München - Der FC Bayern München hat die erste Hürde auf dem Weg nach Berlin im Rekordtempo und mit beeindruckender Dominanz gemeistert. Der Deutsche Meister gewann gegen den AS Rom zwei Wochen nach dem 7:1 auch im Rückspiel verdient und souverän mit 2:0 (1:0) und stürmte bereits nach dem vierten Vorrundenspiel als Erster der Gruppe G ins Achtelfinale der Champions League.

Superstar Franck Ribéry ebnete den überlegenen Münchnern vor 68.000 Zuschauern mit seinem Treffer in der 38. Minute den Weg, der am 6. Juni 2015 in Berlin mit dem Titel gekrönt werden soll. Mario Götze traf in der 64. Minute für die Bayern, die das ganze Spiel über alles im Griff hatten, zum 2:0. Wermutstropfen im Jubel über das Weiterkommen war allerdings die Verletzung von David Alaba.

"Wir haben gewusst, dass es nicht so leicht wird wie im Hinspiel. Wir hatten das Spiel unter Kontrolle. Wichtig war, dass wir 1:0 in Führung gegangen sind", sagte Kapitän Philipp Lahm. Ähnlich äußerte sich Manuel Neuer: "Wir haben die Partie kontrolliert und nichts anbrennen lassen."

Auch Pep Guardiola war zufrieden: "Rom war defensiv, aber wir haben sehr gut gespielt und dominiert. Vor allem in der in der zweiten Halbzeit waren wir sehr gut. Franck Ribéry wird immer besser."

Vorzeitiger Gruppensieg

Die beiden abschließenden Gruppenspiele bei Manchester City (25.11.) und gegen Moskau (10.12.) sind für die seit 16 Pflichtspielen ungeschlagenen Münchner, die zum siebten Mal in Serie die Runde der besten 16 Teams in Europa erreicht haben, ohne Bedeutung. Die Bayern sind nach Atlético Madrid (vergangene Saison) erst die zweite Mannschaft, die schon nach vier Spielen als Gruppensieger feststeht.

München musste kurzfristig auf den zuletzt bärenstarken Arjen Robben verzichten. Der Niederländer fiel wegen eines Magen-Darm-Infekts aus. Zudem stand neben den Langzeitverletzten um Thiago und Bastian Schweinsteiger auch Claudio Pizarro (Muskelbündelriss) nicht zur Verfügung.

Rom auf 5 Positionen verändert

Für Robben begann Ribéry. Der Franzose stand nach langwieriger Patellaverletzung erst zum zweiten Mal in dieser Saison in der Startformation. Für Schwung konnte er in der Anfangsphase nicht sorgen.

Überhaupt hatten die Münchner nach dem Spaziergang im Hinspiel erst einmal Schwierigkeiten, ihr gewohntes Spiel aufzuziehen. "Wir werden nicht wie Opfer auftreten", hatte Roma-Coach Rudi Garcia vor der Partie versprochen - und sein auf fünf Positionen verändertes Team hielt sich meist daran.

20 Minuten bis zum ersten Torschuss

Mit aggressivem Spiel schaffte es die Roma, bei der Altstar Francesco Totti und Torjäger Gervinho erst einmal auf der Bank saßen, die Bayern zunächst von ihrem Tor fernzuhalten. So dauerte es 20 Minuten bis zum ersten Torschuss von Götze. Ansonsten fehlte den Aktionen der Bayern meist die Präzision und Entschlossenheit.

Die Münchner hatten sogar Glück, dass der freistehende Radja Nainggolan den Ball nicht kontrollieren konnte (25.). Auf der anderen Seite verfehlte ein Freistoß von Alaba knapp das Ziel (33.), ehe Ribéry nach mustergültiger Vorarbeit des Österreichers traf.

Neuer hält die Null

Nach dem Wechsel war es erneut der fleißige Alaba, der die bis dato größte Chance per Kopf vergab (51.). In der Folge blieben die Bayern nun klar am Drücker. Der Ex-Römer Medhi Benatia versäumte aber zunächst das 2:0, ehe Götze den Ball nach Flanke von Robert Lewandowski im Fallen über die Linie bugsierte. In der Schlussphase rettete Nationalkeeper Manuel Neuer gegen Nainggolan überragend die Null (84.).

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