München - Der FC Bayern München hat sich mit einiger Mühe zum 21. Mal zum Herbstmeister der Bundesliga gemacht. Der deutsche Rekordmeister tat sich beim 2:0 (0:0) im oberbayerischen Derby gegen einen beherzt auftretenden FC Ingolstadt lange Zeit enorm schwer.

Bis zur Führung von Robert Lewandowski dauerte es 65 Minuten. Für den Polen war es bereits der 15. Saisontreffer. Das 2:0 gelang Kapitän Philipp Lahm (75.). 

Fünfte Herbstmeisterschaft in Serie

Der Neuling Ingolstadt verkaufte sich in der Allianz Arena vor 75.000 Zuschauern teuer. Die von Trainer Ralph Hasenhüttl glänzend eingestellten Schanzer brachten die ersatzgeschwächten Bayern einige Male in erhebliche Not. Münchens Keeper Manuel Neuer verhinderte jedoch eine mögliche Überraschung. Die Bayern sind damit zum fünften Mal in Folge Herbstmeister. Dies war noch keinem Team in 52 Jahren Bundesliga gelungen.

Ingolstadt setzte die Münchner wie angekündigt von Beginn an mit konsequentem Pressing mutig unter Druck. Schon nach 50 Sekunden brannte es nach dem einzigen Schnitzer von Neuer im Bayern-Strafraum. In der 11. Minute klärte Neuer in höchster Not gegen Stefan Lex. 

Ingolstadt stellt Bayern vor Probleme

Noch nie in dieser Saison hatten die Bayern derartige Probleme. Vom dominanten Ballbesitzfußball war nichts zu sehen, da Ingolstadt den Münchnern schon in deren Hälfte massiv zusetzte.

Nach vorne lief nicht viel zusammen. Zumal die verletzten Flügelspieler Arjen Robben, Douglas Costa und Franck Ribéry, der wegen einer Muskelverletzung in der Hinrunde nicht mehr spielen kann, fehlten. Zudem standen David Alaba, Mario Götze, Juan Bernat und Medhi Benatia nicht zur Verfügung.

Immerhin konnte Holger Badstuber weiterspielen, obwohl er nach einem Zusammenprall mit Lukas Hinterseer in der Anfangsphase mit einer Platzwunde am Kopf genäht werden musste. Der Innenverteidiger spielte fortan mit einem Verband.

Erster Torschuss in der 25. Minute

Das hatte irgendwie Symbolcharakter: Nicht nur Badstuber wirkte angeschlagen. So dauerte es bis zur 25. (!) Minute, ehe Robert Lewandowski den ersten Münchner Torschuss abgab, Romain Brégerie klärte jedoch vor der Linie.

Dies war's aber vor der Pause mit der Münchner Herrlichkeit. Die Bayern hatten bei weiteren Chancen von Lex, Roger und Hinterseer sogar Glück, dass der starke Neuer einen Rückstand verhinderte - und der wäre verdient gewesen.

Mehr Druck nach der Pause

Nach dem Wechsel konnten die Bayern aber den Druck erhöhen und hatten durch Lahm die erste Großchance. Der Kapitän scheiterte aber an FCI-Keeper Ramazan Özcan (50.) - genauso wie Lewandowski kurz darauf.

Die Schanzer hielten weiter dagegen und blieben gefährlich. So musste Neuer erneut gegen Lex sein ganzes Können aufbieten (58.). Auf der anderen Seite stand Özcan seinem Münchner Kollegen in nichts nach, als der Österreicher gegen Thomas Müller mit einem Klassereflex parierte. Erst als beim FCI etwas die Kraft und Konzentration nachließen, schlugen die Bayern eiskalt zu.

SID

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Spieler des Spiels: Robert Lewandowski

Robert Lewandowski erzielte sein 106. Bundesliga-Tor und zog damit mit Ailton und Stephane Chapuisat gleich; unter den ausländischen Spielern der Bundesliga-Historie trafen nur Claudio Pizarro und Giovane Elber öfter (177 bzw. 133 Mal). Der Pole gab auf dem Platz die meisten Torschüsse ab (fünf) und traf wieder einmal in der Allianz Arena: Zwölf seiner 15 Saisontore gelangen ihm zu Hause.