Wolfsburg - Dank Luiz Gustavo hat Bayern München den ersten Saisonsieg gefeiert: Der Brasilianer war in der ersten Minute der Nachspielzeit zum 1:0 (0:0) beim VfL Wolfsburg erfolgreich. In der Vorwoche verloren die Münchner zum Saisonauftakt mit 0:1 gegen Borussia Mönchengladbach.

In der ausverkauften Volkswagen Arena drückten die Spieler von "Wölfe"-Trainer Felix Magath von Beginn an aufs Tempo und kamen schon nach zwei Minuten durch Patrick Ochs erstmals gefährlich vor das Tor. Auch in der Folge versteckte sich der Meister von 2009 nicht und knüpfte an die Leistung des 3:0-Sieges vom ersten Spieltag in Köln an, auch wenn beim Abschluss zunächst die Präzision fehlte.

FCB kommt schwer ins Spiel

Die Bayern, die ohne ihren Superstar Arjen Robben (Rückenprobleme) antreten mussten, taten sich in der Anfangsphase mit ihrem Offensivspiel deutlich schwerer und kamen lediglich durch einen Freistoß von Holger Badstuber vor das Gehäuse von VfL-Keeper Diego Benaglio, der zu seinem 100. Bundesliga-Einsatz kam. Im Mittelfeld fehlten den Bayern durch das Fehlen von Robben die Anspielstationen und auch von kreativem Spielaufbau war zu wenig zu sehen.

Zwar blitzte das Können von Franck Ribery auf der Außenbahn immer wieder kurz auf, trotzdem konnte der Franzose, der zum ersten Mal in dieser Saison in der Anfangsformation stand, nicht die entscheidenden Akzente setzen. Es fehlte trotz deutlich mehr Ballbesitz der Zug zum Tor, und das Umschalten von Abwehr von Angriff dauerte zu lange.

Kurz vor der Halbzeit war der Ball im Tor der Bayern: Helmes hatte den Ball eingeköpft und schon zum Jubeln abgedreht (39.). Doch das Schiedsrichtergespann entschied auf Abseits - es bleib beim 0:0. In der Folge musste Magath, der mit den Münchnern zwei Mal das "Double" gewann, mit ansehen, wie Josue erst artistisch die Führung der Gäste mit einer Rettungsaktion auf der Torlinie verhinderte (43. ) und anschließend Benaglio in höchster Not gegen Mario Gomez rettete (44.).

Bayern werden in Hälfte 2 stärker

Nach dem Seitenwechsel erhöhte München mit Chancen von Bastian Schweinsteiger (46.) und Toni Kroos (57.) zwar die Schlagzahl, belohnt wurden die Bemühungen aber nicht. Die Verteidigung der "Wölfe" stand sicher und agierte größtenteils fehlerfrei. Kaum zu sehen war dabei jedoch der frühere Münchner Hasan Salihamidzic.

Der Bosnier, der mit dem FCB sechs Meisterschaften und den Champions-League-Sieg feierte, tauchte im Mittelfeld weitestgehend ab und wurde nach 69 Minuten ausgewechselt. Insgesamt agierten die Hausherren in der zweiten Halbzeit nicht mehr so druckvoll und ihr Spiel kam im Mittelfeld nicht mehr zur Entfaltung.