Stuttgart - Der VfB Stuttgart bleibt in der Fußball-Bundesliga ohne doppelten Punktgewinn. Auch ein bisschen Chaos und eine neue Taktik halfen den Schwaben nicht weiter, am vierten Spieltag verlor die Mannschaft von Trainer Armin Veh mit 0:2(0:1) gegen 1899 Hoffenheim - und damit zum dritten Mal nacheinander.

Hoffenheim gelang durch die Treffer von Anthony Modeste (15.) und Tarik Elyounoussi (84.) der zweite Saisonsieg, die TSG ist damit weiter ungeschlagen und mischt in der Tabelle ganz vorne mit.

Stuttgarter Initialzündung bleibt aus

Ein wenig mehr Unordnung im Spiel und damit mehr Überraschungsmomente hatte sich Trainer Veh von seiner Mannschaft erwartet und auf eine "Initialzündung" gehofft.Die aber blieb aus, weil die Abstimmung nicht passte, weil gut gemeinte Pässe nicht ankamen. Stuttgart hatte mehr vom Spiel, aber nur wenige gute Ansätze zu bieten - es fehlten die Ideen. Gefährlich wurde es ab und an nur bei Standards oder Flanken, einige wenige Weitschüsse flogen am Tor vorbei oder darüber hinweg.

Stuttgart ohne Ibisevic

In seinem 100. Bundesligaspiel als Trainer des VfB musste Veh auf den zuletzt so erfolglosen wie umstrittenen Vedad Ibisevic (fiebrige Erkältung) verzichten. Für den Bosnier spielte Daniel Didavi. Zudem wählte Veh eine neue Taktik: Im Mittelfeld bildeten Orial Romeu, Christian Gentner, Moritz Leitner und Didavi eine Raute, Martin Harnik und Timo Werner den Angriff. Die Umstellung schien dem VfB zunächst zu behagen, er wirkte lebhaft. Aber nicht lange.

Vielleicht wäre alles ganz anders gekommen, aber nach einer Flanke von Gotuko Sakai vergab Harnik per Kopf die Führung (9.) - Torhüter Oliver Baumann klärte. Hoffenheim blieb gegen die fast übereifrigen Stuttgarter gelassen und nutzte seine erste Chance zur Führung: Einen Freistoß von Sebastian Rudy, wie zuletzt in der Nationalmannschaft als rechter Verteidiger im Einsatz, köpfte Anthony Modeste ein (15.), Bewacher Daniel Schwaab sah dabei schlecht aus.

Hoffenheim solide - das reicht

Hoffenheim war keineswegs überzeugend, vor allem in der Offensive lief trotz Elyounoussis entscheidenden Treffers nach gelungener Vorarbeit von Kevin Volland wenig zusammen. Konzentrierte Arbeit in der Rückwärtsbewegung reichte allerdings, um nach der Führung nicht groß in Bedrängnis zu geraten gegen einen VfB, dem erkennbar eine Spielidee und zudem Selbstvertrauen fehlen. Besserung ist nicht in Sicht: In der kommenden englischen Woche geht es für die Schwaben zu Borussia Dortmund.

SID

Spieler des Spiels:
Tarek Elyounoussi

In einer insgesmat unterkühlt spielenden Hoffenheimer Elf war Tarek Elyounoussi einer der Aktivposten. Der Norweger erzielte sein zweites Saisontor, schoss in der letzten Saison schoss er in 25 Pflichtspielen für die Hoffenheimer keinen einzigen Treffer. Insgesamt gab er heute vier Torschüsse ab, war der meist gefoulte Hoffenheimer.

 

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