München - Dank Jubilar Thomas Müller hat der FC Bayern München zumindest bis Sonntagabend wieder die Tabellenführung in der Bundesliga übernommen. Der deutsche Rekordmeister gewann ein intensives Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen souverän mit 3:0 (1:0) und feierte den dritten Sieg im dritten Spiel. Für Leverkusen, das in München in den letzten 26 Spielen nur einmal gewonnen hat, war es dagegen drei Tage nach der erfolgreichen Qualifikation für die Champions League der erste Rückschlag in der Liga.

Weltmeister Müller brachte die Bayern in der 26. Minute nach Pass des erneut bärenstarken Douglas Costa in Führung. Auch das 2:0 durch Foulelfmeter in der 60. Minute ging auf das Konto des Nationalspielers. In seinem 200. Bundesligaspiel waren es die Treffer Nummer 75 und 76 für den Offensivspieler, in dieser Saison sind es schon fünf.

Robben versenkt den 2. Elfmeter

Den Strafstoß hatte der oft überforderte Roberto Hilbert gegen Arturo Vidal verursacht. Der Chilene setzte ansonsten beim ersten Duell gegen seinen Ex-Klub, für den er von 2007 bis 2011 gespielt hatte, keine großen Akzente. Das 3:0 erzielte der ebenfalls überzeugende Arjen Robben per Handelfmeter (71.), erneut verursachte Hilbert den Strafstoß. Bereits zum 14. Mal in der Bundesliga-Geschichte starteten die Bayern mit drei Siegen in die Saison.

Guardiola musste in der Innenverteidigung nach den Ausfällen von Jerome Boateng (gesperrt), Medhi Benatia (verletzt), Javi Martínez und Holger Badstuber (beide Reha) improvisieren. Xabi Alonso und David Alaba rückten ins Abwehrzentrum und machten ihre Sache gut.

Costa trifft die Latte

Die Bayern fanden zunächst gegen die aggressiv und weit vorne attackierenden Gäste kaum Lücken. Der Spielfluss litt immer wieder auch durch nicklige Attacken auf beiden Seiten. So sahen die 75.000 Fans ein äußerst intensives Bundesligaspiel, in dem die Münchner nach knapp einer halben Stunde eiskalt zuschlugen. Kurz nach der Führung hatte Costa Pech, als er nur die Latte traf. Auf der Gegenseite krachte allerdings auch ein Freistoß von Hakan Calhanoglu ans Aluminium (37.).

Auch nach dem Wechsel hatte Bayer die erste Chance. Doch Stefan Kießling scheiterte erst an Manuel Neuer, danach rettete Alaba kurz vor der Linie. Bayern hatte nun mehr Platz bei Kontern. Es fehlte aber zunächst die nötige Konsequenz oder wie bei Robert Lewandowski (54.), der von Bernd Leno angeschossen wurde, das nötige Glück - bis die beiden Elfmeter die Partie entschieden. Bayer hatte nichts mehr entgegen zu setzen

SID

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Spieler des Spiels: Thomas Müller

Thomas Müller erzielte im 200. Bundesliga-Spiel seine Tore Nummer 75 und 76. Zum 15. Mal traf der Nationalspieler in einem Bundesliga-Spiel mindestens doppelt. Er gab vier Torschüse ab und sprintete 31 Mal (jeweils Höchstwert auf dem Platz), zudem war er laufstärkster Akteur bei den Bayern (11,1 Kilometer).