Dortmund - Borussia Dortmund hat seinen Aufwärtstrend bestätigt und ist in der Champions League zum dritten Mal in Folge als Gruppenerster ins Achtelfinale eingezogen. Dem 14. der Bundesliga reichte dabei gegen den belgischen Rekordtitelträger RSC Anderlecht ein 1:1 (0:0).

"Das war über Strecken sehr in Ordnung, die Kräfte sind uns hinten raus ausgegangen. Das Gegentor hätte nicht sein müssen. Aber 13 Punkte sind eine Marke", sagte Trainer Jürgen Klopp bei Sky.

"Wir haben nicht so ein gutes Spiel gemacht, aber es ist okay mit den vielen Umstellungen. Ich bin froh, dass so viele Leute wieder zurück sind", sagte Weltmeister Kevin Großkreutz: "Das Gegentor kann ich auf meine Kappe nehmen, kein Problem." "Es überwiegt die Freude, aber das Gegentor muss nicht sein", sagte auch Rückkehrer Nuri Sahin, der nach siebenmonatiger Verletzungspause sein Comeback feierte: "Ich habe Fußball so vermisst."

Der vierte Treffer im laufenden Wettbewerb von Ciro Immobile (58.) brachte die deutlich überlegenen Borussen vor 65.851 Zuschauern in der ausverkauften Dortmunder Arena in Führung, doch Aleksandar Mitrovic (84.) verhinderte mit seinem Ausgleich, dass der BVB die fünfte Siegprämie einstreichen durfte. Anderlecht stand schon vor dem Anpfiff als Gruppendritter und "Absteiger" in die Europa League fest.

Langerak erneut für Weidenfeller

Vor der Begegnung nährte Trainer Jürgen Klopp die anhaltende Torhüter-Diskussion mit der erneuten Nominierung von Mitchell Langerak für die Startelf. "Es war die ganze Zeit schon klar, dass Mitch heute das Champions-League-Spiel kriegt. Das hat mit der Gesamtsituation nichts zu tun", erklärte der BVB-Coach bei Sky. "Ich habe mit beiden Torhütern gesprochen."

Der Australier bedankte sich mit einer fehlerlosen Partie, in der er in der ersten Halbzeit (11.) in Manier eines Klassetorhüters gegen den freistehenden Mitrovic sogar einen frühen Rückstand verhinderte.

Darüber hinaus hatte der BVB-Coach die Formation im Vergleich zum Bundesliga-Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim (1:0) auf sechs Positionen verändert. Weltmeister Mats Hummels (Rückenprobleme) und Lukasz Piszczek (Hüftbeschwerden) fehlten ebenso wie Sebastian Kehl (Rippenprellung). Nach siebenmonatiger Verletzungspause feierte Nuri Sahin sein Comeback.

BVB verzweifelt an bärenstarkem Proto

Trotz der Rotation begann der BVB konzentriert und setzte sich in der Hälfte der Belgier fest. Die erste Möglichkeit ergab sich für Immobile. Der Italiener scheiterte jedoch an Anderlechts Torhüter Silvio Proto. Die Gäste versuchten mit Kontern zum Erfolg.

Der BVB präsentierte sich wesentlich torgefährlicher, RSC-Keeper Proto stand mehrfach im Blickpunkt. Der Führungstreffer der Westfalen lag in der Luft, allerdings fehlte es zumeist an der nötigen Konsequenz.

Die wiederum zeigte Immobile nach dem Wechsel, als er nach einem Pass von Sahin zum 1:0 traf und Proto keine Chance ließ. Schon zu diesem Zeitpunkt hätte der BVB wesentlich höher führen müssen, doch der Torhüter der Belgier bewahrte seine Mannschaft vor einer Blamage. Stattdessen sorgte Mitrovic noch für den überraschenden Ausgleich.

SID

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