Hannover - Bundesliga-Startrekord mit vier Dreiern hintereinander und neunter Pflichtspielsieg in Serie: Borussia Dortmund hat seine makellose Erfolgsserie auch bei Hannover 96 ausgebaut. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel setzte sich bei den Niedersachsen verdient mit 4:2 (2:1) durch und darf dem Auftakt in der Gruppenphase der Europa League gelassen entgegensehen.

Vier Siege und eine Tordifferenz von plus zwölf Toren gibt es zum dritten Mal in 53 Jahren Bundesliga, aber erstmals hat ein Team dabei mehr als 14 Tore erzielt.

Die Gastgeber gingen vor 49.000 Zuschauern durch ihren ersten gelungenen Angriff in der 18. Minute, den Artur Sobiech mit einem Flachschuss abschloss, in Führung. Doch noch in der ersten Halbzeit drehten die Westfalen das Spiel.

Aubameyang und Sobiech treffen doppelt

Der Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang (35., Foulelfmeter) bedeutete den Ausgleich, neun Minuten später war Henrikh Mkhitaryan mit einer sehenswerten Direktabnahme erfolgreich.

Aber dieser Vorsprung reichte nicht zur Entscheidung, weil acht Minuten nach Wiederbeginn Sobiech einen Stellungsfehler von BVB-Kapitän Mats Hummels nutzte und eiskalt abschloss. Letztlich half den Dortmundern das Glück des Tüchtigen: Felipe fabrizierte bei einem verunglückten Rettungsversuch zunächst ein Eigentor (67.) und bescherte dem BVB anschließend mit seinem Handspiel einen Elfmeter, den Aubameyang (85.) zum 4:2 und fünften Saisontreffer nutzte.

BVB zunächst zu verschwenderisch

Allerdings hätte die Partie schon in den ersten 45 Minuten längst zugunsten der Westfalen entschieden sein können. Der BVB beherrschte das Team von Trainer Michael Frontzeck, ließ allerdings beim Ausnutzen der zahlreichen Torchancen Konsequenz vermissen. Zudem war Ron-Robert Zieler im 96-Tor mehrfach Retter in höchster Not.

Hannover kommt nur kurz auf

Nach dem Seitenwechsel und dem Ausgleichstreffer wurden die Roten etwas mutiger und konnten sich öfter als in der Anfangsphase aus der Dortmunder Umklammerung befreien. Was Tuchel sichtlich nicht behagte. Der ganz in schwarz gekleidete Übungsleiter nutzte die Coaching Zone in ihrer gesamten Ausdehnung, um seine Schützlinge lautstark wieder auf Kurs zu bringen.

SID

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Spieler des Spiels: Pierre-Emerick Aubameyang

Pierre-Emerick Aubameyang schnürte seinen siebten Doppelpack in der Bundesliga und verwandelte erstmals zwei Elfmeter in einem Spiel, überhaupt verschoss er in der Bundesliga noch nie einen Strafstoß; saisonübergreifend traf er in den letzten sechs Bundesliga-Partien immer mindestens einmal.