Stuttgart - Borussia Dortmund ist im Abstiegsduell gegen den VfB Stuttgart einen weiteren Schritt aus dem Tabellenkeller gelungen. Durch das hochverdiente 3:2 (2:1) kletterte der deutsche Vizemeister nach dem dritten Sieg in Folge zumindest vorübergehend auf Rang zehn und stürzte das schwäbische Tabellenschlusslicht noch tiefer in die Krise.

Pierre-Emerick Aubameyang hatte den BVB bei der gelungenen Generalprobe für das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League am Dienstag bei Juventus Turin mit seinem neunten Saisontor (25.) in Führung geschossen, bevor dem VfB durch Florian Klein (32., Foulelfmeter) der Ausgleich gelang. Es war das erste Heimtor der Schwaben seit dem 18. Oktober vergangenen Jahres (3:3 gegen Leverkusen) oder 585 Minuten.

 

Niedermeier sorgt für Ergebniskosmetik

Ilkay Gündogan (39.) und Marco Reus (89.) machten den Dreier für den BVB perfekt, der am Ende vor 60.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena die unterschiedliche Entwicklung der beiden abstiegsgefährdeten Teams in den vergangenen Wochen unterstrich. Am Ende reichte es für den VfB nur noch für eine Ergebniskosmetik durch Georg Niedermeier (90.+1).

Den besseren Start erwischte die Borussia. Das gestiegene Selbstbewusstsein nach zuletzt zwei Siegen war offensichtlich. Die Marschroute des VfB mit schnellen Angriffen aus einer kompakten Abwehr war schnell auszumachen. Schon nach 13 Minuten bewahrte Torhüter Sven Ulreich die Schwaben mit einer Glanzparade nach einem Kopfball von Nuri Sahin vor dem frühen Rückstand.

Kagawa legt per Hacke auf

Das erste Tor des BVB lag in der Luft, denn die Defensive der Stuttgarter wirkte zu hektisch und ungeordnet. Dies nutzten Marco Reus und Shinji Kagawa, die das 1:0 durch Aubameyang ungehindert vorbereiten konnten.

Der Ausgleich per Elfmeter nach einem Foul von Sahin gegen den einschussbereiten Georg Niedermeier im Anschluss an einen Eckball und zugleich den ersten ernstzunehmenden Angriff des VfB, entsprach nicht dem Spielverlauf. Gündogan nach einer Vorlage von Kagawa per Hacke sorgte mit dem 2:1 für die prompte Reaktion der Westfalen.

BVB mühelos

Dabei hatte Stuttgarts Trainer Stevens auf Sicherheit gesetzt, ließ zunächst unter anderem den Ex-Dortmunder Moritz Leitner und Torjäger Vedad Ibisevic auf der Bank. Sein Dortmunder Kollege Jürgen Klopp verzichtete unter anderem auf den gerade genesenen Weltmeister Mats Hummels und setzte auf die Anfangsformation des 3:0 am vergangenen Samstag gegen den FSV Mainz 05.

Wesentlich homogener und spielerisch fast eine Klasse besser präsentierte sich BVB. Nahezu hilflos wirkten die verunsicherten Gastgeber, wenn die Dortmunder ihre schnellen Kombinationen abspulten und sich teilweise mühelos - fast schon im Champions-League-Schongang - weitere Chancen erspielten.

SID

Liveticker mit Aufstellungen und Statistiken

Spieler des Spiels:

Ilkay Gündogan

Ilkay Gündogan erzielte nach schöner Vorarbeit von Shinki Kagawa sein zweites Saisontor. Er war die Schaltzentrale im Dortmunder Mittelfeld und von allen Spielern am häufigsten am Ball (103 Mal), bestritt die zweitmeisten Zweikämpfe auf dem Platz (44) und gewann 55 Prozent davon.

So sehen es die Clubs*

* Die verlinkten Spielberichte geben ausschließlich die Sichtweise der jeweiligen Vereins-Homepages wieder.