stimmte dabei aber nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität: Kein Spieler bereitete mehr Torschüsse vor als der Bayern-Star (20).

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Mit seiner Spielweise beeindruckt Kimmich aber nicht nur Mitspieler und Verantwortliche beim Rekordmeister, sondern auch seine Gegenspieler in der Bundesliga. "Der will immer. Der ist bissig, der zeigt es mit der Körpersprache, der legt sich mit jedem an - er hat die Erwartung, dass jeder Spieler wie er sein soll", charakterisiert Julian Brandt von Bayer Leverkusen den 24-Jährigen. Im April ist Kimmich jedenfalls in bester Mia-san-Mia-Manier über den Platz marschiert und hatte großen Anteil daran, dass die Münchner sich am 28. Spieltag im Klasssiker die Tabellenführung von Borussia Dortmund zurückeroberten und den kompletten April nicht mehr hergaben.

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Robert Lewandowski (FC Bayern München)

Der Pole erzielte im April zwar "nur" zwei Tore, aber die waren von ganz besonderer Bedeutung. Zum einen löste er mit seinem Doppelpack gegen Borussia Dortmund Gerd Müller als Rekordschützen im Klassiker ab und zum anderen waren es seine Bundesliga-Tore 200 und 201. Robert Lewandowski ist erst der fünfte Spieler der Bundesliga-Geschichte, der die 200-Tore-Marke durchbrechen konnte. "Wie Lewy gearbeitet hat, war unglaublich", schwärmte Thomas Müller nach dem Klassiker-Sieg von den Qualitäten des 30-Jährigen, der neben seiner Torgefahr auch extrem fleißig ist. Gerade im April war Lewandowskis Zweikampfbilanz außergewöhnlich. Der 30-Jährige führte 75 direkte Duelle, von denen er überragende 59 Prozent für sich entscheiden konnte. Für einen Stürmer ist das absolut außergewöhnlich.

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Zudem hat Lewandowski einfach das Talent, immer an der richtigen Stelle aufzutauchen. Kein anderer Spieler gab im vergangenen Monat so viele Torschüsse ab (24). Auch auf die gesamte Saison bezogen führt er die Bundesliga in dieser Kategorie unangefochten an. Da ist es auch kein Zufall, dass er auf dem besten Wege ist, erneut Torschützenkönig zu werden. Es wäre das vierte Mal innerhalb der letzten sechs Spielzeiten. Derzeit führt er mit vier Treffern Vorsprung vor Luka Jovic und Paco Alcacer. Wenn Lewandowski weiterhin so oft zum Abschluss kommt, wird er sicherlich nur schwer einzuholen sein.

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Marco Richter (FC Augsburg)

Der April war der Monat des Marco Richter. Der Offensivspieler des FC Augsburg war lange Zeit der erfolgloseste Schütze dieser Bundesliga-Saison. 39 erfolglose Torschüsse brachte Richter auf das Tor, bevor im letzten Monat endlich der Knoten platzte. Am 29. und 30. Spieltag schnürte der 21-Jährige jeweils einen Doppelpack. Darüber hinaus bereitete er noch einen weiteren Treffer vor, so dass er es im April auf fünf Scorerpunkte in vier Partien brachte. Auch, wenn er häufig auf dem Flügel zum Einsatz kam, war er immer dort, wo es gefährlich wurde. Insgesamt gab Richter im April 20 Torschüsse ab. Nur Robert Lewandowski kam häufiger zum Abschluss (24 Mal).

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Beim Debüt von Martin Schmidt auf der Augsburger Trainerbank wurde Richter prompt zum Matchwinner. "Er hat mir gesagt, ich soll den frechen Fußball spielen, den ich immer spiele. Den Abschluss suchen, gefährliche Bälle spielen, Akzente setzen", erklärte der U21-Nationalspieler nach dem 3:1-Sieg in Frankfurt. Richter zeichnet aus, dass er aus der Distanz und im Strafraum gleichermaßen gefährlich ist. Zwei der vier Tore im April erzielte er durch Weitschüsse. Aber Richter ist nicht nur im Abschluss wichtig für sein Team, sondern geht auch keinem direkten Duell aus dem Weg. Von allen Kandidaten zum Spieler des Monats bestritt der Augsburger im April die meisten Zweikämpfe (98), von denen er fast 50 Prozent gewann.

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