Dortmund -Emotionen, Tränen und das Happy End einer verkorksten Saison zum Abschied von Jürgen Klopp: Borussia Dortmund schenkte seinem scheidenden Trainer in dessen letztem Heimauftritt den ersehnten Sieg im ersten Saison-"Endspiel" und zog drei Monate nach dem Sturz auf den letzten Tabellenplatz mit dem 3:2 (3:1) gegen Werder Bremen sicher in die Europa-League-Qualifikation ein. 

Schon vor dem Anpfiff erlebten die 80.667 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park großes Gefühlskino, als die Fans auf der Südtribüne ihre Choreographie "Danke Jürgen" zelebrierten. Anschließend leistete die Mannschaft durch Shinji Kagawa (15.), den 16. Saisontreffer von Pierre-Emerick Aubameyang (17.) und Henrikh Mkhitaryan (42.) ihren Beitrag zu einer gelungenen Generalprobe für das Pokal-Endspiel gegen den VfL Wolfsburg. Für Werder trafen Levin Öztunali (42.) und Theodor Gebre Selassie (85.).

Gänsehaut-Atmosphäre

Mit seiner starken Vorstellung sorgte der BVB für den rechten Rahmen für die Verabschiedung Klopps nach dem Abpfiff. Zahlreiche Transparente und Sprechchöre begleiteten den 47-Jährigen nach sieben erfolgreichen Jahren zum vorerst letzten Mal in die Dortmunder Kabine.

Zunächst herrschte Gänsehaut-Atmosphäre, als Sebastian Kehl vor seinem 314. und letzten Bundesliga-Spiel und 13 Jahren in schwarz und gelb verabschiedet wurde. Ohrenbetäubend hallte der Name des 35-Jährigen durch die Arena. Als Geste der Teamkollegen überließ Mats Hummels seinem Vorgänger in dessen letztem Heimspiel die Kapitänsbinde.

Zweimal Aluminum

Eine letzte "Vollgas-Verstaltung" hatte sich Klopp gewünscht, und seine Mannschaft legte von Beginn an ein ungeheures Tempo vor. Werder-Torhüter Koen Casteels stand schon in der Anfangsphase mehrfach im Blickpunkt und hatte Glück, dass Aubameyang (9.) nur den Pfosten traf. Fast folgerichtig erzielte Kagawa nach einer Vorlage von Ilkay Gündogan das 1:0.

Bremen war mit der Vehemenz der Dortmunder Angriffe überfordert und kassierte prompt durch Aubameyang den zweiten Gegentreffer. So bemühten sich die Hanseaten zunächst um Schadensbegrenzung. Ihre erste gelungene Offensivaktion führte jedoch prompt zum Anschlusstreffer durch Öztunali. Mit neuem Mut startete Werder einige Konter. BVB-Keeper Roman Weidenfeller klärte jedoch bravourös gegen Franco di Santo.

Dortmund drängte auf die Vorentscheidung vor der Pause und feierte schließlich das 3:1 durch Mkhitaryan. Weitere Treffer der Westfalen lagen in der Luft, doch fehlte es oft am nötigen Glück wie beim Lattenschuss Mkhitaryan (64.).

SID

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Spieler des Spiels:

Henrikh Mkhitaryan

Der Armenier ragte in der ohnehin starken BVB-Offensive klar heraus, war ein absoluter Aktivposten und an vielen starken Aktionen beteiligt. Schloss einen Lehrbuch-Konter mit einem wundervollen Lupfer zum 3:1 ab. War insgesamt an 13 der 22 BVB-Torschüsse beteiligt, einen davon setzte er noch an die Latte.

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