Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach ist trotz klarer Überlegenheit und langer Führung im Champions-League-Duell mit Celtic Glasgow nicht über ein 1:1 (1:0) hinausgekommen, hat die kleine Chance auf das Achtelfinale aber am Leben gehalten.

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Lars Stindl (32.) traf zunächst zur Führung, doch Moussa Dembélé (76.) glich per Foulelfmeter aus. Julian Korb sah vor dem Strafstoß die Rote Karte (75.).

Alles noch möglich

Mit vier Punkten liegt Gladbach in der "Todesgruppe" C weiter hinter dem Zweiten Manchester City (7), kann die Engländer aber in drei Wochen mit einem Heimsieg einholen. Gleichzeitig ist aber auch Rang drei und damit das Überwintern in der Europa League gegenüber Schlusslicht Celtic (2) noch in Gefahr.

Wie schon im Hinspiel (2:0) zeigte das Team von Trainer André Schubert trotz zahlreicher Ausfälle lange Zeit einen leidenschaftlichen Auftritt, hatte bei einem Pfostenschuss von Scott Sinclair (24.) aber auch viel Glück. Nach der Pause erspielte sich Gladbach bei schottischem Regen-Wetter zahlreiche Großchancen, auch André Hahn (65.) traf nur das Lattenkreuz.

Entschlossene Fohlen-Elf

Von "einem der wichtigsten Spiele für uns" hatte Schubert vor Anpfiff gesprochen, und so trat seine Elf vor 46.283 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park zunächst auch auf. Nach zuletzt 0:6 Toren aus vier Liga-Spielen präsentierte sich der VfL lauffreudig und mutig, drückte mit Vehemenz und ließ dem ungeschlagenen Tabellenführer der schottischen Liga kaum Platz. Schon nach sechs Minuten hatte die Borussia drei Eckbälle auf dem Konto, agierte vor dem Tor aber zu hektisch.

Für viel Schwung sorgte in dieser Phase Thorgan Hazard. Der lange verletzte Belgier stand erstmals seit dem 2. Oktober wieder in der Startelf, überzeugte gegen die kompakte Celtic-Abwehr aber bis zu seiner Auswechslung in der 69. Minute vor allem als Vorbereiter. Auch Spielmacher Raffael war zurück im Kader und wurde in der 81. Minute eingewechselt.

Hazard bedient Stindl

Als Celtic immer besser in die Partie kam, schlug die Borussia zu: Hazard flankte in den Rücken der Celtic-Abwehr, wo Stindl den Ball direkt nahm und aus zehn Metern zur Führung traf.

Auch im zweiten Durchgang versteckte sich Celtic keineswegs, die besseren Möglichkeiten hatte aber Gladbach. Das bekannte Problem blieb die Chancenverwertung: Der auffällige Stindl (53.), Fabian Johnson (57.) und Weltmeister Christoph Kramer (58.) vergaben innerhalb weniger Minuten dreimal aus aussichtsreicher Position.

In der Schlussphase ging es dann hin und her: Erst traf Hahn das Lattenkreuz (65.), auf der Gegenseite rettete Sommer gegen den insgesamt unauffälligen Dembélé (68.). Dann foulte Korb eben jenen Dembélé und wurde mit dem Elfmeter bestraft.

SID

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