Leverkusen - In einer guten Partie gewinnt Bayer 04 Leverkusen am Ende dank einer besseren Chancenverwertung mit 3:2 gegen den FC Ingolstadt.

Bayer hatte schon vor zwei Wochen Rang drei und damit die vierte Champions-League-Qualifikation in Folge gesichert. Nach Ingolstadts Führung durch Mathew Leckie (16.) sicherten Charles Aranguiz (31.), Kevin Kampl (37.) und Stefan Kießling (61.) den fünften Heimsieg in Serie. Moritz Hartmann mit seinem zehnten verwandelten Strafstoß der Saison verkürzte noch (69.).

Bei Bayer erhielten die wie Sebastian Boenisch verabschiedeten Ersatztorhüter Dario Kresic und (ab der 47. Minute) David Yelldell ihre Abschiedsspiele - es war das erste Bundesliga-Spiel nach dem 11. November 2012 und 124 Partien in Folge, in dem nicht Bernd Leno das Bayer-Tor hütete. Torjäger Javier "Chicharito" Hernandez fehlte wegen einer Waden-Blessur, Nationalspieler Christoph Kramer wurde geschont. Ingolstadt begann erneut Örjan Nyland im Tor, auch der zu Leverkusen zurückkehrende Danny da Costa stand in der Startelf.

Die Gäste waren in der Anfangsphase nicht nur das engagiertere, sondern auch das bessere Team und gingen verdient in Führung. Bayers Innenverteidiger Ramalho verschätzte sich bei einem langen Ball und scheiterte auch beim Versuch, den quirligen Dario Lezacarno zu foulen. Der Paraguayer bediente uneigennützig Leckie, der den Ball ins leere Tor schoss.

Völlig unerwartet fiel der Ausgleich der Hausherren, den der in letzten Wochen überragende Jungstar Julian Brandt erneut stark vorbereitete. Sechs Minuten später folgte der zweite Treffer: Der nach einem Solo gefoulte Karim Bellarabi führte den Freistoß schnell aus, während die Ingolstädter sich noch ordneten, und Kampl schob ein. Die FCI-Spieler und Hasenhüttl meckerten so emotional, als ginge es noch um den Klassenerhalt.

Bayer war nun stärker. Bellarabi verpasste nach zu fester Ablage von Brandt (45.+1) zwar noch das 3:1, bereitete es danach Kießling aber vor. Auf der Gegenseite jedoch traf Hartmann nach seinem Strafstoß-Treffer noch einmal den Pfosten (70.), ehe Lezcarno freistehend über Leverkusens Tor schoss (71.).

SID

>>> Zum Liveticker mit Aufstellungen und Statistiken

Spieler des Spiels: Karim Bellarabi

Karim Bellarabi war der agilste Leverkusener Offensivspieler und an sieben der zehn Leverkusener Torschüsse beteiligt - vier gab er selbst ab, drei legte er auf. Zudem gewann er ordentlich 42 Prozent seiner Zweikämpfe, sprintete am häufigsten von allen Spielern (36 Mal) und war an zwei Toren unmittelbar beteiligt - das war noch eine echte Empfehlung in Richtung Europameisterschaft.