Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat seine Fans zum Abschluss einer "seltsamen Saison" mit einem Prestigesieg versöhnt. Die Hessen bezwangen den Champions-League-Qualifikanten Bayer Leverkusen mit 2:1 (2:1) und unterstrichen ihre Heimstärke.

32 seiner insgesamt 43 Punkte holte das Team von Trainer Thomas Schaaf im eigenen Stadion und platzierte sich im Tabellen-Mittelfeld.

Meier wird Torschützenkönig

Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Arena besiegelten Haris Seferovic (4.) und Alexander Madlung (39.) die erst vierte Rückrundenniederlage der Leverkusener, die Platz vier bereits vor dem 34. Spieltag sicher hatten. Für die Werkself hatte Karim Bellarabi (6.) den zwisdchenzeitlichen Ausgleich erzielt.

Auf der Tribüne durfte sich Frankfurts verletzter Torjäger Alexander Meier über den Gewinn der Bundesliga-Torjägerkrone (19 Treffer) freuen (zur Torschützenliste). Der 32-Jährige hatte sich Mitte April einer Operation an der Patellasehne im rechten Knie unterziehen müssen und fällt wohl bis Oktober aus. Seinen letztes Tor hatte Meier am 14. März erzielt.

Offener Schlagabtausch im ersten Durchgang

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, weil es für beide Mannschaften nicht mehr um allzu viel ging. Bezeichnend, dass die Frankfurter gleich ihre erste Chance nutzten, als Stürmer Seferovic nach einem Steilpass von Marco Russ mit einem Flachschuss sein zehntes Saisontor erzielte. 

Quasi im Gegenzug schlugen die spielerisch überlegenen Gäste aber zurück. Der emsige Nationalspieler Bellarabi fasste sich ein Herz und traf aus knapp 20 Metern in den Winkel des Eintracht-Gehäuses. Nur zwei Minuten landete ein Schuss von Bayer-Profi Julian Brandt nur am Pfosten (8.). Der 19-Jährige war für Simon Rolfes in die Startelf gerückt.

Frankfurt überzeugt kämpferisch

In der Folge bestimmte Leverkusen die Partie und blieb vor allen Dingen durch den ständig rotierenden Bellarabi brandgefährlich. Doch die vor allen Dingen kämpferisch überzeugenden Hessen hielten in der abwechslungsreichen Partie dagegen und gingen etwas überraschend in Führung. Im Anschluss an eine Ecke und Verwirrung im Bayer-Strafraum schoss Innenverteidiger Madlung zur zweiten Führung der Schaaf-Elf ein.

Nach dem Wechsel änderte sich wenig, beide Seiten agierten weiter offensiv. Frankfurts Vorstandsboss hatte bereits in der vergangenen Woche sein Rundenfazit gezogen und ob der vielen Tore bei den eigenen Spielen von einer seltsamen "Saison des Spektakels" gesprochen.

SID

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Spieler des Spiels:

Alexander Madlung

Alexander Madlung erzielte sein viertes Saisontor, gewann ganz starke 77 Prozent seiner direkten Duelle und gab drei Torschüsse ab, kein Frankfurter mehr.

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