Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 schleppt sich nach einer schwachen Leistung dem Saisonende entgegen. Gegen den Abstiegskandidaten SC Paderborn kamen die Königsblauen trotz einer harmlosen Leistung immerhin zu einem 1:0 (0:0)-Erfolg und haben die Teilnahme an der Europa League endgültig sicher.

Paderborn rutschte nach einem Eigentor von Uwe Hünemeier (88.) auf den letzten Platz ab. Am letzten Spieltag muss ein Sieg gegen den VfB Stuttgart her, um den Abstieg noch verhindern zu können.

Sechs Änderungen in S04-Startelf

Die erhoffte Reaktion nach dem 0:2 in Köln blieb bei Schalke aus. Der einstige Champions-League-Anwärter knüpfte nahtlos an die schwachen Vorstellungen der vergangenen Wochen an. Paderborn hatte lange Zeit deutlich mehr vom Spiel und die besseren Torchancen.

Trainer Roberto Di Matteo hatte sein Team nach dem 0:2 in Köln umgekrempelt: Nicht nur der gefeuerte Boateng und der suspendierte Marco Höger fehlten, auch Leon Goretzka, Roman Neustädter, Leroy Sané und Julian Draxler standen nicht in der Startelf. Nur Torwart Ralf Fährmann und Innenverteidiger Matija Nastasic spielten auf derselben Position wie in Köln.

Paderborn beginnt agil

Das Spiel begann einseitig, zunächst einmal spielte  nur der Abstiegskandidat aus Ostwestfalen: Moritz Stoppelkamp (7./22./43.), Lukas Rupp (31.) und Marvin Bakalorz (34.) hatten gute Chancen zur Führung. Bis zum Pausenpfiff sollte jedoch kein Tor mehr fallen.

Nach der Pause brachte Di Matteo die Jungstars Draxler und Goretzka. Es besserte sich aus Schalker Sicht jedoch nicht wirklich. Schalke investierte zwar nun etwas mehr in die Offensive, richtig gefährlich wurde es vor dem Kasten von SCP-Keeper Lukas Kruse aber nie.

Hünemeier mit dem unglücklichen Eigentor

Zu allem Überfluss schied auch noch Weltmeister Benedikt Höwedes verletzt aus (57.), der Kapitän musste mit einer Knöchelverletzung später noch ins Krankenhaus.

In der Schlussphase öffneten sich die Visiere wieder, nachdem beide Teams sich weitestgehend neutralisiert hatten. Sowohl Paderborn als auch Schalke kamen nochmal zu gefährlichen Abschlüssen, doch beide Schlussmänner hielten stark.

In der 88. Minute schlug dann Tranquillo Barnetta von der Mittellinie einen weiten Ball in den Strafraum, Uwe Hünemeier ging in den Zweikampf mit Klaas-Jan Huntelaar und bugsierte das Kunstleder aus acht Metern per Kopf unglücklich in den eigenen Kasten. Es war dann auch der Endstand.

SID

Liveticker mit Aufstellungen und Statistiken

Spieler des Spiels:

Moritz Stoppelkamp

Der Paderborner Offensivmann war an elf der 22 Paderborner Torschüsse beteiligt (auswärts gab der SCP nie mehr Torschüsse in der Bundesliga ab) - fünf Torschussvorlagen und sechs Torschüsse sind jeweils Höchstwert auf dem Platz. Zudem gewann er ganz starke 67 Prozent seiner Zweikämpfe.

So sehen es die Clubs*

* Die verlinkten Spielberichte geben ausschließlich die Sichtweise der jeweiligen Vereins-Homepages wieder.